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Blackout - was dann? (Teil 4)

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 07:42 Uhr
Geht die Welt am 21. Dezember, also in wenigen Tagen unter? Für die Mayas ging ihr damalige Zyklus zumindest danach nicht mehr weiter, ein neuer sollte beginnen. Was aber passiert, wenn in Nordhausen und in der gesamten Region flächendeckend für drei oder mehr Tage der Strom ausfällt? Diesen Fragen wollen wir heute beim Wasserverband Nordhausen nachgehen...


Natürlich ist auch die Wasserversorgung im Landkreis Nordhausen von einem flächendeckenden Stromausfall betroffen. Doch im Wasserverband wurden Vorkehrungen getroffen. So besitzt der Verband neben kleinen Notstromaggregaten auch eine "dicke Emma". Dieses mobile Gerät würde zu den vier Trinkwasserbrunnen nach Bielen gefahren und dort den Betrieb der Brunnen absichern.

Über die Leitungen wird das dort geförderte Wasser zum Wasserwerk in der Puschkinstraße gedrückt, hier aber an den Aufbereitungsanlagen vorbeigeleitet. Einzig der Calzium-Carbonat-Filter und das Chloren des Wassers würden noch funktionieren.

Mengenmäßig kann so die Versorgung der kompletten Stadt Nordhausen mit Trinkwasser garantiert werden. Voraussetzung: das Notstromaggregat wird mit Diesel "versorgt".

Der Wasserverband ist jedoch weit mehr als die Stadt Nordhausen. Zum Beispiel gibt es die sogenannte "Gruppe Buchholz", die über den Hochbehälter Harzrigi versorgt wird. Dort zum Beispiel kann ein weiteres Notstromaggregat angeschlossen werden. Das arbeitet solange, bis die 3,7 Millionen Liter Wasser verteilt sind. Bei rund 20 Kubikmeter je Stunde als durchschnittlicher Abnahme kann sich jeder ausrechnen, wie lange Petersdorf, Buchholz, Stempeda, Neustadt oder Rodishain Trinkwasser erhalten.

Und was passiert mit dem "Rest" des Verbandsgebietes? Der kann nicht mit Trinkwasser versorgt werden. Dazu reichen die Kapazitäten des Verbandes nicht aus.
Autor: red

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