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„Paragrafen-Lotsen“ ziehen Bilanz

Dienstag, 06. Mai 2014, 14:07 Uhr
„Paragraphen-Lotsen“ der Gewerkschaft stark gefragt: Bei Streitigkeiten mit Chefs oder Behörden haben die Rechtsberater der IG BAU Nordthüringen im vergangenen Jahr in rund 620 Fällen Rat und Unterstützung gewährt...

Rechtsberatung (Foto: IG Bau) Rechtsberatung (Foto: IG Bau)

Das Spektrum der juristischen Unterstützung für die Beschäftigten aus dem Kreis Nordhausen und der Region war dabei äußerst vielfältig.

Es reichte nach Angaben der Gewerkschaft von Fragen zu Abmahnungen, Kündigungen oder Zeugnisformulierungen über verspätet oder gar nicht gezahlte Löhne und vorenthaltenem Urlaubsgeld bis zu fehlerhaften Hartz-IV-Bescheiden. Zusätzlich sorgten Fragen zu Rentenberechnungen, Krankenkassenleistungen und zur Unfallversicherung für volle Terminkalender der Rechtsberater.

„Gerade auf dem Bau, bei Dachdeckern, Malern- und Lackierern, ebenso im Gerüstbau oder der Baustoffindustrie steckt viel Konfliktpotenzial. Auch in der Gebäudereinigung sowie bei den Floristen und im Garten- und Landschaftsbau gibt es immer wieder rechtliche Probleme, bei denen wir den Kollegen helfen können“, sagt Harry Winge. Mit Arbeitnehmerrechten werde hier oft „sehr kreativ umgegangen“, beschreibt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordthüringen die „mitunter sehr dreisten Versuche der Chefs, sich an Recht und Gesetz vorbeizumogeln.“

Da sei sachkundige Unterstützung der Beschäftigten oft dringend nötig. „Aber auch beim Versuch, sich im Umgang mit Behörden im Paragrafen-Dschungel zurechtzufinden, bieten die Berater oft unverzichtbare Orientierungshilfe. Nur so können Ratsuchende das bekommen, was ihnen dem Gesetz nach zusteht“, so Winge.

Termine für die Rechtsberatung können vereinbart werden im IG BAU-Büro in Nordhausen (Telefon: 03631 – 60 850).
Autor: red

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