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nnz-Reise-Tagebuch

Angekommen

Samstag, 03. Dezember 2016, 17:39 Uhr
Am Donnerstagmorgen begann für eine "Reisegruppe" aus Nordhausen der Hilfstransport in das rumänische Mediasch. Heute können wir ein erstes Blatt im Reisetagebuch aufschlagen...

Senioren besucht. (Foto: privat) Senioren besucht. (Foto: privat)
Nachdem wir gestern nach einer doch anstrengenden winterlichen Fahrt angekommen sind. Gab es erstmal ein warmes Süppchen.

Im Anschluss haben wir Senioren zu Hause besucht. Wir haben Päckchen übergeben und viel Zeit zum erzählen gehabt. Einigen Personen kennen wir schon länger, da ist das Wiedersehen besonders herzlich und es gibt aus den letzten Monaten doch einige Neuigkeiten auszutauschen.

Immer wieder schön ist es diese Zufriedenheit und Gottesfürchtigkeit zu erleben. Viele Senioren leben allein und haben eine sehr kleine Rente. Sie bedürfen der Unterstützung durch die Kinder, sofern sie welche haben. Im anderen Fall müssen die sozialen Träger, wie der Diakonieverein mit der Suppenküche, die Leute unterstützen.

Unser Angebot einen Fahrdienst zum Gottesdienst morgen zu starten, wurde, teils mit Tränen in den Augen, gern angenommen. Für die meisten Menschen ist der Kontakt zur Gemeindeschwester oder zur Kirchengemeinde der einzige soziale Kontakt.

Heute haben wir das Altenheim in Hetzeldorf (Atel) besucht. Wir haben dort gemeinsam mit den Bewohnern zu Mittag gegessen und auch hier viel Zeit zum erzählen gehabt. Die Päckchen und großen Pakete helfen genauso wie die überaus gute Ernte über den bevorstehenden Winter gut hinweg.

Derzeit leben 28 Menschen im Seniorenheim. Dieses Jahr gab es viele Auflagen und keine staatlichen Zuschüsse, so dass mehr als je zuvor die Spendengelder gebraucht wurden. Hier merkt man sehr schnell, dass eine zunehmende Bürokratisierung keine Lösung ist sondern zunehmend Teil der Probleme. Realitätsferne Schreibtisch-Entscheidungen behindern die gute Arbeit vor Ort und die Überregulierung raubt Zeit die in der Pflege und Betreuung für die Senioren fehlt.

Im Anschluss haben wir die Kirchenburg in Hetzeldorf besichtigt und einen Spaziergang durch Mediasch unternommen. Für morgen steht der Gottesdienstbesuch auf dem Programm sowie eine Stadtbesichtigung in Sibiu (Herrmannstadt).

Am Montag Vormittag nach der Dienstberatung mit dem Vereinsvorstand werden wir wieder den Heimweg antreten. Unsere Hilfe kommt genau richtig und wird als große Unterstützung bei der Lösung der alltäglichen Probleme angenommen. Es ist für viele Menschen hier auch ein Zeichen, dass sie als Siebenbürger Sachsen, in Deutschland nicht vergessen sind.

An dieser Stelle möchten wir uns, auch im Namen aller Unterstützten, bei den Spendern bedanken und Ihnen sagen: Ihre Hilfe kommt an und hilft konkret bedürftigen Menschen.

Herzliche Grüße
Michael Görk für die Reisegruppe "Social egomaniacs on tour"
Autor: red

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