Leben und Tod
Freitag, 13. Dezember 2013, 07:39 Uhr
Das ist der Titel, den Gernot Blum seinem Bild gab. Mit der gestochen scharfen Aufnahme des Rotmilans auf einem gefallenen Reh wurde er Jahressieger 2013 im Fotowettbewerb Augenblick Natur. Einzelheiten und Hintergründe dazu in Ihrer nnz....
Gernot Blum fing diesen beeindruckenden Moment in einem Naturpark ein.
Der Fotowettbewerb wird durchgeführt vom Verband Deutscher Naturparke. Auf dem Fotoportal des Verbandes www.naturparkefotos.de finden Nutzer knapp 100.000 weitere Naturaufnahmen aus deutschen Naturparken. Als Natur- und Geoparkträger ist auch der Regionalverband Harz Mitglied dieses Verbandes.
Die Schönheit und Einzigartigkeit heimischer Natur in unseren Publikationen und Ausstellungen sichtbar zu machen, dafür greifen wir gern auf die Fotos aus diesem Portal zurück, so Anne Schäfer vom in Quedlinburg ansässigen Regionalverband Harz.
Was auf den ersten Blick wie ein Gemälde anmutet, ist Natur-Fotografie in Bestform. Der Rotmilan führt uns hier exemplarisch den winterlichen Überlebenskampf in der heimischen Natur vor Augen: Der Tod des Rehs bedeutet das Überleben des Milans. Doch dem Greifvogel setzen nicht nur Schnee und Eis im Winter zu. Er leidet vor allem unter dem Verlust bejagbarer Flächen zur Brutzeit. Dann nämlich ist der Nahrungsbedarf am größten. Zu versorgen sind dann eben auch die Jungvögel auf dem Horst.
Zu jener Jahreszeit sind jedoch die auf riesigen Feldern angebauten Kulturpflanzen Raps und Winterweizen so hoch, dass die Altvögel Wühlmäuse als ihre Hauptbeutetiere nicht erreichen können. Kaum ein Landwirt baut noch Luzerne oder Klee an, der sonst um diese Jahreszeit als Viehfutter gemäht wurde. So jagt die hier in der Region als Gabelweihe bezeichnete Greifvogelart im Harzvorland zunehmend auch in Ortslagen und an Straßenrändern.
Die Region bildet einen Verbreitungsschwerpunkt des Rotmilans, der weltweit nur in Mitteleuropa vorkommt. Sachsen-Anhalt trägt europaweit eine besondere Verantwortung für diese Vogelart. Der Rotmilan selbst, aber auch einige seiner Lebens- und Brutgebiete stehen unter europäischem Schutz. In EU-Vogelschutzgebieten im Harz und Harzvorland werden die Brutplätze, wie z. B. alte Rotbuchenbestände, bewahrt.
Zwischen Ballenstedt, Harzgerode, Friedrichsbrunn und Thale oder rund um Stolberg erstrecken sich solche Gebiete. Besonders bedeutend sind aber die Waldgebiete Hakel, Huy und Großer Fallstein. Sie alle sind ein Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.
Autor: redGernot Blum fing diesen beeindruckenden Moment in einem Naturpark ein.
Der Fotowettbewerb wird durchgeführt vom Verband Deutscher Naturparke. Auf dem Fotoportal des Verbandes www.naturparkefotos.de finden Nutzer knapp 100.000 weitere Naturaufnahmen aus deutschen Naturparken. Als Natur- und Geoparkträger ist auch der Regionalverband Harz Mitglied dieses Verbandes.
Die Schönheit und Einzigartigkeit heimischer Natur in unseren Publikationen und Ausstellungen sichtbar zu machen, dafür greifen wir gern auf die Fotos aus diesem Portal zurück, so Anne Schäfer vom in Quedlinburg ansässigen Regionalverband Harz.
Was auf den ersten Blick wie ein Gemälde anmutet, ist Natur-Fotografie in Bestform. Der Rotmilan führt uns hier exemplarisch den winterlichen Überlebenskampf in der heimischen Natur vor Augen: Der Tod des Rehs bedeutet das Überleben des Milans. Doch dem Greifvogel setzen nicht nur Schnee und Eis im Winter zu. Er leidet vor allem unter dem Verlust bejagbarer Flächen zur Brutzeit. Dann nämlich ist der Nahrungsbedarf am größten. Zu versorgen sind dann eben auch die Jungvögel auf dem Horst.
Zu jener Jahreszeit sind jedoch die auf riesigen Feldern angebauten Kulturpflanzen Raps und Winterweizen so hoch, dass die Altvögel Wühlmäuse als ihre Hauptbeutetiere nicht erreichen können. Kaum ein Landwirt baut noch Luzerne oder Klee an, der sonst um diese Jahreszeit als Viehfutter gemäht wurde. So jagt die hier in der Region als Gabelweihe bezeichnete Greifvogelart im Harzvorland zunehmend auch in Ortslagen und an Straßenrändern.
Die Region bildet einen Verbreitungsschwerpunkt des Rotmilans, der weltweit nur in Mitteleuropa vorkommt. Sachsen-Anhalt trägt europaweit eine besondere Verantwortung für diese Vogelart. Der Rotmilan selbst, aber auch einige seiner Lebens- und Brutgebiete stehen unter europäischem Schutz. In EU-Vogelschutzgebieten im Harz und Harzvorland werden die Brutplätze, wie z. B. alte Rotbuchenbestände, bewahrt.
Zwischen Ballenstedt, Harzgerode, Friedrichsbrunn und Thale oder rund um Stolberg erstrecken sich solche Gebiete. Besonders bedeutend sind aber die Waldgebiete Hakel, Huy und Großer Fallstein. Sie alle sind ein Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000.

