Menü zur Prüfung
Dienstag, 22. Juni 2004, 16:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Viele Köche verderben den Brei. Ein falsches Sprichwort, wie das heutige Prüfungskochen der IHK bewies. Sechs verschiedene Gerichte aus den selben Zutaten wurden serviert. Das Kochduell im Fernsehen ist nichts dagegen, wie nnz feststellen durfte.
Die Industrie und Handelskammer hatte eingeladen zum Prüfungsessen. Sechs junge Köche und sechs angehende Restaurantfachleute stellten sich den kritischen Gästen.
Menü zur Prüfung (Foto: nnz)
Ein dreigängiges Menü mußte zubereitet werden. Ab 8.00 Uhr standen die zukünftigen Köche an Töpfen und Pfannen. Ihre Aufgabe war es aus einem vorgegebenen Warenkorb etwas schmackhaftes herzustellen. Die jungen Leute wußten im Voraus, daß Fisch und Lamm auf dem Plan standen und hatten lange genug Zeit ein Menü vorzubereiten. Es sollte nicht nur gut schmecken, sondern auch so aussehen.
Dem Autor wurde zuerst ein Matjesfilet auf Apfelstroh vorgesetzt, was sehr gut schmeckte. Das Hauptgericht, geschmorte Lammkeule auf Wildreis mit grünen Bohnen, traf eher weniger den Geschmack, aber auch andere geladene Gäste waren keine Fans von Schaffleisch. Im nächsten Jahr will die IHK Zutaten auswählen, die allgemein mehr Zustimmung finden. Ein egoistischer Vorschlag seitens des nnz- Redakteurs: Heilbutt in Bierteig wäre lecker. Der Nachtisch mit Eis und Erdbeeren passend zur Jahreszeit kam jedoch sehr gut an, übrigens bei allen Testessern.
Den Service hatten sechs Restaurantfachleute übernommen. Sie waren sogar schon seit 7.00 Uhr auf den Beinen, um die Tische schön herzurichten und die Speisekarten zu gestalten. Die Gäste wurden höflich und zuvorkommend bedient. Sogar Wein wurde fachgerecht serviert, ein 2002 Kerner Spätlese trocken. Weinkunde ist ein besonderes Fachgebiet, dem Rita Tölle vom Neustädter Hof als Prüferin große Aufmerksamkeit schenkt. Drei Tage wurden die jungen Leute auf das Fachgebiet in einem speziellen Seminar vorbereitet.
Im Anschluß an das Prüfungsmenü mußten sich die Auszubildenden einem rund 20 minütigen Prüfungsgespräch stellen. Die Restaurantfachleute hatten die Aufgabe eine Feier nach Kundenwunsch auszugestalten. Dazu gehört es Menüfolge, Tischdekoration, Musik usw. vorzuschlagen und eine Preiskalkulation durchzuführen.
Die drei vergangenen Jahre haben sich für die zwölf Prüflinge gelohnt, sie haben nämlich alle bestanden. Rezepte zum Nachkochen kann die nnz leider nicht bieten, aber Sie können die Köche in Restaurants aus der Region antreffen. Vielleicht lassen sie Sie dann mehr als nur in die Speisekarte schauen.
Autor: wfDie Industrie und Handelskammer hatte eingeladen zum Prüfungsessen. Sechs junge Köche und sechs angehende Restaurantfachleute stellten sich den kritischen Gästen.
Menü zur Prüfung (Foto: nnz)
Ein dreigängiges Menü mußte zubereitet werden. Ab 8.00 Uhr standen die zukünftigen Köche an Töpfen und Pfannen. Ihre Aufgabe war es aus einem vorgegebenen Warenkorb etwas schmackhaftes herzustellen. Die jungen Leute wußten im Voraus, daß Fisch und Lamm auf dem Plan standen und hatten lange genug Zeit ein Menü vorzubereiten. Es sollte nicht nur gut schmecken, sondern auch so aussehen. Dem Autor wurde zuerst ein Matjesfilet auf Apfelstroh vorgesetzt, was sehr gut schmeckte. Das Hauptgericht, geschmorte Lammkeule auf Wildreis mit grünen Bohnen, traf eher weniger den Geschmack, aber auch andere geladene Gäste waren keine Fans von Schaffleisch. Im nächsten Jahr will die IHK Zutaten auswählen, die allgemein mehr Zustimmung finden. Ein egoistischer Vorschlag seitens des nnz- Redakteurs: Heilbutt in Bierteig wäre lecker. Der Nachtisch mit Eis und Erdbeeren passend zur Jahreszeit kam jedoch sehr gut an, übrigens bei allen Testessern.
Den Service hatten sechs Restaurantfachleute übernommen. Sie waren sogar schon seit 7.00 Uhr auf den Beinen, um die Tische schön herzurichten und die Speisekarten zu gestalten. Die Gäste wurden höflich und zuvorkommend bedient. Sogar Wein wurde fachgerecht serviert, ein 2002 Kerner Spätlese trocken. Weinkunde ist ein besonderes Fachgebiet, dem Rita Tölle vom Neustädter Hof als Prüferin große Aufmerksamkeit schenkt. Drei Tage wurden die jungen Leute auf das Fachgebiet in einem speziellen Seminar vorbereitet.
Im Anschluß an das Prüfungsmenü mußten sich die Auszubildenden einem rund 20 minütigen Prüfungsgespräch stellen. Die Restaurantfachleute hatten die Aufgabe eine Feier nach Kundenwunsch auszugestalten. Dazu gehört es Menüfolge, Tischdekoration, Musik usw. vorzuschlagen und eine Preiskalkulation durchzuführen.
Die drei vergangenen Jahre haben sich für die zwölf Prüflinge gelohnt, sie haben nämlich alle bestanden. Rezepte zum Nachkochen kann die nnz leider nicht bieten, aber Sie können die Köche in Restaurants aus der Region antreffen. Vielleicht lassen sie Sie dann mehr als nur in die Speisekarte schauen.
