Daran sterben Thüringer am häufigsten
Mittwoch, 18. August 2004, 10:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Statistiker in diesem Land beschäftigen sich mit vielen Dingen. Auch mit den Todesursachen. Was die häufigsten Todesursachen sind, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.
Im Jahr 2003 starben nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 26 220 Thüringerinnen und Thüringer. Das waren 220 Personen bzw. 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Sterbeziffer stieg um 1,7 Prozent auf fast 1 101 Gestorbene je 100 000 der Bevölkerung.
Das mittlere Sterbealter ist - wie bereits in den vergangenen Jahren - gestiegen. Die Thüringer wurden im Durchschnitt 75,2 Jahre alt. Im Jahr 2002 betrug das Durchschnittsalter 75,1 Jahre und 1995 sogar nur 73,7 Jahre. Männer erreichten im Jahr 2003 ein Durchschnittsalter von 70,5 Jahren. Frauen lebten fast 9 Jahre länger und erreichten ein durchschnittliches Alter von 79,3 Jahren.
Im Durchschnitt starben täglich 72 Thüringer. Die meisten im März (durchschnittlich 87 Personen) und die wenigsten in den Monaten Mai und September (jeweils 65 Personen). International werden die rund 9 000 verschiedenen Todesursachen in ca. 1 600 Kategorien klassifiziert, die in 19 Kapiteln zusammengefasst sind.
In Thüringen entfiel mehr als die Hälfte der Sterbefälle (13 409 Personen bzw. 51,1 Prozent) auf 10 dieser ca. 1 600 gebräuchlichen Kategorien (ICD-10). An erster Stelle stehen in Thüringen die Krankheiten des Kreislaufsystems (Kapitel IX). Mehr als die Hälfte der Todesursachen (13 274 Fälle bzw. 50,6 Prozent) sind darauf zurückzuführen. An zweiter Stelle folgen mit fast einem Viertel aller Todesursachen (6 054 Fälle bzw. 23,1 Prozent) die Neubildungen (Kapitel II) und an dritter Stelle (1 422 Fälle bzw. 5,4 Prozent) die Krankheiten des Verdauungssystems (Kapitel XI).
Weitere Schwerpunkte bildeten die Krankheiten des Atmungssystems (Kapitel X) mit 1 352 Fällen bzw. 5,2 Prozent und Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (Kapitel XIX) mit 1 320 Fällen bzw. 5,0 Prozent.
Nach einzelnen Todesursachen ergibt sich folgendes Bild: Die häufigste Todesursache war die chronische ischämische Herzkrankheit. In 3 817 Fällen (14,6 Prozent) diagnostizierten die Ärzte im vergangenen Jahr diese Krankheit als Todesursache. An zweiter Stelle stand der Herzinfarkt; 2 344 Thüringer (8,9 Prozent) erlagen diesem Leiden. Während diese beiden Todesursachen zu den Krankheiten des Kreislaufsystems gehören (Kapitel IX), liegt an dritter Stelle der Todesursachen der Diabetes mellitus (Kapitel IV - Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten). 1 162 Menschen (4,4 Prozent) starben an dieser Krankheit. An vierter Stelle der Todesursachen lag mit 1 035 Fällen (3,9 Prozent) eine bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge (Kapitel II - Neubildungen).
Auf den Plätzen fünf bis neun der Todesursachen lagen wiederum Krankheiten des Kreislaufsystems (Kapitel IX). An fünfter Stelle stand eine Herzinsuffizienz mit 996 Fällen (3,8 Prozent aller Todesursachen), an sechster Stelle sonstige zerebrovaskuläre Krankheiten mit 994 Fällen (3,8 Prozent). An siebenter Stelle stand der Schlaganfall mit 960 Fällen (3,7 Prozent), gefolgt von der hypertensiven Herzkrankheit mit 913 Fällen (3,5 Prozent) und der Atherosklerose mit 611 Fällen (2,3 Prozent).
Die zehnthäufigste Todesursache war mit 577 Fällen (2,2 Prozent) eine sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit (Kapitel X - Krankheiten des Atmungssystems).
Erläuterungen
ischämisch: örtlich blutleer
Herzinsuffizienz: unzureichende Funktion bzw. Leistung des Herzens
zerebrovaskulär: die Hirnblutgefäße betreffend
hypertensiv: Blutdruck steigernd
Atherosklerose: Gefäßverkalkung
obstruktiv: verstopfend, verschließend
Autor: nnzIm Jahr 2003 starben nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 26 220 Thüringerinnen und Thüringer. Das waren 220 Personen bzw. 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Sterbeziffer stieg um 1,7 Prozent auf fast 1 101 Gestorbene je 100 000 der Bevölkerung.
Das mittlere Sterbealter ist - wie bereits in den vergangenen Jahren - gestiegen. Die Thüringer wurden im Durchschnitt 75,2 Jahre alt. Im Jahr 2002 betrug das Durchschnittsalter 75,1 Jahre und 1995 sogar nur 73,7 Jahre. Männer erreichten im Jahr 2003 ein Durchschnittsalter von 70,5 Jahren. Frauen lebten fast 9 Jahre länger und erreichten ein durchschnittliches Alter von 79,3 Jahren.
Im Durchschnitt starben täglich 72 Thüringer. Die meisten im März (durchschnittlich 87 Personen) und die wenigsten in den Monaten Mai und September (jeweils 65 Personen). International werden die rund 9 000 verschiedenen Todesursachen in ca. 1 600 Kategorien klassifiziert, die in 19 Kapiteln zusammengefasst sind.
In Thüringen entfiel mehr als die Hälfte der Sterbefälle (13 409 Personen bzw. 51,1 Prozent) auf 10 dieser ca. 1 600 gebräuchlichen Kategorien (ICD-10). An erster Stelle stehen in Thüringen die Krankheiten des Kreislaufsystems (Kapitel IX). Mehr als die Hälfte der Todesursachen (13 274 Fälle bzw. 50,6 Prozent) sind darauf zurückzuführen. An zweiter Stelle folgen mit fast einem Viertel aller Todesursachen (6 054 Fälle bzw. 23,1 Prozent) die Neubildungen (Kapitel II) und an dritter Stelle (1 422 Fälle bzw. 5,4 Prozent) die Krankheiten des Verdauungssystems (Kapitel XI).
Weitere Schwerpunkte bildeten die Krankheiten des Atmungssystems (Kapitel X) mit 1 352 Fällen bzw. 5,2 Prozent und Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (Kapitel XIX) mit 1 320 Fällen bzw. 5,0 Prozent.
Nach einzelnen Todesursachen ergibt sich folgendes Bild: Die häufigste Todesursache war die chronische ischämische Herzkrankheit. In 3 817 Fällen (14,6 Prozent) diagnostizierten die Ärzte im vergangenen Jahr diese Krankheit als Todesursache. An zweiter Stelle stand der Herzinfarkt; 2 344 Thüringer (8,9 Prozent) erlagen diesem Leiden. Während diese beiden Todesursachen zu den Krankheiten des Kreislaufsystems gehören (Kapitel IX), liegt an dritter Stelle der Todesursachen der Diabetes mellitus (Kapitel IV - Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten). 1 162 Menschen (4,4 Prozent) starben an dieser Krankheit. An vierter Stelle der Todesursachen lag mit 1 035 Fällen (3,9 Prozent) eine bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge (Kapitel II - Neubildungen).
Auf den Plätzen fünf bis neun der Todesursachen lagen wiederum Krankheiten des Kreislaufsystems (Kapitel IX). An fünfter Stelle stand eine Herzinsuffizienz mit 996 Fällen (3,8 Prozent aller Todesursachen), an sechster Stelle sonstige zerebrovaskuläre Krankheiten mit 994 Fällen (3,8 Prozent). An siebenter Stelle stand der Schlaganfall mit 960 Fällen (3,7 Prozent), gefolgt von der hypertensiven Herzkrankheit mit 913 Fällen (3,5 Prozent) und der Atherosklerose mit 611 Fällen (2,3 Prozent).
Die zehnthäufigste Todesursache war mit 577 Fällen (2,2 Prozent) eine sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit (Kapitel X - Krankheiten des Atmungssystems).
Erläuterungen
ischämisch: örtlich blutleer
Herzinsuffizienz: unzureichende Funktion bzw. Leistung des Herzens
zerebrovaskulär: die Hirnblutgefäße betreffend
hypertensiv: Blutdruck steigernd
Atherosklerose: Gefäßverkalkung
obstruktiv: verstopfend, verschließend
