nnz-online

Gut geprobt ist halb gelöscht

Freitag, 16. Juli 2004, 18:37 Uhr
Gut geprobt ist halb gelöscht (Foto: nnz) Gut geprobt ist halb gelöscht (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Üben, üben und nochmals üben – das gilt vor allem für die Freiwilligen Feuerwehren in Nordhausen. Heute wurde ein Zimmerbrand geprobt und trotz Übung kamen die Kameraden ganz schön ins Schwitzen.


Feuer in einem Wohnblock in der Straße am Rossmannsbach 17: Alle neun Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nordhausen und der Ortsteile sind heute gegen 17.30 Uhr zu einer Großübung in den Stadtteil Nordhausen-Ost gerufen worden. Helmut Neblung, Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr: "Die Kameraden, die in vier Löschzüge aufgeteilt werden, müssen im 2. Stock des leerstehenden Hauses einen Wohnungsbrand bekämpfen, eine vermisste Person finden und retten.

Die Schwierigkeit dabei: Wir simulieren, dass die Löschwasserversorgung über die Hydranten ausgefallen ist - das Wasser muss also aus dem knapp 100 Meter entfernten Rossmannsbach zum Brandort gebracht werden." Die Kameraden müssten sowohl mit Hilfe von Leitern von außen über den Balkon zum Feuer vordringen als auch von innen über das Treppenhaus. "Bei der Übung wird es eine starke Rauchentwicklung geben - die Männer werden unter schwerem Atemschutz arbeiten."

Die Kameraden wurden über Sirene bzw. Funkempfänger von der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr aus alarmiert. "Mit der Übung wollen wir auch ermitteln, wie viel der insgesamt 60 freiwillige Kameraden im Einsatzfall zur Verfügung stehen, ob sie die Anfahrt zum Brandort in der geschlossenen Zugformation beherrschen und ob sie die Funkverbindung halten können", sagte Neblung. Die Übung, die in vier Etappen ausgetragen wird, werde voraussichtlich gegen 21 Uhr beendet sein.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de