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nnz-Rückspiegel: 18. August 2003

Mittwoch, 18. August 2004, 06:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen „von damals“ für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute, ÖPNV, Plakatärger und Idiotie


Zurück zum ÖPNV?
Nachfolgend geht es um die Autofahrer – allerdings nicht um Raserei oder Benzinpreise – es geht um die Reformen der Regierung. Die geplante Kürzung der Entfernungspauschale soll nämlich nur Autofahrer, nicht aber auch Bus- und Bahnfahrer treffen. Das bestätigte das Bundesfinanzministerium. Demnach sollen nur Autofahrer die ersten 20 Kilometer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nicht mehr von der Steuer absetzen können. Die Tickets für öffentliche Verkehrsmittel für die gleiche Wegstrecke soll das Finanzamt aus umweltpolitischen Gründen weiterhin anerkennen. Das sieht der Entwurf für das Haushaltsbegleitgesetz vor. Die Pläne stießen sowohl in der SPD-Fraktion wie auch bei Opposition und ADAC auf Kritik. Und selbst Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) lehnt den Entwurf ab, als Diskriminierung der Autofahrer. CDU-Chefin Angela Merkel kündigte in der Zeitung „Bild am Sonntag“ an: „Als Anwalt der Menschen wird die Union im Bundesrat härtesten Widerstand leisten“. SPD-Fraktionsvize Michael Müller sagte: „Es ist völliger Unsinn, die Autofahrer bei der Entfernungspauschale auszugrenzen. Das Finanzministerium prescht hier völlig grundlos vor“...ausführlich im nnz-Archiv


Plakatärger in Nordhausen?
Über viele Jahre hinweg gab es nicht nur in Nordhausen Ärger mit Plakaten, die irgendwo aufgehängt wurden. Jetzt ist Ordnung in den Plakatwald eingekehrt, Ärger gibt es trotzdem. Zum Beispiel bei der FDP. Die Liberalen wollen in den kommenden Tagen mit einer größeren Plakataktion Aufmerksamkeit erheischen. Sie wandten sich an die Stadtverwaltung, genauer gesagt, an das Ordnungsamt. Was die Freien Demokraten nicht wussten: Die Stadtverwaltung hat das Plakatieren an eine Firma in Nordhausen vergeben. Allerdings ohne Ausschreibung. Das bestätigte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) der nnz. Jedoch habe ihm das Rechtsamt signalisiert, dass man auch ohne Ausschreibung „gut damit leben“ könnte, so Wahlbuhl. Gleichwohl soll der Vertrag mit der Firma „Agentur Plakate 2000“ nur ein Jahr befristet sein. Man wollte testen, ob sich durch eine solche Vergabe etwas zum Positiven im Erscheinungsbild der Stadt ändere. Nach Jahresfrist soll dann ausgeschrieben werden...ausführlich im nnz-Archiv


Mechatroniker voll im Trend
Die nnz-Redaktion hatte neulich die Auszubildenden vorgestellt, die im Autohaus-Verbund des Helmut Peter die Ausbildung aufnahmen. Soweit sie gewerblich ausgebildet werden, streben sie durchweg den Beruf des Mechatronikers an. Eigentlich müssen sich Jugendliche einen neuen Lieblingsberuf suchen, denn die Ausbildung zum Kfz-Mechaniker gibt es seit diesem Monat nicht mehr. Er wurde mit den Berufen Kraftfahrzeug-Elektroniker und Automobil-Mechaniker zusammengefasst und in den neu geschaffenen Ausbildungsberuf Kraftfahrzeug-Mechatroniker integriert. In ihm vereinen sich Inhalte aus den Bereichen Kfz-Mechanik und –Elektronik mit umfangreichen Systemkenntnissen, Service- und Diagnosetätigkeiten sowie Inhalten aus dem Dienstleistungsbereich...ausführlich im nnz-Archiv


Es wird noch enger
Seit Monaten wird an und auf der Nordhäuser Uferstraße gebaut. Die einheimischen Kraftfahrer haben sich an diesen Engpaß gewöhnt. Jetzt soll es aber noch einmal besonders eng werden, erfuhr die nnz. Die Uferstraße wird vom 28. August 2003, 20 Uhr, bis zum 2. September, 6 Uhr, für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt sein. Das teilte jetzt Angela Breuer vom städtischen Bauamt mit. Grund für die Sperrung sei der Einbau der bituminösen Deckschicht und den angrenzenden Anschlüssen der Seitenstraßen. Als Problem stelle sich hierbei der Betrieb des Arbeitsamtes dar. So sei es am Freitag, dem 29. August, nicht möglich, den Parkplatz des Arbeitsamtes anzufahren, erläutert sie. Fußgänger können jedoch ungehindert das Arbeitsamt erreichen...ausführlich im nnz-Archiv


Diese Stunde der Idiotie
Hinter diesem Titel ist eine Ein-Mann-Show zu erleben. Der türkische Schauspieler Serdar Somuncu wird die berüchtigte Rede von Goebbels auseinandernehmen. Wer Somuncu schon mal in Nordhausen beobachtet hat, der hat eine Vorstellung von dem, was Ende August auf der Burgruine Hohnstein abgehen wird. Die berühmt, wenngleich vermeintlich bisher nur von wenigen in Gänze zur Kenntnis genommene Sportpalastrede von Joseph Goebbels vom 18. Februar 1943 ist der Gegenstand seiner rhetorisch-analytischen Lesung. Mit einem Minimum an Requisiten, einem Ghettoblaster und einer Aktentasche voller Bücher, die er voller Schwung auf den Lesetisch platziert, beginnt sein aktuelles Programm. Somuncu packt sein Manuskript aus und fädelt sich langsam, zunächst nur mit einzelnen Zitaten, in den Sprechduktus des NS-Propagandaministers ein und nimmt die Tricks und Schwächen des Demagogen unter die Lupe um sie dadurch als Mittel der eigentlichen Verführung sichtbar zu machen...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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