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Auf Fress-Tour

Montag, 21. Juni 2004, 12:10 Uhr
Auf Fress-Tour (Foto: nnz) Auf Fress-Tour (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). In den Thüringer Wäldern ist derzeit der Borkenkäfer auf Fress-Tour. Auch um den Landkreis Nordhausen macht das kleine „Tierchen“ keinen Bogen. Wieviel Bäume im Leimbacher Wald vernichtet wurden, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.



Durch den Befall von Kupferstecher und Buchdrucker, beide aus der Gattung Borkenkäfer, haben in diesem Jahr schon rund 40 Nadelbäume im Rittertal und Haselai im Leimbacher Wald gefällt werden müssen, sagte jetzt Axel Axt, Forst- und Baumschutzverantwortlicher der Stadt Nordhausen. Auf Grund der gegenwärtigen niedrigen Temperaturen und höheren Niederschläge sei der Befall in diesem Jahr zwar nicht so hoch wie im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres, doch ein Verlust hauptsächlich an Fichten sei trotzdem zu verzeichnen.

Nur das sofortige Fällen und aus dem Wald entfernen, helfe hier, erläutert der Fachmann. Und bei erkennbarem Neubefall müsse diese Maßnahme sofort wiederholt werden. Er schätzt aber ein, dass bei einer durchschnittlichen Wasserversorgung, welche durch die momentane Wetterlage gegeben ist, die Fichten einen Neubefall mit hoher Wahrscheinlichkeit abwehren können. Bis August könne es jedoch zu einem weiteren Befall durch die Borkenkäfer kommen. Deshalb bekämpfe man die Schädlinge auch gleichzeitig mit Borkenkäferfallen und sogenannten Fangbäumen.

Im vorigen Jahr wurden in ganz Deutschland über 340.000 Festmeter Fichtenholz durch die Borkenkäfer befallen. Der abgestorbene und gefällte Baum kann jedoch trotzdem noch verkauft werden, allerdings zu deutlich geringeren Preisen.
Autor: nnz

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