Modelle und Ausbildungsplätze
Montag, 09. August 2004, 15:11 Uhr
Nordhausen (nnz). In der ersten Sitzung des Kreisausschusses diskutierten dessen Mitglieder heute unter anderem über zusätzliche Ausbildungsplätze in der Kreisverwaltung. Und dann ging es noch um ein Optionsmodell.
Das Modell erlaubt es Landkreisen und kreisfreien Städten die Bearbeitung aller Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld II in eigener Regie durchzuführen. Die Kreisverwaltung solle prüfen, ob dieses Modell auch für den Landkreis Nordhausen praktikabel wären. So forderte es die CDU-Fraktion bereits während der konstituierenden Sitzung des Kreistages. Damals wurde die Beschlußvorlage in den Kreisausschuß verwiesen.
Seitens der Kreisverwaltung machten heute deren beide Beigeordnete Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) klar, daß man in der Verwaltung an der bislang favorisierten Lösung (Arbeitsgemeinschaft mit der Arbeitsagentur) festhalten würde. Dazu seien die Gespräche mit der Agentur für Arbeit zu weit fortgeschritten, auch sei der Termin der Anmeldung eines solchen Modell zu nahe herangerückt (16.8.). Die nnz hatte bereits ausführlich über die Gespräche berichtet (siehe dazu im Archiv).
Diskussionsbedarf gebe es jedoch, auf welcher vertraglichen Grundlage diese Zusammenarbeit geschehen solle. Möglich wäre ein Kooperationsvertrag ebenso wie die Gründung einer GbR oder einer GmbH. Hier sollte noch einmal alles ausführlich abgewogen werden, mahnte Jürgen Hohberg von der CDU-Fraktion an. Für die PDS signalisierte deren Chef Reiner Bachmann schließlich, daß man den Antrag der CDU ablehnen werde. Schließlich wurde darüber auch heute nicht abgestimmt, statt dessen zog ihn die CDU vorläufig zurück.
Und dann stimmte der Kreisausschuß auch der Ausschreibung von zwei zusätzlichen Ausbildungsstellen in der Kreisverwaltung zu. Diese sollten vorzugsweise zwei Regelschülern die Ausbildung zum Beamtenanwärter im mittleren nichttechnischen Dienst ermöglichen. Die zusätzliche Ausbildung würde den Kreishaushalt zwar belasten, doch angesichts der angespannten Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Nordthüringen plädierte Landrat Joachim Claus (CDU) für diese Stellen. Dem schlossen sich die Kreisausschußmitglieder an. Hintergrund war auch ein Schreiben des Thüringer Innenministeriums. Darin wird auf den Umstand verwiesen, daß im Landkreis Nordhausen in den kommenden zehn Jahren mehr als 370 Beschäftigte aus den Kernverwaltungen des Landratsamtes und der Kommunen altersbedingt ausscheiden würden. Für die Ausbildung der jungen Leute stellte das Land denn auch unterstützende Gelder in Aussicht.
Autor: nnzDas Modell erlaubt es Landkreisen und kreisfreien Städten die Bearbeitung aller Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld II in eigener Regie durchzuführen. Die Kreisverwaltung solle prüfen, ob dieses Modell auch für den Landkreis Nordhausen praktikabel wären. So forderte es die CDU-Fraktion bereits während der konstituierenden Sitzung des Kreistages. Damals wurde die Beschlußvorlage in den Kreisausschuß verwiesen.
Seitens der Kreisverwaltung machten heute deren beide Beigeordnete Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) klar, daß man in der Verwaltung an der bislang favorisierten Lösung (Arbeitsgemeinschaft mit der Arbeitsagentur) festhalten würde. Dazu seien die Gespräche mit der Agentur für Arbeit zu weit fortgeschritten, auch sei der Termin der Anmeldung eines solchen Modell zu nahe herangerückt (16.8.). Die nnz hatte bereits ausführlich über die Gespräche berichtet (siehe dazu im Archiv).
Diskussionsbedarf gebe es jedoch, auf welcher vertraglichen Grundlage diese Zusammenarbeit geschehen solle. Möglich wäre ein Kooperationsvertrag ebenso wie die Gründung einer GbR oder einer GmbH. Hier sollte noch einmal alles ausführlich abgewogen werden, mahnte Jürgen Hohberg von der CDU-Fraktion an. Für die PDS signalisierte deren Chef Reiner Bachmann schließlich, daß man den Antrag der CDU ablehnen werde. Schließlich wurde darüber auch heute nicht abgestimmt, statt dessen zog ihn die CDU vorläufig zurück.
Und dann stimmte der Kreisausschuß auch der Ausschreibung von zwei zusätzlichen Ausbildungsstellen in der Kreisverwaltung zu. Diese sollten vorzugsweise zwei Regelschülern die Ausbildung zum Beamtenanwärter im mittleren nichttechnischen Dienst ermöglichen. Die zusätzliche Ausbildung würde den Kreishaushalt zwar belasten, doch angesichts der angespannten Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Nordthüringen plädierte Landrat Joachim Claus (CDU) für diese Stellen. Dem schlossen sich die Kreisausschußmitglieder an. Hintergrund war auch ein Schreiben des Thüringer Innenministeriums. Darin wird auf den Umstand verwiesen, daß im Landkreis Nordhausen in den kommenden zehn Jahren mehr als 370 Beschäftigte aus den Kernverwaltungen des Landratsamtes und der Kommunen altersbedingt ausscheiden würden. Für die Ausbildung der jungen Leute stellte das Land denn auch unterstützende Gelder in Aussicht.
