Erlebte Geschichte
Mittwoch, 20. Februar 2013, 18:53 Uhr
Auf seiner Jahreshauptversammlung zog der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein kürzlich Bilanz. Die nnz war unter den Zuhörern.
Regionale Historie aufzuarbeiten und den Menschen Heimatgeschichte näher zu bringen, ist das Hauptanliegen des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins. Auf Vorträgen, bei Führungen, auf Exkursionen und Wanderungen werden den Bürgern anschaulich und vor Ort Ereignisse und Zusammenhänge der Vergangenheit von Nordhausen und der Umgebung nahe gebracht. Die hohen Besucherzahlen bei den Veranstaltungen sind Ausdruck des vielseitigen und ansprechenden Vereinslebens, das für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen ist.
Für das vergangene Jahr konnte Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Grönke auf der Jahreshauptversammlung im Vereinshaus Thomas Mann eine durchweg positive Bilanz ziehen. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er nochmals an die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2012. Wiederum ist es gelungen, mit fundierten und niveauvollen Fachvorträgen zu allgemein interessierenden Themen viele Bürger aus Nordhausen und Umgebung anzusprechen, resümierte Grönke.
So referierter im Januar Dr. Karl Schmidt aus Achim über den Mühlgraben in Klettenberg. Im März berichtete Dr. Diethard Walther über die Bedeutung des Frauenberges bei Sondershausen Er ging dabei auch besonders auf die Ausgrabungsergebnisse und Funde der letzten Jahre ein.
Wolfgang und Hannelore Müller sprachen im April über die Arbeit des Fördervereins Ebersburg. Der Vortrag wurde mit einer Präsentation zahlreicher Fundstücke abgerundet. Dr. Michael Flagmeyer aus Nordhausen gab anhand von Bildern Einblicke in die Geschichte der Architektur in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Über die Zerstörung der Burg Hohnstein im 17. Jh. referierte Gerhard Möller aus Schwarzenbek. In seinem Vortrag im Juni beleuchtete er auch die unterschiedlichen Datumsangaben in der weitläufigen Literatur, die oft zu falschen Interpretationen in der Vergangenheit geführt haben. Im Juli sprach Michael Reinboth aus Walkenried über Interessantes und Unbekanntes aus der Umgebung von Walkenried. Dabei ging der Referent besonders auf die Bedeutung der zahlreichen Teiche sowie der Gipsindustrie ein.
Das 100jährige Jubiläum des Kyffhäuser Denkmals war der Hintergrund des Vortrages im September von Fred Dittmann aus Kelbra. In seinem Vortrag zeigte er u. a. auch wenig bekannte Bilder vom Bau und der Einweihung des Denkmals. Über ein bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht behandeltes Thema sprach Forstamtsleiter Karl-Wilhelm Brüggemann im Oktober. Er beleuchtete die Geschichte der geregelten Forstwirtschaft im Harzraum. Ein weiteres Thema, dass im Verein noch nie zur Sprache gekommen ist, wurde im November von Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann behandelt. Er sprach über die Siebenbürger Sachsen und ihre Jahrhunderte lange Geschichte im heutigen Rumänien. Mit einer Präsentation alter Ansichten von Nordhausen von Thomas Kopf und der Weihnachtsfeier im Museum Tabakspeicher im Dezember klang das ereignisreiche Jahr 2012 aus. Dem Förderverein Tabakspeicher sei an dieser Stelle für die kulinarische und organisatorische Ausgestaltung herzlich gedankt. Thomas Kopf zeigte vor dem Essen einige interessante Bilder aus der Stadtgeschichte von Nordhausen, so Grönke.
Neben den Vorträgen organisierte der Verein Wanderungen und Exkursionen. So trafen sich Mitglieder und Gäste Mitte Mai zu einer Exkursion nach Klettenberg, wo Herr Schmidt den Verlauf des Mühlgrabens sowie die Kirche zeigte. Den Abschluss bildete ein Besuch im DDR-Museum. Ende Juni organisierte Helmut Warnecke eine Autoexkursion zum Schaubergwerk Glasebach und Harzgerode, wo das Museum und die Kirche besichtigt wurden. Eine Zugexkursion unter Leitung von Paul Lauerwald ging nach Magdeburg zur Ottonen-Ausstellung.
Die Busexkursion ging in diesem Jahr zum Kloster Huysburg und Ilsenburg. Im Kloster führte ein Bruder des Klosters durch die Gebäudekomplexe. Der Ausflug endete in Ilsenburg, wo bei einem Rundgang durch den Ort und der Klosteranlage besichtigt wurden. In Verbindung mit dem Harzverein, Arbeitskreis Harzarchäologie fanden im Frühjahr und November zwei Veranstaltungen statt, bei denen die Ergebnisse der Ausgrabungen im Industriegebiet hier in Nordhausen und die Ausgrabungen am Kloster Walkenried vorgestellt wurden.
Als eine weitere wichtige Aufgabe sehen wir die Publizierung der Forschungsergebnisse von Vereinsmitgliedern und auswärtigen Wissenschaftlern zur Geschichte Nordhausens und des Kreises an. Dafür steht uns die in Verbindung mit dem Museum Tabakspeicher und dem Stadtarchiv herausgegebenen Jahresband der Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis zur Verfügung. So konnte zum Jahresabschluss den Mitgliedern der 37. Band der Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen übergeben werden. Zu den Geschichtsvereinen der Nachbarkreise und zu den Heimatvereinen des Nordhäuser Umfeldes bestehen Kontakte, die aber noch weiter ausgebaut werden könnten. So bestehen u. a. Kontakte zu den Südniedersächsischen Heimatfreunden, zum Sangerhäuser Geschichtsverein, zum Harzverein für Geschichte und Altertumskunde, zum Förderverein Straußberg, zum Neustädter Geschichtsverein, zum Verein für Heimatgeschichte Walkenried/Bad Sachsa und Umgebung e.V., zur Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. und zum Verein für Thüringische Geschichte e.V. sowie zum Förderverein Park Hohenrode. Die Zusammenarbeit des Vereins mit den Nordhäuser Museum und dem Stadtarchiv ist sehr gut. Erwähnt werden muß auch die Unterstützung unserer Vereinsarbeit durch die Stadt Nordhausen, die Sparkasse, und die Volksbank, führte Grönke weiter aus.
Die zahlreich anwesenden Mitglieder bescheinigten dem Vorstand – Vorsitzender Hans-Jürgen Grönke, Stellvertreter Peter Pohl, Schatzmeister Lothar Dienemann, Schriftführer Paul Lauerwald und Öffentlichkeitsverantwortlicher Rainer Hellberg – eine gute Tätigkeit. Auch der Kassenbericht wurde einstimmig angenommen. Durch den plötzlichen Tod des bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Peter Pohl, machte sich die Nachwahl eines Vorstandsmitglieds erforderlich. Der Vorstand schlug dazu Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann vor, der seine Bereitschaft zur Mitarbeit erklärte. Es erfolgte einstimmige Zustimmung der Anwesenden. Dr. Theilemann wird nun als stellvertretender Vereinsvorsitzender dem Vereinschef Hans-Jürgen Grönke zur Seite stehen.
Auch für das Jahr 2013 hat sich der Geschichtsverein anspruchsvolle Ziele gestellt. Es werden wieder zehn interessante Vorträge die Vereinsabende bereichern, so u. a. die Streitigkeiten um die Grafschaft Hohnstein 1593-1702 (März), die Ausgrabungsergebnisse im Industriegebiet Goldene Aue (Mai), Beziehungen der Grafschaft Stolberg/Stolberg und Nordhausen (September) und im Oktober Beginen in Nordthüringen. Alle Themen sowie die Exkursionen werden in der Presse als Veranstaltungstipps bekanntgegeben.
Autor: rhRegionale Historie aufzuarbeiten und den Menschen Heimatgeschichte näher zu bringen, ist das Hauptanliegen des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins. Auf Vorträgen, bei Führungen, auf Exkursionen und Wanderungen werden den Bürgern anschaulich und vor Ort Ereignisse und Zusammenhänge der Vergangenheit von Nordhausen und der Umgebung nahe gebracht. Die hohen Besucherzahlen bei den Veranstaltungen sind Ausdruck des vielseitigen und ansprechenden Vereinslebens, das für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen ist.
Für das vergangene Jahr konnte Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Grönke auf der Jahreshauptversammlung im Vereinshaus Thomas Mann eine durchweg positive Bilanz ziehen. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er nochmals an die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2012. Wiederum ist es gelungen, mit fundierten und niveauvollen Fachvorträgen zu allgemein interessierenden Themen viele Bürger aus Nordhausen und Umgebung anzusprechen, resümierte Grönke.
So referierter im Januar Dr. Karl Schmidt aus Achim über den Mühlgraben in Klettenberg. Im März berichtete Dr. Diethard Walther über die Bedeutung des Frauenberges bei Sondershausen Er ging dabei auch besonders auf die Ausgrabungsergebnisse und Funde der letzten Jahre ein.
Wolfgang und Hannelore Müller sprachen im April über die Arbeit des Fördervereins Ebersburg. Der Vortrag wurde mit einer Präsentation zahlreicher Fundstücke abgerundet. Dr. Michael Flagmeyer aus Nordhausen gab anhand von Bildern Einblicke in die Geschichte der Architektur in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Über die Zerstörung der Burg Hohnstein im 17. Jh. referierte Gerhard Möller aus Schwarzenbek. In seinem Vortrag im Juni beleuchtete er auch die unterschiedlichen Datumsangaben in der weitläufigen Literatur, die oft zu falschen Interpretationen in der Vergangenheit geführt haben. Im Juli sprach Michael Reinboth aus Walkenried über Interessantes und Unbekanntes aus der Umgebung von Walkenried. Dabei ging der Referent besonders auf die Bedeutung der zahlreichen Teiche sowie der Gipsindustrie ein.
Das 100jährige Jubiläum des Kyffhäuser Denkmals war der Hintergrund des Vortrages im September von Fred Dittmann aus Kelbra. In seinem Vortrag zeigte er u. a. auch wenig bekannte Bilder vom Bau und der Einweihung des Denkmals. Über ein bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht behandeltes Thema sprach Forstamtsleiter Karl-Wilhelm Brüggemann im Oktober. Er beleuchtete die Geschichte der geregelten Forstwirtschaft im Harzraum. Ein weiteres Thema, dass im Verein noch nie zur Sprache gekommen ist, wurde im November von Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann behandelt. Er sprach über die Siebenbürger Sachsen und ihre Jahrhunderte lange Geschichte im heutigen Rumänien. Mit einer Präsentation alter Ansichten von Nordhausen von Thomas Kopf und der Weihnachtsfeier im Museum Tabakspeicher im Dezember klang das ereignisreiche Jahr 2012 aus. Dem Förderverein Tabakspeicher sei an dieser Stelle für die kulinarische und organisatorische Ausgestaltung herzlich gedankt. Thomas Kopf zeigte vor dem Essen einige interessante Bilder aus der Stadtgeschichte von Nordhausen, so Grönke.
Neben den Vorträgen organisierte der Verein Wanderungen und Exkursionen. So trafen sich Mitglieder und Gäste Mitte Mai zu einer Exkursion nach Klettenberg, wo Herr Schmidt den Verlauf des Mühlgrabens sowie die Kirche zeigte. Den Abschluss bildete ein Besuch im DDR-Museum. Ende Juni organisierte Helmut Warnecke eine Autoexkursion zum Schaubergwerk Glasebach und Harzgerode, wo das Museum und die Kirche besichtigt wurden. Eine Zugexkursion unter Leitung von Paul Lauerwald ging nach Magdeburg zur Ottonen-Ausstellung.
Die Busexkursion ging in diesem Jahr zum Kloster Huysburg und Ilsenburg. Im Kloster führte ein Bruder des Klosters durch die Gebäudekomplexe. Der Ausflug endete in Ilsenburg, wo bei einem Rundgang durch den Ort und der Klosteranlage besichtigt wurden. In Verbindung mit dem Harzverein, Arbeitskreis Harzarchäologie fanden im Frühjahr und November zwei Veranstaltungen statt, bei denen die Ergebnisse der Ausgrabungen im Industriegebiet hier in Nordhausen und die Ausgrabungen am Kloster Walkenried vorgestellt wurden.
Als eine weitere wichtige Aufgabe sehen wir die Publizierung der Forschungsergebnisse von Vereinsmitgliedern und auswärtigen Wissenschaftlern zur Geschichte Nordhausens und des Kreises an. Dafür steht uns die in Verbindung mit dem Museum Tabakspeicher und dem Stadtarchiv herausgegebenen Jahresband der Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis zur Verfügung. So konnte zum Jahresabschluss den Mitgliedern der 37. Band der Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Kreis Nordhausen übergeben werden. Zu den Geschichtsvereinen der Nachbarkreise und zu den Heimatvereinen des Nordhäuser Umfeldes bestehen Kontakte, die aber noch weiter ausgebaut werden könnten. So bestehen u. a. Kontakte zu den Südniedersächsischen Heimatfreunden, zum Sangerhäuser Geschichtsverein, zum Harzverein für Geschichte und Altertumskunde, zum Förderverein Straußberg, zum Neustädter Geschichtsverein, zum Verein für Heimatgeschichte Walkenried/Bad Sachsa und Umgebung e.V., zur Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. und zum Verein für Thüringische Geschichte e.V. sowie zum Förderverein Park Hohenrode. Die Zusammenarbeit des Vereins mit den Nordhäuser Museum und dem Stadtarchiv ist sehr gut. Erwähnt werden muß auch die Unterstützung unserer Vereinsarbeit durch die Stadt Nordhausen, die Sparkasse, und die Volksbank, führte Grönke weiter aus.
Die zahlreich anwesenden Mitglieder bescheinigten dem Vorstand – Vorsitzender Hans-Jürgen Grönke, Stellvertreter Peter Pohl, Schatzmeister Lothar Dienemann, Schriftführer Paul Lauerwald und Öffentlichkeitsverantwortlicher Rainer Hellberg – eine gute Tätigkeit. Auch der Kassenbericht wurde einstimmig angenommen. Durch den plötzlichen Tod des bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Peter Pohl, machte sich die Nachwahl eines Vorstandsmitglieds erforderlich. Der Vorstand schlug dazu Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann vor, der seine Bereitschaft zur Mitarbeit erklärte. Es erfolgte einstimmige Zustimmung der Anwesenden. Dr. Theilemann wird nun als stellvertretender Vereinsvorsitzender dem Vereinschef Hans-Jürgen Grönke zur Seite stehen.
Auch für das Jahr 2013 hat sich der Geschichtsverein anspruchsvolle Ziele gestellt. Es werden wieder zehn interessante Vorträge die Vereinsabende bereichern, so u. a. die Streitigkeiten um die Grafschaft Hohnstein 1593-1702 (März), die Ausgrabungsergebnisse im Industriegebiet Goldene Aue (Mai), Beziehungen der Grafschaft Stolberg/Stolberg und Nordhausen (September) und im Oktober Beginen in Nordthüringen. Alle Themen sowie die Exkursionen werden in der Presse als Veranstaltungstipps bekanntgegeben.
