Wie immer
Donnerstag, 01. Mai 2014, 10:56 Uhr
Über die vergangenen Jahre hinweg gleicht eine 1.-Mai-Kundgebung der anderen. Parteien, Gewerkschaften und Vereine sind mit dabei und: einige interessierte Bürgerinnen und Bürger...
Wir immer stand ein gemieteter und zur Bühne umfunktionierter Lkw auf dem Nordhäuser Rathausplatz, wie immer waren Less People aus Bleicherode für den musikalischen Part zuständig. Neu war in diesem Jahr die Begrüßung. Die nahm die neue Kreisverbandsvorsitzende des DGB, Birgit Wegner, vor.
Hauptrednerin des Vormittags war Gabriele Quensel, verdi-Mitglied und Gesamtbetriebsratschefin. Die Dame hielt eine kämpferische Rede, den Fokus auf den Mindestlohn, die anstehenden Betriebsratswahlen, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit bei Männern und Frauen, die Verteufelung der Leiharbeit oder den Missbrauch von Werkverträgen gerichtet.
Quensel deklarierte die Minijobs als den Ausgang für Altersarmut und verlangte von der Politik, hier endlich Gesetzlichkeiten zu schaffen, damit Minijobber (vorwiegend Frauen) am Ende ihrer Berufsjahre eine Rente zu Leben und nicht nur zum Überleben bekommen können.
Natürlich dürfen auch die Steuern nicht am 1. Mai in Nordhausen fehlen, immer mit dem Verweis auf die Superreichen in diesem Land, die nicht zur Kasse gebeten werden. Zum Schluss der unvermeidliche rhetorische Abstecher zur bevorstehenden Europawahl - da aber hörten viele der Feier-Gäste schon nicht mehr zu und Less People übernahmen die Hoheit auf dem Bühnen-Lkw.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redWir immer stand ein gemieteter und zur Bühne umfunktionierter Lkw auf dem Nordhäuser Rathausplatz, wie immer waren Less People aus Bleicherode für den musikalischen Part zuständig. Neu war in diesem Jahr die Begrüßung. Die nahm die neue Kreisverbandsvorsitzende des DGB, Birgit Wegner, vor.
Hauptrednerin des Vormittags war Gabriele Quensel, verdi-Mitglied und Gesamtbetriebsratschefin. Die Dame hielt eine kämpferische Rede, den Fokus auf den Mindestlohn, die anstehenden Betriebsratswahlen, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit bei Männern und Frauen, die Verteufelung der Leiharbeit oder den Missbrauch von Werkverträgen gerichtet.
Quensel deklarierte die Minijobs als den Ausgang für Altersarmut und verlangte von der Politik, hier endlich Gesetzlichkeiten zu schaffen, damit Minijobber (vorwiegend Frauen) am Ende ihrer Berufsjahre eine Rente zu Leben und nicht nur zum Überleben bekommen können.
Natürlich dürfen auch die Steuern nicht am 1. Mai in Nordhausen fehlen, immer mit dem Verweis auf die Superreichen in diesem Land, die nicht zur Kasse gebeten werden. Zum Schluss der unvermeidliche rhetorische Abstecher zur bevorstehenden Europawahl - da aber hörten viele der Feier-Gäste schon nicht mehr zu und Less People übernahmen die Hoheit auf dem Bühnen-Lkw.
Peter-Stefan Greiner















