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nnz-Forum: Der Diskussion stellen

Samstag, 14. August 2004, 12:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Kaum hat die nnz über die gestrige Veranstaltung zum Tag der Wirtschaft berichtet, da meldet sich auch schon die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ zu Wort. Was die BI meint, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


„Wenn der Thüringer Wirtschaftsminister Reinholz und die Nordhäuser Oberbürgermeisterin etwas „Mumm in den Knochen“ hätte, würden sie sich einer Diskussion mit den Bürgern der Goldenen Aue und mit den Gegner dieser Planung stellen“ so Klaus-Dieter Korb, Sprecher der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue. Seit Jahren fordern wir den Planungsverband und auch die „politische Führungsriege“ auf, sich einem sachlichen Dialog zu stellen, sich die Sorgen und Nöte der Betroffenen anzuhören. Bis heute Fehlanzeige. Wie die Bürgerinitiative erfahren hat, wurde nicht ein einziger Verbesserungsvorschlag oder ein Einwand zur Planung im Abwägungsprozess berücksichtigt. Diese Art und Weise wie mit Kritikern und Bürgern dieser Region umgesprungen wird, schafft kein Vertrauen in die Planung.

Schon vor geraumer Zeit hatte die BI z.B. Dr. Gebhardt (SPD Stadtrat) aufgefordert, statt pauschaler Verunglimpfungen genau die Fakten zu benennen, durch welche Aktionen Bürger diese Planung aufgehalten hätten – Auch hier bis heute Fehlanzeige. Genau diese Parole scheint ausgegeben zu sein: Schiebt den Bürgern des schwarzen Peter zu, damit nicht bekannt wird, wer eigentlich für diese katastrophalen Planungsfehler verantwortlich ist. Der Planungsverband unter maßgeblichem Einfluss des Nordhäuser Wirtschaftsdezernenten, hat, angefangen von der fehlerhaften Gründung des Planungsverbandes bis zum „Vergessen von nötigen Planungsprüfungen und nicht durchgeführten Verfahrensmaßgaben dazu beigetragen, daß es zu diesem Dilemma gekommen ist. Die Bürgerinitiative hat diese Mängel aufgedeckt, hat den Verantwortlichen die gemachten Fehler dargelegt, um deutlich zu machen, das der eingeschlagenen Weg, die Goldene Aue zu einem Industriestandort auszubauen, zum Scheitern verurteilt ist.

Das Landesverwaltungsamt Weimar sowie andere Gremien haben dieses bestätigt, in dem sie die eingereichten Unterlagen zur Nachbesserung zurückschickten und dadurch das Baurecht bis zum heutigen Tage aussteht.

Investoren haben ein „feines Nässchen“ dafür, ob ein Industriestandort geeignet ist und ob dieses in eine breite Zustimmung eingebettet ist. Dies ist in der Goldenen Aue nicht der Fall. Die Ablehnungsgründe werden nicht dadurch vom Tisch gewischt, das man Kritiker als „Besserwisser“ und „Egomanen“ bezeichnet. Der Planungsverband, der Thüringer Wirtschaftsminister und auch die Nordhäuser „Stadtoberen“ hätten Gelegenheit genug gehabt die Ablehnungen mit Fakten zu entkräften. Sie haben sie bis heute nicht genutzt, stattdessen wird man nicht müde, sich im Kreise der Gleichgesinnten in markigen Sprüchen über die kritischen Bürger dieser Planung auszulassen. Ein Armutszeugnis für gewählte Volksvertreter.

Die Bürgerinitiative fordert daher nochmals den Planungsverband und auch den Thüringer Wirtschaftsminister auf, die bis heute ausgebliebe Informationsveranstaltung nicht immer nur zu versprechen, sondern auch durchzuführen und den Menschen zu erklären, warum die eingereichten Vorschläge zur Planung nicht eingeflossen sind.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Autor: nnz

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