nnz-online

Flink zu Fink

Freitag, 13. August 2004, 10:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Nicht ein bekanntes Möbelhaus in der Nähe der Landeshauptstadt will Ihnen dieser Beitrag näher bringen, sondern zwei sympathische Herren aus Hamburg.




Die Hamburger Spätstarter FINK kämpfen permanent gegen den Verdacht an, eine deutsch singende Country-Band zu sein. Es hat schon ernsthafte Vorschläge gegeben, die Musik der Jungs um Nils Koppruch „Kantrie“ zu nennen.

Das zeigt einerseits ein Dilemma, beflügelt die Musiker aber andererseits, ihrem Credo nach ständiger Erneuerung treu zu bleiben. Die Rootsrocker Fink haben lange dazu gebraucht, in einem Atemzug mit intellektuellen Erscheinungen wie Element of Crime genannt zu werden. Auch im siebten Jahr seit der Bandgründung wollen sie nur ihre von amerikanischem Folk, Blues und Country geprägte Musikpoesie ohne Kompromisse spielen.

Wenn ein Fink-Titel "Fliegen" heißt, so wird darin nicht etwa der uralte Menschheitstraum oder Dädalus und Ikarus besungen, sondern lästige Stubenfliegen.

Fink zeigen eine Welt der vorgespiegelten Aktionen auf. Jede Menge Bewegung, wohin man auch blickt – tatsächlich aber Stillstand und Lähmung.

Koppruch bringt es auf den Punkt: "Wir sind diesen Wettlauf im Hamsterrad, diese immer gleichen Strukturen einfach müde. In den Medien, in der Politik, in der Unterhaltung, in der Musikindustrie, überall wird Sinn und Gehalt nur vorgetäuscht. Niemand geht ein Risiko ein."

Am 21. August um 17.30 Uhr auf dem Spendekirchhof eröffnen Fink einen prall mit Musik gefüllten Abend beim 1.poeTon Musikfestival in der Rolandstadt.
Autor: osch

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de