Tiefer in Taschen gegriffen
Mittwoch, 25. August 2004, 14:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Es merkt wohl jeder. In den zurückliegenden Monaten mußte man tiefer in seine Taschen greifen. Die Experten messen das tiefer mit Jahresteuerungsrate. Die ist jetzt für den August ermittelt worden.
In Thüringen mussten die Verbraucher im August 2004 für den Lebensunterhalt 0,2 Prozent tiefer in die Tasche greifen als noch im Juli 2004. Die Jahresteuerungsrate lag nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im August 2004 bei 2,1 Prozent. Dies ist der höchste Anstieg seit März 2002. Damals betrug die Jahresteuerungsrate 2,2 Prozent. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wird sich der Verbraucherindex in Deutschland im August 2004 gegenüber August 2003 voraussichtlich um 2,0 Prozent erhöhen.
Ursachen für den Anstieg der Jahresteuerungsrate im August 2004 waren die Preiserhöhungen für Kraftstoffe und Heizöl sowie die Auswirkungen der Gesundheits- und Steuerreform. So stiegen in Thüringen von August 2003 bis August 2004 die Preise für Kraftstoffe um 6,5 Prozent und für Heizöl um 23,5 Prozent. Der gestiegenen Preise für Heizöl führte auch zu einer Erhöhung der Preise für die ausgabenintensivste Gruppe, den Kosten für 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' um 1,3 Prozent.
Im Ergebnis der Gesundheitsreform verteuerte sich die Gesundheitspflege im gleichen Zeitraum um 22,9 Prozent. Die Erhöhung der Tabaksteuer vom März diesen Jahres führte zu einer Preissteigerung bei Tabakwaren binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent.
Unterschiedlich verlief die Entwicklung für 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke'. Nahrungsmittel waren gegenüber August 2003 um 0,7 Prozent teurer und Getränke um 0,8 Prozent preiswerter. Der Preisanstieg für Nahrungsmittel ist insbesondere auf höhere Preise für Obst (+ 2,6 Prozent), Fisch, Fischwaren (+ 2,2 Prozent) sowie Fleisch, Fleischwaren (+ 1,8 Prozent) zurückzuführen.
Gegenüber August 2003 sank die Jahresteuerungsrate nur in den Bereichen 'Nachrichtenübermittlung' (- 0,7 Prozent), 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,3 Prozent) sowie im Bereich 'Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt sowie deren Instandhaltung' (- 0,2 Prozent).
Von Mitte Juli bis Mitte August 2004 stiegen die Preise um 0,2 Prozent. Die höchsten Preissteigerungen zum Vormonat gab es mit 0,8 Prozent im Bereich 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur'. Der Preisanstieg resultierte insbesondere aus dem Preisanstieg für Pauschalreisen um 5,3 Prozent. Auch die Preise für Tageszeitungen zogen im August nochmals an. So kostete eine Tageszeitung im Einzelverkauf 1,4 Prozent mehr als im Juli. Bei Tageszeitungen im Abonnement betrug der Preisanstieg 0,6 Prozent.
Tiefer mussten die Verbraucher auch für 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' in die Tasche greifen. Der Anstieg der Heizölpreise von Mitte Juli bis Mitte August um 8,6Prozent führte auch hier zu einer Erhöhung der Gesamtaufwendungen in diesem Bereich um 0,6 Prozent.
Preisnachlässe gab es im August gegenüber Juli u.a. im Bereich 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' (- 0,8 Prozent). Der Preisrückgang für Nahrungsmittel um 0,9 Prozent ist insbesondere auf saisonbedingte Preisnachlässe für Obst (- 5,1 Prozent) und Gemüse (- 4,3 Prozent) zurückzuführen. Dazu zählen u.a. Weintrauben (- 30,1 Prozent), Kartoffeln und Zwiebeln (jeweils - 19,6 Prozent) sowie Paprikaschoten (- 12,2 Prozent).
Die Preise für einige Gemüsesorten, die im letzten Monat recht preiswert waren, zogen im August wieder an (Salatgurken um 55,6 Prozent, Eisbergsalat um 29,2 Prozent und Kopfsalat um 22,7 Prozent).
Autor: nnzIn Thüringen mussten die Verbraucher im August 2004 für den Lebensunterhalt 0,2 Prozent tiefer in die Tasche greifen als noch im Juli 2004. Die Jahresteuerungsrate lag nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im August 2004 bei 2,1 Prozent. Dies ist der höchste Anstieg seit März 2002. Damals betrug die Jahresteuerungsrate 2,2 Prozent. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wird sich der Verbraucherindex in Deutschland im August 2004 gegenüber August 2003 voraussichtlich um 2,0 Prozent erhöhen.
Ursachen für den Anstieg der Jahresteuerungsrate im August 2004 waren die Preiserhöhungen für Kraftstoffe und Heizöl sowie die Auswirkungen der Gesundheits- und Steuerreform. So stiegen in Thüringen von August 2003 bis August 2004 die Preise für Kraftstoffe um 6,5 Prozent und für Heizöl um 23,5 Prozent. Der gestiegenen Preise für Heizöl führte auch zu einer Erhöhung der Preise für die ausgabenintensivste Gruppe, den Kosten für 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' um 1,3 Prozent.
Im Ergebnis der Gesundheitsreform verteuerte sich die Gesundheitspflege im gleichen Zeitraum um 22,9 Prozent. Die Erhöhung der Tabaksteuer vom März diesen Jahres führte zu einer Preissteigerung bei Tabakwaren binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent.
Unterschiedlich verlief die Entwicklung für 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke'. Nahrungsmittel waren gegenüber August 2003 um 0,7 Prozent teurer und Getränke um 0,8 Prozent preiswerter. Der Preisanstieg für Nahrungsmittel ist insbesondere auf höhere Preise für Obst (+ 2,6 Prozent), Fisch, Fischwaren (+ 2,2 Prozent) sowie Fleisch, Fleischwaren (+ 1,8 Prozent) zurückzuführen.
Gegenüber August 2003 sank die Jahresteuerungsrate nur in den Bereichen 'Nachrichtenübermittlung' (- 0,7 Prozent), 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,3 Prozent) sowie im Bereich 'Einrichtungsgegenstände (Möbel), Apparate, Geräte und Ausrüstungen für den Haushalt sowie deren Instandhaltung' (- 0,2 Prozent).
Von Mitte Juli bis Mitte August 2004 stiegen die Preise um 0,2 Prozent. Die höchsten Preissteigerungen zum Vormonat gab es mit 0,8 Prozent im Bereich 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur'. Der Preisanstieg resultierte insbesondere aus dem Preisanstieg für Pauschalreisen um 5,3 Prozent. Auch die Preise für Tageszeitungen zogen im August nochmals an. So kostete eine Tageszeitung im Einzelverkauf 1,4 Prozent mehr als im Juli. Bei Tageszeitungen im Abonnement betrug der Preisanstieg 0,6 Prozent.
Tiefer mussten die Verbraucher auch für 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' in die Tasche greifen. Der Anstieg der Heizölpreise von Mitte Juli bis Mitte August um 8,6Prozent führte auch hier zu einer Erhöhung der Gesamtaufwendungen in diesem Bereich um 0,6 Prozent.
Preisnachlässe gab es im August gegenüber Juli u.a. im Bereich 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' (- 0,8 Prozent). Der Preisrückgang für Nahrungsmittel um 0,9 Prozent ist insbesondere auf saisonbedingte Preisnachlässe für Obst (- 5,1 Prozent) und Gemüse (- 4,3 Prozent) zurückzuführen. Dazu zählen u.a. Weintrauben (- 30,1 Prozent), Kartoffeln und Zwiebeln (jeweils - 19,6 Prozent) sowie Paprikaschoten (- 12,2 Prozent).
Die Preise für einige Gemüsesorten, die im letzten Monat recht preiswert waren, zogen im August wieder an (Salatgurken um 55,6 Prozent, Eisbergsalat um 29,2 Prozent und Kopfsalat um 22,7 Prozent).
