Keep on running
Sonntag, 15. August 2004, 10:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist eines der größten Feste der Region und eine feste Größe in vielen privaten Terminkalendern: Das Bierfest der Wippertaler Getränke GmbH in Sundhausen. Gestern stand die nunmehr sechste Auflage an. Impressionen eines gigantischen Spektakels in Ihrer nnz.
Keep on running (Foto: nnz)
Obwohl das Wetter in diesen Tagen eher die Menschen noch einmal skeptsich in Richtung Himmel blicken läßt, das tat dem Bierfest der Wippertaler keinen Abbruch. Tausende waren nach Sundhausen geströmt und wollten an diesem Samstag einfach mal abfeiern. Und das konnten sie hier richtig. Nur fünf Euro Eintritt, vernünftige Getränkepreise und vor allem die Musik zog die Leute in die große Lagerhalle am Betonweg in Richtung Bielen. Peter Winsel hatte auch zum sechsten Mal mit seinen Kollegen ein glückliches Händchen bewiesen. 20 verschiedene Biersorten, fast genauso viele Brauereien hatten sich in der Halle und vor der Halle aufgestellt. Und drinnen steppte der Bär.
Da waren die Jungs aus Erfurt: Vital nennen die sich und machen seit fast 30 Jahren Musik. Musik, die bei den Massen von 20 bis 60 ankommt. Die Erfurter Musiker machen auf Oldies, bei CCR den Troggs oder bei Free kommt beim Mittelalter immer noch die wahre Party-Lust auf. Da wird abgetanzt, gehottet und gerockt. Doch gestern legte Peter Winsel noch einen drauf.
Seit rund anderthalb Jahren lernt der Getränke-Fachmann nun auch noch Gitarre. Und da luden ihn die Vital-Leute einfach nach oben auf die Bühne ein. Peter Winsel am Baß – das war in dieser Öffentlichkeit eine Premiere. Und Winsel machte seinen Job außerordentlich gut. Spielte seine Baßlinie perfekt runter, die Aufgeregtheit konnte man ihm schon anmerken. Das Publikum zollte ihm seinen Einsatz mit stehenden Ovationen. Und dann beim Lennon-Song Give Peace a Chance knieten die ersten Fans schon mal auf dem harten Hallenboden. Gespielt wurde von Vital alles, was die Diskografie der 60er, 70er und auch ein wenig der 80er Jahre hergab. Nur eine Gruppe wurde ausgespart: Die Spencer-Davis-Group!!
Die kam dann nach 22 Uhr selbst auf die Bühne in Sundhausen. Hier hatte sich Peter Winsel wohl einen zweiten Traum erfüllt. Nach endlosen Bemühungen konnten Spencer Davis, der bereits 1963 seinen ersten Auftritt auf einer Bühne hatte, endlich mit seinen Mannen nach Nordhausen verpflichtet werden. Der fast 65jährige beherrscht als studierter Germanist die deutsche Sprache exellent und schaute sich schon mal gestern die Nordhäuser City an. Gestern abend dann machte er seinen Job. Doch: Bei ihm und seinen Mannen ist es mehr als ein Job. Da standen über 200 Lebens- und Musikjahre auf der Bühne und vor allem: Den Jungs an den Gitarren, Tasten und Becken machte dieser Job Spaß. Sie sind Profis. Kaum auf der Bühne, da wurden die Instrumente eingestöpselt, der Soundcheck dauerte vuielleicht sieben bis acht Minuten und los gings: Ganz Klar mit Keep on running.
Vierzig Jahre Musikgeschichte arbeitete dort ein Mann ab, der in den Anfangsjahren mit den Winnwood-Brüdern oder mit Pete York zum Beispiel zusammen Musik-Historie schrieb. Und so waren dann auch Gimme some Lvin oder I’ m a man kurze Meilensteine dieser Geschichte, die in Sundhausen revitalisiert wurden.
Für die Wippertaler ein Tag des Erfolgs. Das richtige Gespür für Angebot und Nachfrage – das ist wohl das Geheimnis von Peter Winsel und seinen Mitarbeitern. Wenn heute die große Halle beräumt ist, dann geht’s aber schon an die Vorbereitung für das nächste Event: Das Oktoberfest. Doch Winsel und Kollegen blicken jetzt schon auf das kommende Jahr. Da holen sie die Schürzenjäger nach Sundhausen. Der Vertrag ist unterschrieben, der Vorverkauf soll noch in diesem Jahr starten, vielleicht – so meint Peter Winsel – das ideale Weihnachtsgeschenk für Pappa oder Mama.
Autor: nnz
Keep on running (Foto: nnz)
Obwohl das Wetter in diesen Tagen eher die Menschen noch einmal skeptsich in Richtung Himmel blicken läßt, das tat dem Bierfest der Wippertaler keinen Abbruch. Tausende waren nach Sundhausen geströmt und wollten an diesem Samstag einfach mal abfeiern. Und das konnten sie hier richtig. Nur fünf Euro Eintritt, vernünftige Getränkepreise und vor allem die Musik zog die Leute in die große Lagerhalle am Betonweg in Richtung Bielen. Peter Winsel hatte auch zum sechsten Mal mit seinen Kollegen ein glückliches Händchen bewiesen. 20 verschiedene Biersorten, fast genauso viele Brauereien hatten sich in der Halle und vor der Halle aufgestellt. Und drinnen steppte der Bär.
Da waren die Jungs aus Erfurt: Vital nennen die sich und machen seit fast 30 Jahren Musik. Musik, die bei den Massen von 20 bis 60 ankommt. Die Erfurter Musiker machen auf Oldies, bei CCR den Troggs oder bei Free kommt beim Mittelalter immer noch die wahre Party-Lust auf. Da wird abgetanzt, gehottet und gerockt. Doch gestern legte Peter Winsel noch einen drauf.
Seit rund anderthalb Jahren lernt der Getränke-Fachmann nun auch noch Gitarre. Und da luden ihn die Vital-Leute einfach nach oben auf die Bühne ein. Peter Winsel am Baß – das war in dieser Öffentlichkeit eine Premiere. Und Winsel machte seinen Job außerordentlich gut. Spielte seine Baßlinie perfekt runter, die Aufgeregtheit konnte man ihm schon anmerken. Das Publikum zollte ihm seinen Einsatz mit stehenden Ovationen. Und dann beim Lennon-Song Give Peace a Chance knieten die ersten Fans schon mal auf dem harten Hallenboden. Gespielt wurde von Vital alles, was die Diskografie der 60er, 70er und auch ein wenig der 80er Jahre hergab. Nur eine Gruppe wurde ausgespart: Die Spencer-Davis-Group!!
Die kam dann nach 22 Uhr selbst auf die Bühne in Sundhausen. Hier hatte sich Peter Winsel wohl einen zweiten Traum erfüllt. Nach endlosen Bemühungen konnten Spencer Davis, der bereits 1963 seinen ersten Auftritt auf einer Bühne hatte, endlich mit seinen Mannen nach Nordhausen verpflichtet werden. Der fast 65jährige beherrscht als studierter Germanist die deutsche Sprache exellent und schaute sich schon mal gestern die Nordhäuser City an. Gestern abend dann machte er seinen Job. Doch: Bei ihm und seinen Mannen ist es mehr als ein Job. Da standen über 200 Lebens- und Musikjahre auf der Bühne und vor allem: Den Jungs an den Gitarren, Tasten und Becken machte dieser Job Spaß. Sie sind Profis. Kaum auf der Bühne, da wurden die Instrumente eingestöpselt, der Soundcheck dauerte vuielleicht sieben bis acht Minuten und los gings: Ganz Klar mit Keep on running.
Vierzig Jahre Musikgeschichte arbeitete dort ein Mann ab, der in den Anfangsjahren mit den Winnwood-Brüdern oder mit Pete York zum Beispiel zusammen Musik-Historie schrieb. Und so waren dann auch Gimme some Lvin oder I’ m a man kurze Meilensteine dieser Geschichte, die in Sundhausen revitalisiert wurden.
Für die Wippertaler ein Tag des Erfolgs. Das richtige Gespür für Angebot und Nachfrage – das ist wohl das Geheimnis von Peter Winsel und seinen Mitarbeitern. Wenn heute die große Halle beräumt ist, dann geht’s aber schon an die Vorbereitung für das nächste Event: Das Oktoberfest. Doch Winsel und Kollegen blicken jetzt schon auf das kommende Jahr. Da holen sie die Schürzenjäger nach Sundhausen. Der Vertrag ist unterschrieben, der Vorverkauf soll noch in diesem Jahr starten, vielleicht – so meint Peter Winsel – das ideale Weihnachtsgeschenk für Pappa oder Mama.
