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Für den Nachwuchs beginnt das Studentenleben

Auf der Woge des Wissens reiten

Montag, 05. Oktober 2015, 13:23 Uhr
Das Audimax war krachend voll, im Saal, auf der Empore und bis hinaus auf den Flur drängte sich heute die neue Nordhäuser Akademikergeneration. Zur traditionellen Begrüßung gab es nicht nur jede Menge Ratschläge, sondern auch einen Preis...

Die Neuen auf dem Campus (Foto: Tina Bergknapp/HSN) Die Neuen auf dem Campus (Foto: Tina Bergknapp/HSN)

Über 590 Neuzugänge konnte man sich heute an der Hochschule Nordhausen freuen. 40 Masterstudenten und 550 "Erstis", frische Erstsemester, begannen heute ihre akademische Laufbahn.

Den übergroßen Teil werden sich in den Fachbereich Wirtschaft- und Sozialwissenschaften stürzen. Nur 105 Nachwuchswissenschaftler interessieren sich für die Ingenieurswissenschaften.

Traditionell gab es zum Studienbeginn Ratschläge von den "älteren Semestern". Den Anfang machte Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner. Die frischen Studenten wären an einer guten Hochschule gelandet und könnten Stolz auf ihre Entscheidung sein. Er riet den versammelten Studierenden von Anfang an "auf der Woge des Wissens" zu schwimmen, die Vorlesungen zu besuchen und auch zu zuhören, Netzwerke zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. "Lernen sie die Stadt kennen, sie wird für die nächsten Jahre ihre Heimat sein", riet Wagner und auch die Internationalität sollte man im Blick haben, an den internationalen Wochen aktiv teilnehmen und vielleicht auch ein Auslandssemester an einer der 60 Partnerhochschulen zu absolvieren.

Volles Haus im Audimax - an der Nordhäuser Hochschule wurden heute die Neuzugänge immatrikuliert (Foto: Angelo Glashagel) Volles Haus im Audimax - an der Nordhäuser Hochschule wurden heute die Neuzugänge immatrikuliert (Foto: Angelo Glashagel)

Für die Region und die Stadt hatte Landrat Matthias Jendricke ein paar Ratschläge parat. Man sollte "auch nicht nur ans Studium denken". Die Stadt sei zwar vergleichsweise klein, das bedeute aber auch kurze Wege und biete für ihre Größe viel zu entdecken, wie das Theater, die Kiesgewässer oder auch den Harz vor der Haustür. Die Wirtschaft biete zudem gute Chancen, man stehe vor einem Generationswechsel und auch die Flüchtlingskrise bringe für den sozialen Bereich ein riesieges Aufgabenfeld mit sich.

Der Dekan des Fachbereichs Wirtschaft- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Stefan Zaradnik, stieg auch hier ein und hatte reichlich Zahlen mitgebracht. Statistisch gesehen sei die Arbeitslosenrate unter Akademikern am geringsten. Zudem würden bis 2040 rund 10 Mio. Menschen in den Ruhestand gehen. Also jede Menge Raum für einen Generationswechsel.

Angelina Chantraine bekam für ihr Engagement die Auszeichnung des DAAD (Foto: Angelo Glashagel) Angelina Chantraine bekam für ihr Engagement die Auszeichnung des DAAD (Foto: Angelo Glashagel) Bevor man die ersten Schritte auf dem neuen Campus durfte sich noch eine besonders engagierte Studentin freuen. Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD ging an Angelina Chantraine aus Belgien. Die junge Frau spricht mehrere Sprachen, hatte 2011 das Abitur in Belgien abgelegt und war danach nicht gleich an die Universität geeilt, sondern hatte internationale Erfahrungen, war Jugendbotschafterin, Pralinenverkäuferin und AuPair-Mädchen in Italien. Im Studium brachte sie nicht nur beste Leistungen sondern engagierte sich ehrenamtlich in der Abendschule und dem Studienkolleg. 1000 Euro gab es für die junge Studentin, kein schlechter Preis für jemanden, der sich im studentischen Leben schon eine Weile auskennt. Alle anderen werden sich erst einmal anstrengen müssen, die Schule ist vorbei.
Angelo Glashagel
Autor: red

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