Wahlsieger steht fest
Mittwoch, 23. Juni 2004, 23:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Keine Angst, Sie haben nicht verschlafen, die Kommunalwahlen sind erst am Sonntag. Heute Abend wurde aber der Nachfolger von Superintendent Curt Stauss gewählt. Den Wahlvorgang hat nnz exklusiv für Sie begleitet.
Ein Mann oder eine Frau, das sah durchaus nach Geschlechterkampf aus. Inhaltlich boten beide Kandidaten etwas, sympathisch schienen sie auch.
Zur Wahl stand einmal die Pfarrerin Christiane Urban. Sie ist 42 Jahre alt, seit 10 Jahren Pfarrerin und gelernte Wirtschaftskauffrau. In Karsdorf im Kirchenkreis Naumburg-Zeitz befindet sich ihre Gemeinde. Am 19. Juni hatte sie Gelegenheit sich den Südharzern vorzustellen.
Wahlsieger steht fest (Foto: nnz)
Ebenfalls beworben hatte sich Pfarrer Michael Bornschein aus Menteroda. Er ist 43 Jahre, verheiratet und hat zwei Töchter. Gelernt hat er Maschinenschlosser, bevor er Theologie studieren konnte. Ihn reizt es besonders neue Leute kennenzulernen und an einer neuen Aufgabe zu wachsen.
Die Kandidaten waren jeder in einem Gottesdienst in der Frauenbergkirche zu erleben. Heute stellten sie sich den 60 Wahlberechtigten noch einmal kurz vor und hatten auch Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.
Die Wahl fand dann geheim statt. Im ersten Wahlgang fiel gleich die Entscheidung. Sonst hätten noch zwei weitere Wahlgänge nach einem komplizierten System stattfinden müssen. 60 Wahlberechtigte aus den Gemeinden und von den hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeitern durften wählen. Der Sieger mußte 31 Stimmen auf sich vereinen.
34 Stimmen hat er dann bekommen, der Pfarrer Michael Bornschein aus Menteroda. Er konnte das Glück seiner Wahl kaum fassen und hielt eine kurze Dankesansprache. Darin betonte er, daß er die Aufgabe gern übernehmen möchte, auch wenn sie besonders für seine Familie eine große Umstellung bedeuten wird.
Die Themen, die ihm wichtig sind, erfuhren die evangelischen Christen im Gespräch. Die Grundschule möchte Bornschein erhalten, denn er ist seit 14 Jahren als Religionslehrer tätig. Kinder an den Glauben heranzuführen gefällt ihm gut. Da er aus der Thüringischen Landeskirche kommt, kann er viel für das Verständnis zwischen den der Landeskirche und der Kirchenprovinz Sachsen beitragen. Brücken bauen zwischen den Gemeinden und deren verschiedenen Interessen will er, außerdem frischen Wind in die Kirchen bringen.
Christine Urban nahm ihre Niederlage sportlich. Sie griff ebenfalls zum Mikrophon und wünschte dem gewählten Kollegen alles Gute. Sie wird in Naumburg-Zeitz bleiben. Dort wollten sie die Gemeindemitglieder ohnehin nicht gern gehen lassen.
"Herr erneuere die Kirche, und fange bei mir an." das ist das Motto von Pfarrer Bornschein. In Nordhausen hat er die Chance neu anzufangen. Die Synode muß nur noch beschließen, wann seine Amtszeit eigentlich beginnt.
Autor: wfEin Mann oder eine Frau, das sah durchaus nach Geschlechterkampf aus. Inhaltlich boten beide Kandidaten etwas, sympathisch schienen sie auch.
Zur Wahl stand einmal die Pfarrerin Christiane Urban. Sie ist 42 Jahre alt, seit 10 Jahren Pfarrerin und gelernte Wirtschaftskauffrau. In Karsdorf im Kirchenkreis Naumburg-Zeitz befindet sich ihre Gemeinde. Am 19. Juni hatte sie Gelegenheit sich den Südharzern vorzustellen.
Wahlsieger steht fest (Foto: nnz)
Ebenfalls beworben hatte sich Pfarrer Michael Bornschein aus Menteroda. Er ist 43 Jahre, verheiratet und hat zwei Töchter. Gelernt hat er Maschinenschlosser, bevor er Theologie studieren konnte. Ihn reizt es besonders neue Leute kennenzulernen und an einer neuen Aufgabe zu wachsen.Die Kandidaten waren jeder in einem Gottesdienst in der Frauenbergkirche zu erleben. Heute stellten sie sich den 60 Wahlberechtigten noch einmal kurz vor und hatten auch Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.
Die Wahl fand dann geheim statt. Im ersten Wahlgang fiel gleich die Entscheidung. Sonst hätten noch zwei weitere Wahlgänge nach einem komplizierten System stattfinden müssen. 60 Wahlberechtigte aus den Gemeinden und von den hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeitern durften wählen. Der Sieger mußte 31 Stimmen auf sich vereinen.
34 Stimmen hat er dann bekommen, der Pfarrer Michael Bornschein aus Menteroda. Er konnte das Glück seiner Wahl kaum fassen und hielt eine kurze Dankesansprache. Darin betonte er, daß er die Aufgabe gern übernehmen möchte, auch wenn sie besonders für seine Familie eine große Umstellung bedeuten wird.
Die Themen, die ihm wichtig sind, erfuhren die evangelischen Christen im Gespräch. Die Grundschule möchte Bornschein erhalten, denn er ist seit 14 Jahren als Religionslehrer tätig. Kinder an den Glauben heranzuführen gefällt ihm gut. Da er aus der Thüringischen Landeskirche kommt, kann er viel für das Verständnis zwischen den der Landeskirche und der Kirchenprovinz Sachsen beitragen. Brücken bauen zwischen den Gemeinden und deren verschiedenen Interessen will er, außerdem frischen Wind in die Kirchen bringen.
Christine Urban nahm ihre Niederlage sportlich. Sie griff ebenfalls zum Mikrophon und wünschte dem gewählten Kollegen alles Gute. Sie wird in Naumburg-Zeitz bleiben. Dort wollten sie die Gemeindemitglieder ohnehin nicht gern gehen lassen.
"Herr erneuere die Kirche, und fange bei mir an." das ist das Motto von Pfarrer Bornschein. In Nordhausen hat er die Chance neu anzufangen. Die Synode muß nur noch beschließen, wann seine Amtszeit eigentlich beginnt.
