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Richtkrone über dem Altendorf

SWG feiert Richtfest in der Schärfgasse

Mittwoch, 30. September 2015, 13:15 Uhr
Im Bereich der Nordhäuser Schärfgasse ist am Mittag Richtfest gefeiert worden. Hier sollen künftig moderne Wohnungen in alten Gemäuern entstehen. Bauherr ist die kommunale Wohnungsbaugesellschaft...

Der letzte Nagel (Foto: nnz) Der letzte Nagel (Foto: nnz) Sylke Stolze, Mitarbeiterin der SWG, haute den entscheidenden Nagel in die Dachbalken

„Wir werden in den kommenden Monaten entscheidende Impulse im historischen Stadtteil bekommen. Denn im Frühjahr wird in Sichtweite des Rosenmühlen-Areals unsere Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) den Bereich Schärfgasse/Altendorf aus dem Dornröschenschlaf holen und zu einem sehens- und lebenswerten Wohnquartier entwickeln. Zugleich könnte es mit dem diesem Projekt zu einer teilweisen Öffnung des historischen Mühlgrabens kommen“, so Dr. Zeh im Jahr 2013.

Die SWG hatte für dieses Projekt insgesamt rund 2,5 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen müssen, der weitaus größere Anteil wird über zinsgünstige Darlehen finanziert“. Das kommunale Unternehmen komme so erneut seiner Gemeinwohl-Verpflichtung für die Stadt nach. Die Altstadt gehört damit zugleich zu jenen Stadtteilen, in den die größten Investitionssummen geflossen sind.

Das Bauprojekt sieht die Sanierung der Fachwerkhäuser an der Schärfgasse 3 und am Altendorf 29 vor mit einem ergänzenden Neubau an der Grundstücksecke Schärfgasse/Bingerhof. Insgesamt entstehen 32 Mietwohnungen, davon 2 Wohnungen behindertengerecht und 13 Wohnungen barrierefrei.

Die Gebäudegruppe Altendorf 29 soll, so ist es vorgesehen, weitestgehend erhalten und denkmalgerecht saniert. Es entstehen dadurch sehr unterschiedliche Wohnungstypen und Grundrisse. Dies trägt zu einer guten Mischung der Bewohnerstruktur bei. Neben einem Loft in der alten Brennerei für junge und junggebliebene Menschen gibt es ein Reihenhaus über zwei Geschosse. Private kleine Gärten im Erdgeschoss oder Terrassen und Loggien ergänzen die Wohnqualität.

Zimmermann Gert Huke verliest den Richtspruch (Foto: nnz) Zimmermann Gert Huke verliest den Richtspruch (Foto: nnz)
Saniert werde nach Denkmalschutz-Vorgaben. Die Wohnungen werden soweit wie möglich mit natürlich belichteten und belüfteten Bädern ausgestattet. Modernes, zeitgemäßes Wohnen verlangt heute auch zum Wohn- und Essbereich offene Küchen – auch das wird durch entsprechende Grundrissvarianten möglich. Jede Wohneinheit erhält Abstellräume, die teilweise in die Freianlagen integriert werden. Ein Treppenhaus im Altbau Schärfgasse wird mit einem Fahrstuhl ausgestattet, um einen größeren Anteil alten- und behindertengerechtem Wohnen zu ermöglichen.

Die Baulücke, und damit der fehlende Raumabschluss entlang der Schärfgasse zur Straße Bingerhof, wird mit einem Neubau über Eck geschlossen. Mit diesem Gebäude wird der Straßenraum im Altstadtmaßstab wiedergewonnen. Bildet im Süden der Altbau Altendorf 29 den historischen Raumabschluss zum Mühlgraben, so übernimmt im Norden der Neubau diese Funktion. Dieser wird in Passivhausbauweise konzipiert. Auch dieses Haus wird mit einem Fahrstuhl ausgestattet.

Das Grundstück mit einer Ausdehnung von ca. 90 Meter in Nord-/Südrichtung und rund 25 Meter in der Breite grenzt an der Westseite in seiner Längsausdehnung genau an die Parzelle des verschütteten Mühlgrabens.

Im nächsten Jahr sollen die Mieter hier einziehen. Ihnen stehen Wohnflächen zwischen 55 und 125 Quadratmeter zur Verfügung. Laut SWG gibt es bereits über 150 Bewerbungen für die Wohnungen.
Autor: red

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