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Der Computer hat Recht

Mittwoch, 15. September 2004, 11:09 Uhr
Nordhausen/Mackenrode (nnz). Die kommunalen Wahlen sind auch in der Gemeinde Hohenstein längst Geschichte. Doch es gab da einen Fehler, der im Nachhinein zwei Gemeinderäten ihr Mandat kostete.


In der Gemeinde Hohenstein gab es in den zurückliegenden Legislaturperioden immer 16 Gemeinderäte. Und das war auch im Vorfeld der Kommunalwahlen in diesem Jahr so. Also machte sich die Wahlleiterin in Mackenrode daran, – entsprechend der Hauptsatzung – die amtlichen Bekanntmachungen mit der Zahl 16 zu veröffentlichen. Doch am Wahlabend passierte es: Beim Eingeben der Daten in das Wahlprogramm des Statistischen Landesamtes spuckte „Kollege Computer“ aus, daß eigentlich in der Gemeinde Hohenstein nur 14 Gemeinderäte hätten gewählt werden dürfen. Hintergrund der PC-Ansage war ein Stichtag, auf den das Programm hinsichtlich der Bevölkerungszahl zurückgriff. Und zu diesem Stichtag war die Zahl der „Hohensteiner“ unter die Marke von 3.000 gerutscht.

Wie Bürgermeister Martin Höche der nnz sagte, habe man diesen Fehler erst am Wahlabend bemerkt, schließlich habe der Computer Recht und eine Ausnahmegenehmigung lassen die Bytes und Bites nun mal nicht zu. Für Höche ist das alles recht ärgerlich, läßt sich aber nicht mehr ändern. In Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt wurde festgelegt, daß es keine Neuwahl geben mußte, statt dessen sollen die Fehler geheilt werden. Und da muß nun erst einmal die Hauptsatzung geändert werden.

Pech hatten jedoch zwei Gemeinderäte, die noch kurz vorher von den Menschen im Westen des Landkreises Nordhausen gewählt worden waren. Es betraf Gemeinderäte der CDU und der FDP, die nun wieder „normale“ Bürger sind.
Autor: nnz

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