Relief geborgen
Montag, 21. Oktober 2013, 15:36 Uhr
Das Relief an der ehemaligen Frauenbergschule am Marienweg wurde jetzt mit großem Einsatz im Zusammenwirken mit der Stadt Nordhausen vorsichtig geborgen. Es war ein schwieriges Unterfangen und brauchte viele Mitstreiter...
Für die Aktion mit verantwortlich waren der Leiter für die Bauüberwachung, Lutz Beck, von der arko Bauplanung GmbH Nordhausen, die mit dem Abriss der Schule beauftragte Baufirma SRG Sondershausen Recycling GmbH sowie Heidelore Kneffel vom Nordhäuser Denkmalbeirat. Die Reliefplatten sind jetzt sicher im städtischen Bauhof verwahrt. Über die weitere Vorgehensweise muss nun beraten werden, sagte Susanne Hinsching von der städtischen Denkmalschutzbehörde.
Das Wandrelief, das 1972 von der Bildhauerin Monika Hellmuth-Claus aus Erfurt, geschaffen wurde, stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, sei aber als Kunstwerk und wichtiges Zeugnis der Kunst der DDR trotzdem in besonderem Maße erhaltenswert, so Hinsching. Das Relief setzt Brechts Kinderhymne in acht plastische Szenen um, wobei auch der Schriftzug gut lesbar ist: "Anmut sparet nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand, dass ein gutes Deutschland blühe, wie ein andres gutes Land ..." Die Bergungsaktion war schwierig, weil einerseits der Abbruchtermin schon feststand und andererseits nicht ganz eindeutig war, wie dick die Reliefplatten wirklich waren, sagte Susanne Hinsching. Man sei ursprünglich von etwa 25 cm starken Tafeln ausgegangen, die nur mit schwerem Gerät und mit Gefahr der Zerstörung des plastischen Reliefs zu bergen gewesen wären.
Bei der vorsichtigen Entfernung der Dachkonstruktionplatten konnte aber glücklicherweise festgestellt werden, dass die Platten dünner sind und sich auch leichter vom Hintergrund lösen.
Monika Hellmuth-Claus wurde 1943 in Dessau geboren. Ende der 80er Jahre zog sie sich vollständig aus dem öffentlichen Leben zurück und stellte ihr künstlerisches Schaffen aus gesundheitlichen Gründen ein. Den Schwerpunkt ihrer Arbeiten bilden Werke für den öffentlichen Raum, darunter Bildnisse, wie Porträtbüste Arbeiterveteran Karl Specht; Bildniskopf Porträt einer Nachbarin,1978 sowie baugebundene Plastiken und Skulpturen und auch figürliche Beton-Reliefs mit Schrift, wie das in der Schule Nordhausen.
Autor: redFür die Aktion mit verantwortlich waren der Leiter für die Bauüberwachung, Lutz Beck, von der arko Bauplanung GmbH Nordhausen, die mit dem Abriss der Schule beauftragte Baufirma SRG Sondershausen Recycling GmbH sowie Heidelore Kneffel vom Nordhäuser Denkmalbeirat. Die Reliefplatten sind jetzt sicher im städtischen Bauhof verwahrt. Über die weitere Vorgehensweise muss nun beraten werden, sagte Susanne Hinsching von der städtischen Denkmalschutzbehörde.
Das Wandrelief, das 1972 von der Bildhauerin Monika Hellmuth-Claus aus Erfurt, geschaffen wurde, stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, sei aber als Kunstwerk und wichtiges Zeugnis der Kunst der DDR trotzdem in besonderem Maße erhaltenswert, so Hinsching. Das Relief setzt Brechts Kinderhymne in acht plastische Szenen um, wobei auch der Schriftzug gut lesbar ist: "Anmut sparet nicht noch Mühe, Leidenschaft nicht noch Verstand, dass ein gutes Deutschland blühe, wie ein andres gutes Land ..." Die Bergungsaktion war schwierig, weil einerseits der Abbruchtermin schon feststand und andererseits nicht ganz eindeutig war, wie dick die Reliefplatten wirklich waren, sagte Susanne Hinsching. Man sei ursprünglich von etwa 25 cm starken Tafeln ausgegangen, die nur mit schwerem Gerät und mit Gefahr der Zerstörung des plastischen Reliefs zu bergen gewesen wären.
Bei der vorsichtigen Entfernung der Dachkonstruktionplatten konnte aber glücklicherweise festgestellt werden, dass die Platten dünner sind und sich auch leichter vom Hintergrund lösen.
Monika Hellmuth-Claus wurde 1943 in Dessau geboren. Ende der 80er Jahre zog sie sich vollständig aus dem öffentlichen Leben zurück und stellte ihr künstlerisches Schaffen aus gesundheitlichen Gründen ein. Den Schwerpunkt ihrer Arbeiten bilden Werke für den öffentlichen Raum, darunter Bildnisse, wie Porträtbüste Arbeiterveteran Karl Specht; Bildniskopf Porträt einer Nachbarin,1978 sowie baugebundene Plastiken und Skulpturen und auch figürliche Beton-Reliefs mit Schrift, wie das in der Schule Nordhausen.




