Drogen auf der Überholspur
Montag, 12. Juli 2004, 09:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor allem an den Wochenenden liest man es in Polizeiberichten: Kraftfahrer sind unter Drogeneinfluß unterwegs. Über den Trend, über Altersgruppen und die Gefährlichkeit hat sich die nnz mit der Polizei in Nordhausen unterhalten.
Es war in Nacht von Samstag zu Sonntag. Die Beamten der Nordhäuser Polizeiinspektion kontrollierten in der Halleschen Straße ein Auto. Der 22jährige Fahrer war augenscheinlich nicht mehr Herr seiner Sinne und seines Autos. Doch auf den Augenschein können sich die Beamten nicht verlassen. Sie greifen zum so genannten Drug-Wipe-Test. Das ist ein Papierblättchen, das mit Schweiß oder Speichel des zu Kontrollierenden befeuchtet wird. Binnen weniger Sekunden zeigt das Papier an, ob der Fahrer unter Einwirkung von Drogen stand oder nicht. Es zeigt sogar die Drogenart an. Im Fall des 22jährigen aus Nordhausen war das Ergebnis sogar eine Mischung aus Cannabis und Amphetaminen. Der junge Mann hatte einen besonders gefährlichen Cocktail zu sich genommen.
Das Auto musste er stehen lassen, dafür wurde er zum Südharz-Krankenhaus gebracht. Hier wird sein Blut noch einmal genauer untersucht. Das Ergebnis der Analyse ist letztlich Grundlage für weitere Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Am zurückliegenden Wochenende war der Vorfall in der Halleschen Straße kein Einzelfall – weitere Fahrten unter Drogen mussten in Sollstedt sowie in der Frankestraße in Nordhausen unterbunden werden.
Der Trend in punkto Fahren unter Drogen zeigt seit mehreren Jahren nach oben. Betroffen sind nach Angaben von Polizei-Pressesprecher Thomas Soszynski in erster Linie die so genannten jungen Fahrer. Das sind Fahrzeugführer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Bislang haben Verkehrssicherheitsprogramme in dieser Richtung kaum gegriffen, sie sollen deshalb in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Die Polizei ist bei dieser Prävention Partner der Kreisverkehrswacht in Nordhausen.
Letztlich aber muß sich jeder Drogenkonsument im Klaren darüber sein, in welche Gefahr er sich beim Fahren unter Drogen begibt. Und vor allem: Welche Gefahr er für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.
Autor: nnzEs war in Nacht von Samstag zu Sonntag. Die Beamten der Nordhäuser Polizeiinspektion kontrollierten in der Halleschen Straße ein Auto. Der 22jährige Fahrer war augenscheinlich nicht mehr Herr seiner Sinne und seines Autos. Doch auf den Augenschein können sich die Beamten nicht verlassen. Sie greifen zum so genannten Drug-Wipe-Test. Das ist ein Papierblättchen, das mit Schweiß oder Speichel des zu Kontrollierenden befeuchtet wird. Binnen weniger Sekunden zeigt das Papier an, ob der Fahrer unter Einwirkung von Drogen stand oder nicht. Es zeigt sogar die Drogenart an. Im Fall des 22jährigen aus Nordhausen war das Ergebnis sogar eine Mischung aus Cannabis und Amphetaminen. Der junge Mann hatte einen besonders gefährlichen Cocktail zu sich genommen.
Das Auto musste er stehen lassen, dafür wurde er zum Südharz-Krankenhaus gebracht. Hier wird sein Blut noch einmal genauer untersucht. Das Ergebnis der Analyse ist letztlich Grundlage für weitere Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Am zurückliegenden Wochenende war der Vorfall in der Halleschen Straße kein Einzelfall – weitere Fahrten unter Drogen mussten in Sollstedt sowie in der Frankestraße in Nordhausen unterbunden werden.
Der Trend in punkto Fahren unter Drogen zeigt seit mehreren Jahren nach oben. Betroffen sind nach Angaben von Polizei-Pressesprecher Thomas Soszynski in erster Linie die so genannten jungen Fahrer. Das sind Fahrzeugführer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Bislang haben Verkehrssicherheitsprogramme in dieser Richtung kaum gegriffen, sie sollen deshalb in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Die Polizei ist bei dieser Prävention Partner der Kreisverkehrswacht in Nordhausen.
Letztlich aber muß sich jeder Drogenkonsument im Klaren darüber sein, in welche Gefahr er sich beim Fahren unter Drogen begibt. Und vor allem: Welche Gefahr er für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.
