nnz-online
Benefizkonzert in Elende

Der Maestro schwang das Tanzbein

Montag, 21. September 2015, 14:42 Uhr
Die Kirchenbänke der St. Marien-Kirche zu Elende hatten sich am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle waren gekommen, um den Klängen der Südharz Sinfonietta zu lauschen. Unter der Leitung von Herr Lopez de Vergara spielten sie mit ihrem Benefizkonzert 450 Euro an Spenden zu Gunsten der Wegekapelle Elende ein...

Sieben Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Bleicherode zeigten bei diesem Konzert ihr Können und dies obwohl sie bereits am Vortrag im Großeinsatz waren.

Das Pädagogikum in Bad Sachsa hatte sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Die Streicher beider Schulen treten seit mehreren Jahren gemeinsam unter dem Namen Südharz Sinfonietta auf.

Von höfischer Musik über Jazz bis zu Filmmusiken reichte an diesem Sonntag das Repertoire. Als besondere Einlage spielte Laurenz Lindner ein Solo auf der Klarinette. Und als besondere Einlage, der ungewöhnlichen Art, bat der Maestro höchstselbst, die Vorsitzende des Förderkreises zum Tanz in der Kirche. Mit klaren Anweisungen und sicherem Tanzschritt dirigierte er sie zu den Klarinettenklängen durch die Kirche – sehr zum Vergnügen der Zuschauer und Musiker. Und bereits bei der schottischen Ecossaise hatte sich Herr Lopez de Vergara nicht gescheut vorzuführen, wie Schotten tänzerisch „ausflippen“.

Benefizkonzert in Elende - 450 Euro für die Kapelle eingespielt (Foto: Regina Englert) Benefizkonzert in Elende - 450 Euro für die Kapelle eingespielt (Foto: Regina Englert)

So gab es reichlich Gesprächsstoff am Buffet, mit den im Anschluss servierten Häppchen und Torten. Das Kuchenbuffet wurde wieder einmal von den Jungs der Wohngruppe Elende und ihren Erziehern unterstützt. Dieses Mal mit Äpfeln aus dem Elender „Spettelgarten“.
Ein Name, der dem Park rund um die Wegekapelle, auch zukünftig erhalten bleibt. Der Wettbewerb, der einen Namen für die Park erbringen sollte, fand am Sonntag seinen Abschluss. Mit großem Abstand wählte die Jury den Vorschlag von Daniela Stöcker – „Spettelgarten“. Als ehemalige Elenderin stand dieser althergebrachte Name für sie außer Diskussion.

Und so sahen es letztlich auch die Mitglieder der Jury, die aus Besuchern am Tag des offenen Denkmals, aus Mitgliedern des Förderkreises und den Mitgliedern des Vorstands der Hospitalstiftung bestand. Die Namenswahl traf bei den Elendern auf große Erleichterung, nun bleibt ihnen ihr „Spettelgarten“ erhalten. Das Spettel ist das Gebäude gegenüber der Kapelle und der Garten würde schon früher von seinen Bewohnern gepflegt.
Und so gingen letztlich alle zufrieden, bestens unterhalten und mit wohlig gesättigtem Gefühl im Bauch nach Hause. Von Herzen Dank den Musikern und den Spendern, es war ein wunderbarer Tag, der die Sanierung der Wegekapelle ein schönes Stück weitergebracht hat.
Regina Englert, Vorsitzende des Förderkreises Wegekapelle Elende
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de