nnz-online

Persönlichkeiten der Familie Förstemann

Sonntag, 14. Juli 2013, 12:11 Uhr
In der langen Geschichte Nordhausens gibt es Familien, die die Geschicke der Stadt mitgestalteten. Eine von ihnen ist die Familie Förstemann (Fürstemann, Foerstemann). Im Vorfeld einer Ausstellung Anmerkungen der Kuratorin Heidelore Kneffel...


Ernst Günther Förstemann (Foto: Archiv Kneffel) Ernst Günther Förstemann (Foto: Archiv Kneffel) Da Ferdinand Carl Förstemann, 4.1.1798-24.6.1873, im Jahr 2013 ein Jubiläum hat, richtet die FLOHBURG | Das Nordhausen Museum vom 18. Juli-27. Oktober eine Sonderausstellung aus. Von ihm gibt es eine Lithographie im Depot der Kunstsammlungen der Stadt, die ausgestellt wird. Die Präsentation wird am 18. Juli um 18.00 Uhr eröffnet.

Ferdinand Carl Förstemann wurde in Nordhausen geboren, studierte in Bonn Chemie und Physik, arbeitete in Elberfeld an einer Realschule, deren Direktor er wurde, kam nach seiner Pensionierung nach Nordhausen zurück, wo er besonders mit seinem Bruder Ernst Günther Förstemann verbunden war. An diesen erinnert in dieser Stadt die Förstemannstraße. Er war Gymnasiallehrer und Historiker in seiner Heimatstadt, die ihm eine intensive Erforschung ihrer Geschichte verdankt. Die Straße mündet in den Förstemannweg im Stadtteil Nordhausen Ost. Die Schule dort bekam den Namen „Am Förstemannweg“. Von diesem Mann ist ein zeichnerisches und ein lithographisches Porträt im Stadtarchiv vorhanden.

Friedrich Carl Förstemann (Foto: Archiv Kneffel) Friedrich Carl Förstemann (Foto: Archiv Kneffel) Denken wir uns, dass durch die Namensgebungen die Familie Förstemann insgesamt geehrt wird, denn die Ausstellung macht deutlich, was für interessante Persönlichkeiten dieser Nordhäuser Zweig der Familie hervorgebracht hat. Man war Kürschnermeister, Brennereibesitzer, Pastor und trug Verantwortung für die Stadt im Rat bis hin zum Bürgermeister, schlug eine wissenschaftliche Laufbahn auf mehreren Gebieten ein, trat künstlerisch hervor.

An Hand der ausgewählten Lebensläufe wird die Kulturgeschichte Nordhausens vom 18.-20. Jahrhundert lebendig. Dank des Verlegers Ferdinand Förstemann begegnet man auch Justus Jonas und Martin Luther, Eduard Baltzer, Friedrich Traugott Kützing, August Kramer, Carl Duval, Wilhelm Eichler u. a. m.

In Nordhausen gibt es auch den Förstemannpark, der aber mit dieser Familie nichts zu tun hat, er hieß ursprünglich nach seinem Besitzer Krusepark. Dank einer reichhaltigen Sammlung über einzelne Familienmitglieder direkter und indirekter Art im Stadtarchiv, im Depot im Walkenrieder Hof und in zwei Privatsammlungen kann der Besucher sich in der Sonder-Ausstellung auf eine aufschlussreiche Zeitreise begeben und dabei hochinteressanten Persönlichkeiten begegnen.

Danken möchte die FLOHBURG | das Nordhausen Museum der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen, die die Präsentation finanziell unterstützte, dem Förderverein Flohburg, der das Projekt ideell förderte, und weiteren ehrenamtlichen Helfern.
Heidelore Kneffel, Kuratorin
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de