Verwalter auf die Schulbank
Donnerstag, 29. Juli 2004, 12:03 Uhr
Nordhausen (nnz). In den kommenden Jahren wird sich in den Verwaltungen in Thüringen einiges ändern. Vor allem in den Bereichen, die mit Finanzen beschäftigt sind. Ein neuer Verein in Nordhausen will sich um einen reibungslosen Übergang kümmern. Die nnz hat heute nachgefragt.
Die kommunalen Verwaltungen müssen bis zum Jahr 2008 ihre Buchhaltungen auf die so genannte doppelte Buchführung umstellen. Das ist nicht so einfach getan, wie es geschrieben ist, arbeiteten die Verwalter doch bislang nach der Kameralistik. Um den Mitarbeitern der Verwaltung diesen Übergang zu erleichtern, um sie gewissermaßen fit zu machen, hat sich an der Fachhochschule Nordhausen das Akademische Zentrum für Weiterbildung Nordhausen e.V. gegründet. Dessen Mitglieder wollen mit maßgeschneiderten Angeboten das notwendige Rüstzeug vermitteln. Das erste Resultat dieser Überlegungen ist ein Weiterbildungs-Studiengang mit dem Namen Verwaltungsmanagement/Public Management.
400 Stunden umfaßt das lehrende Angebot und soll auf die besonderen Bedingungen in den öffentlichen Verwaltungen zugeschnitten sein, erläutert Prof. Dr. Jörg Arnsmeyer im Gespräch mit der nnz. Die Idee zu diesem Angebot entstand in diesem Jahr in Gesprächen mit dem Landratsamt in Nordhausen. Hier wurde ein starkes Interesse an einer solchen Weiterbildung signalisiert, das von Professoren und Dozenten der Fachhochschule gern aufgegriffen wurde. Schließlich paßt es in die eigene Philosophie der Hochschule, die Weiterbildung zu einem Schwerpunkt zu machen und dies der Region anzubieten.
Nach dem Landratsamt gab es schließlich auch Gespräche mit der Nordhäuser Stadtverwaltung. Beide großen Verwaltungen sollen angekündigt haben, die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu fördern, daß heißt, man will eventuell Studiengebühren mit tragen. Die belaufen sich für die Zeit von September bis April auf etwas mehr als 2.600 Euro. Der Unterricht soll jeweils an Freitagen und Samstagen angeboten werden. Doch nicht nur in der Nordhäuser Region streckte das Akademische Zentrum für Weiterbildung seine Fühler aus, großes Interesse an diesem Weiterbildungspaket gibt es auch aus dem Kyffhäuserkreis, vorzugsweise aus dem dortigen Landratsamt.
Und so sollen bereits ab dem 3. September die ersten Finanzverwalter die Schukbank am Weinberg in Nordhausen drücken. Der Verein, der die Infratrsuktur der Fachochschule nutzen kann, profitiert hier von den hervorrgenden räumlichen Bedingungen in den modern sanierten Gebäuden. Mit etwa 20 Studenten könnte es losgehen, gefragt sind jetzt die Verwaltungen, die ihren Mitarbeiter die Weiterbildung vor Ort schmackhaft machen müssen. Im Landratsamt sind zum Beispiel Freistellungen für den Freitagsunterricht im Gespräch.
Die kommunalen Studenten werden für die Zeit des Lernens an der Fachhochschule immatrikuliert und sie erhalten einen staatlich anerkannten Abschluß als Betriebswirt im Verwaltungsmanagement/Public Management.
Die Macher um Prof. Arnsmeyer denken aber schon jetzt weiter. Kundenorientiert wollen sie ihre fachlichen Dienstleistungen anbieten. So seien Weiterbildungen in Form verfeinerter, einzelner Module genauso möglich wie der Gang in die Verwaltungen. Wenn es Interesse aus anderen Regionen gibt, dann werden wir den Unterricht auch vor Ort abhalten, so Arnsmeyer.
Autor: nnzDie kommunalen Verwaltungen müssen bis zum Jahr 2008 ihre Buchhaltungen auf die so genannte doppelte Buchführung umstellen. Das ist nicht so einfach getan, wie es geschrieben ist, arbeiteten die Verwalter doch bislang nach der Kameralistik. Um den Mitarbeitern der Verwaltung diesen Übergang zu erleichtern, um sie gewissermaßen fit zu machen, hat sich an der Fachhochschule Nordhausen das Akademische Zentrum für Weiterbildung Nordhausen e.V. gegründet. Dessen Mitglieder wollen mit maßgeschneiderten Angeboten das notwendige Rüstzeug vermitteln. Das erste Resultat dieser Überlegungen ist ein Weiterbildungs-Studiengang mit dem Namen Verwaltungsmanagement/Public Management.
400 Stunden umfaßt das lehrende Angebot und soll auf die besonderen Bedingungen in den öffentlichen Verwaltungen zugeschnitten sein, erläutert Prof. Dr. Jörg Arnsmeyer im Gespräch mit der nnz. Die Idee zu diesem Angebot entstand in diesem Jahr in Gesprächen mit dem Landratsamt in Nordhausen. Hier wurde ein starkes Interesse an einer solchen Weiterbildung signalisiert, das von Professoren und Dozenten der Fachhochschule gern aufgegriffen wurde. Schließlich paßt es in die eigene Philosophie der Hochschule, die Weiterbildung zu einem Schwerpunkt zu machen und dies der Region anzubieten.
Nach dem Landratsamt gab es schließlich auch Gespräche mit der Nordhäuser Stadtverwaltung. Beide großen Verwaltungen sollen angekündigt haben, die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu fördern, daß heißt, man will eventuell Studiengebühren mit tragen. Die belaufen sich für die Zeit von September bis April auf etwas mehr als 2.600 Euro. Der Unterricht soll jeweils an Freitagen und Samstagen angeboten werden. Doch nicht nur in der Nordhäuser Region streckte das Akademische Zentrum für Weiterbildung seine Fühler aus, großes Interesse an diesem Weiterbildungspaket gibt es auch aus dem Kyffhäuserkreis, vorzugsweise aus dem dortigen Landratsamt.
Und so sollen bereits ab dem 3. September die ersten Finanzverwalter die Schukbank am Weinberg in Nordhausen drücken. Der Verein, der die Infratrsuktur der Fachochschule nutzen kann, profitiert hier von den hervorrgenden räumlichen Bedingungen in den modern sanierten Gebäuden. Mit etwa 20 Studenten könnte es losgehen, gefragt sind jetzt die Verwaltungen, die ihren Mitarbeiter die Weiterbildung vor Ort schmackhaft machen müssen. Im Landratsamt sind zum Beispiel Freistellungen für den Freitagsunterricht im Gespräch.
Die kommunalen Studenten werden für die Zeit des Lernens an der Fachhochschule immatrikuliert und sie erhalten einen staatlich anerkannten Abschluß als Betriebswirt im Verwaltungsmanagement/Public Management.
Die Macher um Prof. Arnsmeyer denken aber schon jetzt weiter. Kundenorientiert wollen sie ihre fachlichen Dienstleistungen anbieten. So seien Weiterbildungen in Form verfeinerter, einzelner Module genauso möglich wie der Gang in die Verwaltungen. Wenn es Interesse aus anderen Regionen gibt, dann werden wir den Unterricht auch vor Ort abhalten, so Arnsmeyer.
