Wetter-Katastrophen: August 2013
Freitag, 20. Dezember 2013, 10:11 Uhr
Im zurückliegenden Jahr traten deutschlandweit wieder viele Unwetter auf, die Menschenleben forderten und zu beträchtlichen Schäden führten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf des Jahres 2013 Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht, etwa 30 000 Mal frühzeitig vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt und diese dokumentiert...
Während der Hitzeperiode zu Monatsbeginn schmolz der Asphalt auf einigen Straßen. Auf der A3 zwischen Diez und Limburg bildeten sich am 2. Risse in der Fahrbahn - in Fahrtrichtung Frankfurt wurden alle drei Spuren gesperrt, der Verkehr musste umgeleitet werden.
Ausgedehnte Gewitter führten am 4. in der Südosthälfte u.a. zu folgenden Schäden: Auf dem Bodensee kenterten bei Sturm mehrere Boote und umgestürzte Bäume versperrten die Marienschlucht im Kreis Konstanz, so dass 150 Wanderer über den Seeweg evakuiert werden mussten. Im Freibad von Pleystein in der Oberpfalz verletzten umstürzende Bäume vier Personen. In einigen Bezirken Berlins wurde der U-Bahnverkehr eingestellt, nachdem in Steglitz ein U-Bahnschacht voll Wasser gelaufen war.
Auf einem Campingplatz in Lübben im Spreewald wurde eine Jugendgruppe evakuiert, nachdem 22 Kinder durch Blitzschlag verletzt wurden. Heftige Gewitter, begleitet von Sturmböen, Hagel und Starkregen, verursachten am 6./7. vor allem in der Südosthälfte zahlreiche Schäden: Neben vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen sorgten Blitzeinschläge für Brände. Auch der Zugverkehr wurde beeinträchtigt.
Bundesweit waren durch umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge in Stellwerke etwa 2400 Züge betroffen. Sie kamen verspätet an oder fielen ganz aus. Eine Versorgungsbrücke am Fernbahnhof Frankfurt-Flughafen riss aus der Verankerung und drohte auf die Gleise zu stürzen. Der Frankfurter Hauptbahnhof konnte vorübergehend nicht angefahren werden, da Zufahrtsstrecken gesperrt waren.
Umstürzende Bäume blockierten Straßen. 300 Teilnehmer einer Bergmesse im Allgäu saßen in der
Bergstation fest, da durch die Sturmböen die Hochgratbahn bei Oberstaufen nicht fuhr. Wegen heftiger Gewitter im Kreis Neunkirchen im Saarland wurde am 25. ein Rockfestival in Wiebelskirchen abgebrochen.
Hagel wurde im August in folgenden Regionen beobachtet: am 3. und 4. vom Fläming bis ins Erzgebirge. Aus Sachsen wurden am 4. Korndurchmesser bis 5 cm gemeldet; am 5. auf Norderney sowie vom Bodensee bis in die Alpen; am 6. örtlich an der Nordseeküste sowie in einem Streifen von Berlin bis zum Bodensee. Dabei wurde in
Undingen im Kreis Reutlingen ein außergewöhnlich großes Hagelkorn dokumentiert, das einen Durchmesser von 14.1 cm aufwies und mehr als 360 g wog. Aus dem Erzgebirge wurden Korndurchmesser bis 4 cm, aus Meuselwitz in Thüringen bis 8 cm gemeldet. Im Raum Zwickau zerbrachen Hagelkörner bis 7 cm Durchmesser Autoscheiben und zerbeulten.
Von Hessen bis Brandenburg verursachte der Hagel große Schäden in der Landwirtschaft; am 7. im westlichen Niedersachsen und auf der Schwäbischen Alb; am 8. in Lindenberg; am 9. im Bayerischen Wald; am 13. in der Uckermark; am 19. am Rhein. Aus Köln wurden Korndurchmesser bis 1.5 cm gemeldet; am 24. wurde Hagel am Bodensee beobachtet. Im August gab es fünf bestätigte Tornados. Am 7. beschädigte ein Tornado bei Frille in Nordrhein-Westfalen Dächer und riss Bäume um.
Am 19. wurde einer von St. Peter-Ording aus über der Nordsee beobachtet. Ein weiterer zog eine 8 km lange Schneise bei Pommertshausen in Baden-Württemberg und hinterließ umgeknickte Bäume sowie abgedeckte Dächer. Dabei flogen Dachteile bis zu 1.5 km weit. Getroffen wurde u.a. ein Campingplatz bei Abtsgemünd. Dort stürzten Wohnwagen um, zerrissen Zelte und 27 Personen wurden verletzt - meist Kinder eines Jugendzeltlagers. Aus dem Hammerschmiedesee wurde ein Boot rund 60 m an Land geschleudert. Am 20. wurden zwei Tornados, einer bei Helgoland über der Nordsee und ein weiterer nördlich von Wilhelmshaven über der Jademündung, beobachtet.
Autor: redWährend der Hitzeperiode zu Monatsbeginn schmolz der Asphalt auf einigen Straßen. Auf der A3 zwischen Diez und Limburg bildeten sich am 2. Risse in der Fahrbahn - in Fahrtrichtung Frankfurt wurden alle drei Spuren gesperrt, der Verkehr musste umgeleitet werden.
Ausgedehnte Gewitter führten am 4. in der Südosthälfte u.a. zu folgenden Schäden: Auf dem Bodensee kenterten bei Sturm mehrere Boote und umgestürzte Bäume versperrten die Marienschlucht im Kreis Konstanz, so dass 150 Wanderer über den Seeweg evakuiert werden mussten. Im Freibad von Pleystein in der Oberpfalz verletzten umstürzende Bäume vier Personen. In einigen Bezirken Berlins wurde der U-Bahnverkehr eingestellt, nachdem in Steglitz ein U-Bahnschacht voll Wasser gelaufen war.
Auf einem Campingplatz in Lübben im Spreewald wurde eine Jugendgruppe evakuiert, nachdem 22 Kinder durch Blitzschlag verletzt wurden. Heftige Gewitter, begleitet von Sturmböen, Hagel und Starkregen, verursachten am 6./7. vor allem in der Südosthälfte zahlreiche Schäden: Neben vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen sorgten Blitzeinschläge für Brände. Auch der Zugverkehr wurde beeinträchtigt.
Bundesweit waren durch umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge in Stellwerke etwa 2400 Züge betroffen. Sie kamen verspätet an oder fielen ganz aus. Eine Versorgungsbrücke am Fernbahnhof Frankfurt-Flughafen riss aus der Verankerung und drohte auf die Gleise zu stürzen. Der Frankfurter Hauptbahnhof konnte vorübergehend nicht angefahren werden, da Zufahrtsstrecken gesperrt waren.
Umstürzende Bäume blockierten Straßen. 300 Teilnehmer einer Bergmesse im Allgäu saßen in der
Bergstation fest, da durch die Sturmböen die Hochgratbahn bei Oberstaufen nicht fuhr. Wegen heftiger Gewitter im Kreis Neunkirchen im Saarland wurde am 25. ein Rockfestival in Wiebelskirchen abgebrochen.
Hagel wurde im August in folgenden Regionen beobachtet: am 3. und 4. vom Fläming bis ins Erzgebirge. Aus Sachsen wurden am 4. Korndurchmesser bis 5 cm gemeldet; am 5. auf Norderney sowie vom Bodensee bis in die Alpen; am 6. örtlich an der Nordseeküste sowie in einem Streifen von Berlin bis zum Bodensee. Dabei wurde in
Undingen im Kreis Reutlingen ein außergewöhnlich großes Hagelkorn dokumentiert, das einen Durchmesser von 14.1 cm aufwies und mehr als 360 g wog. Aus dem Erzgebirge wurden Korndurchmesser bis 4 cm, aus Meuselwitz in Thüringen bis 8 cm gemeldet. Im Raum Zwickau zerbrachen Hagelkörner bis 7 cm Durchmesser Autoscheiben und zerbeulten.
Von Hessen bis Brandenburg verursachte der Hagel große Schäden in der Landwirtschaft; am 7. im westlichen Niedersachsen und auf der Schwäbischen Alb; am 8. in Lindenberg; am 9. im Bayerischen Wald; am 13. in der Uckermark; am 19. am Rhein. Aus Köln wurden Korndurchmesser bis 1.5 cm gemeldet; am 24. wurde Hagel am Bodensee beobachtet. Im August gab es fünf bestätigte Tornados. Am 7. beschädigte ein Tornado bei Frille in Nordrhein-Westfalen Dächer und riss Bäume um.
Am 19. wurde einer von St. Peter-Ording aus über der Nordsee beobachtet. Ein weiterer zog eine 8 km lange Schneise bei Pommertshausen in Baden-Württemberg und hinterließ umgeknickte Bäume sowie abgedeckte Dächer. Dabei flogen Dachteile bis zu 1.5 km weit. Getroffen wurde u.a. ein Campingplatz bei Abtsgemünd. Dort stürzten Wohnwagen um, zerrissen Zelte und 27 Personen wurden verletzt - meist Kinder eines Jugendzeltlagers. Aus dem Hammerschmiedesee wurde ein Boot rund 60 m an Land geschleudert. Am 20. wurden zwei Tornados, einer bei Helgoland über der Nordsee und ein weiterer nördlich von Wilhelmshaven über der Jademündung, beobachtet.

