Erstklassiges Sinfonieprogramm
Dienstag, 07. September 2004, 09:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein neuer Intendant eröffnete die neue Spielzeit mit einer tollen Operngala. Nun legt das Theater richtig los und bietet auch einiges für Musikfreunde. Den nächsten musikalischen Leckerbissen finden Sie mit einem Klick.
Das 1. Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit des Loh-Orchesters wartet nicht nur mit einem erstklassigen Programm auf, sondern auch mit einem Solisten von internationalem Renommee. Gabriel Croitoru, 1965 in Rumänien geboren, hat am Konservatorium für Musik in Bukarest Violine studiert und war danach Schüler von Stefan Gheorghiu. Bereits mit 14 Jahren gewann er den ersten Preis des Internationalen Wettbewerbs für junge Geiger "Henri Wieniawski". Weitere Preise errang er u.a. 1983 beim Internationalen Wettbewerb "Fritz Kreisler", 1985 beim Internationalen Wettbewerb "Nicolò Paganini" und 1990 beim Internationalen Wettbewerb "Pablo de Sarasate".
Gabriel Croitoru hat Konzerte in zahlreichen Ländern gegeben ( Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, China, Bulgarien, Russland, Ungarn, Rumänien...) und mit vielen Orchestern von Weltrang zusammmengearbeitet wie London Philharmonic, Monte-Carlo-Symhony, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Festival Strings Luzern. 1988 hat er mit dem Philharmonischen Orchester Nizza unter der Leitung von Claude Bardon Violinkonzerte von Paganini und Tschaikowsky eingespielt, 1994 nahm er mit dem Sinfonieorchester Malaga unter Jacques Bodmer das Gesamtwerk von Pablo de Sarasate für CD auf. Ein Rezensent urteilte anlässlich eines Konzerts: "Gabriel Croitoru zeigt sich als ein Geiger mit reicher spielerischer Erfahrung und technischen Fähigkeiten, die in seiner Generation einzigartig sind. "
Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda wird mit Gabriel Croitoru und dem Loh-Orchester Sondershausen das bekannte Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll von Max Bruch aufführen. Bruch kam 1867 aus Koblenz nach Sondershausen. Erst mit den Erfahrungen, die er hier als Hofkapellmeister gesammelt hatte, konnte er 1868 das bereits in Koblenz begonnene Konzert vollenden. Neu aufgefundene Quellen belegen, dass die Uraufführung in Sondershausen stattfand. Ebenfalls in Thüringen, nämlich in Meiningen, uraufgeführt wurde die Sinfonie Nr. 4 e-Moll von Johannes Brahms.
Brahms lebte in Wien, schätzte aber das Meininger Orchester und seinen Leiter überaus, so dass er ihnen sein diffiziles Spätwerk anvertraute. Brahms gelang es, ein großes Orchesterwerk im Geiste kammermusikalischer Feinheit und Delikatesse zu schreiben.
Die Zeitgenossen stellten Brahms und Bruch auf der einen Seite den "Neudeutschen" wie Richard Wagner auf der anderen gegenüber. Wir können uns heute erlauben, sie nebeneinander zu stellen, und beginnen das 1. Sinfoniekonzert der Spielzeit 2004 / 2005 mit der Ouvertüre zur Oper "Rienzi" von Richard Wagner.
Das Konzert findet statt am 11. September 2004 im Haus der Kunst Sondershausen und am 12. September 204 im Theater Nordhausen, und zwar jeweils um 19.30 Uhr. An beiden Konzertabenden gibt der Dramaturg Steffen Seiferling jeweils um 19 Uhr eine Einführung ins Programm.
Autor: nnzDas 1. Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit des Loh-Orchesters wartet nicht nur mit einem erstklassigen Programm auf, sondern auch mit einem Solisten von internationalem Renommee. Gabriel Croitoru, 1965 in Rumänien geboren, hat am Konservatorium für Musik in Bukarest Violine studiert und war danach Schüler von Stefan Gheorghiu. Bereits mit 14 Jahren gewann er den ersten Preis des Internationalen Wettbewerbs für junge Geiger "Henri Wieniawski". Weitere Preise errang er u.a. 1983 beim Internationalen Wettbewerb "Fritz Kreisler", 1985 beim Internationalen Wettbewerb "Nicolò Paganini" und 1990 beim Internationalen Wettbewerb "Pablo de Sarasate".
Gabriel Croitoru hat Konzerte in zahlreichen Ländern gegeben ( Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, China, Bulgarien, Russland, Ungarn, Rumänien...) und mit vielen Orchestern von Weltrang zusammmengearbeitet wie London Philharmonic, Monte-Carlo-Symhony, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Festival Strings Luzern. 1988 hat er mit dem Philharmonischen Orchester Nizza unter der Leitung von Claude Bardon Violinkonzerte von Paganini und Tschaikowsky eingespielt, 1994 nahm er mit dem Sinfonieorchester Malaga unter Jacques Bodmer das Gesamtwerk von Pablo de Sarasate für CD auf. Ein Rezensent urteilte anlässlich eines Konzerts: "Gabriel Croitoru zeigt sich als ein Geiger mit reicher spielerischer Erfahrung und technischen Fähigkeiten, die in seiner Generation einzigartig sind. "
Generalmusikdirektor Hiroaki Masuda wird mit Gabriel Croitoru und dem Loh-Orchester Sondershausen das bekannte Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll von Max Bruch aufführen. Bruch kam 1867 aus Koblenz nach Sondershausen. Erst mit den Erfahrungen, die er hier als Hofkapellmeister gesammelt hatte, konnte er 1868 das bereits in Koblenz begonnene Konzert vollenden. Neu aufgefundene Quellen belegen, dass die Uraufführung in Sondershausen stattfand. Ebenfalls in Thüringen, nämlich in Meiningen, uraufgeführt wurde die Sinfonie Nr. 4 e-Moll von Johannes Brahms.
Brahms lebte in Wien, schätzte aber das Meininger Orchester und seinen Leiter überaus, so dass er ihnen sein diffiziles Spätwerk anvertraute. Brahms gelang es, ein großes Orchesterwerk im Geiste kammermusikalischer Feinheit und Delikatesse zu schreiben.
Die Zeitgenossen stellten Brahms und Bruch auf der einen Seite den "Neudeutschen" wie Richard Wagner auf der anderen gegenüber. Wir können uns heute erlauben, sie nebeneinander zu stellen, und beginnen das 1. Sinfoniekonzert der Spielzeit 2004 / 2005 mit der Ouvertüre zur Oper "Rienzi" von Richard Wagner.
Das Konzert findet statt am 11. September 2004 im Haus der Kunst Sondershausen und am 12. September 204 im Theater Nordhausen, und zwar jeweils um 19.30 Uhr. An beiden Konzertabenden gibt der Dramaturg Steffen Seiferling jeweils um 19 Uhr eine Einführung ins Programm.
