Die besondere Baustelle
Freitag, 24. September 2004, 08:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Nur noch wenige Tage sind es bis zum Ende der zweiten Thüringer Gartenschau in Nordhausen. Doch jetzt ist da noch eine Baustelle eingerichtet worden. Die nnz hat Informationen dazu erhalten.
Die Einrichtung einer Lehrbaustelle der Auszubildenden des Berufes Gärtner bzw. Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, anlässlich der Landesgartenschauen hat sich zu einer guten Tradition entwickelt. Sie hat das Ziel, den Besuchern an einem konkreten Projekt Einblicke in die Berufsausbildung und in den Stand der beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Auszubildenden zu geben, erklärte heute der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, anlässlich der Einweihung der Lehrbaustelle in dieser Woche auf der Landesgartenschau in Nordhausen.
Wurden auf der Lehrbaustelle in Pößneck ein Themengarten und in Hanau ein Wasserspielplatz gestaltet so ist es diesmal ein Erholungsbereich mit verschiedenen Grünelementen. Jeweils 100 Auszubildende aus Hessen und Thüringen sind an der Lehrbaustelle beteiligt. Zur Realisierung des Projektes wurden die Kurse Naturstein und Pflanzenverwendung sowie Vermessung und Baustellenabwicklung, die sonst in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt durchgeführt werden, nach Nordhausen verlegt.
Im Ausbildungsjahr 2003/2004 wurden 201 Auszubildende des Berufs Gärtner/Gärtnerin eingestellt, davon 115 in die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Dies waren 57 % der Neueinstellungen. Der Anteil der außerbetrieblichen Ausbildung lag bei 36 %. Die Einstellungen in diesem Jahr sind noch nicht abgeschlossen. Mit Stichtag vom 10. September 2004 liegen bei der zuständigen Stelle 97 Ausbildungsverträge für den Beruf Gärtner/Gärtnerin vor, davon 58 für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, das sind knapp 60 %.
Ich möchte die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus bitten, die Chance der noch vorhandenen zahlreichen Schulabgänger zu nutzen und auszubilden. Die zurück gehende Anzahl der Schulabgänger und neue Ausbildungsberufe werden in den nächsten Jahren die Einstellung von Schulabgängern in alle Berufe der Landwirtschaft und des Gartenbaus erschweren. Für Betriebe ist die Ausbildung des eigenen Nachwuchses von Vorteil. Wenn die Betriebe ihre eigenen Fachkräfte nicht selbst ausbilden, wer soll es für sie machen? Bei der Beantwortung dieser Frage geht es um die Zukunft der Betriebe und unserer jungen Menschen, so Sklenar.
Die personellen und materiellen Bedingungen für eine moderne Berufsausbildung im Garten- und Landschaftsbau sind in der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt vorhanden und werden dem hohen Anspruch an Qualität gerecht. Überzeugen können sich davon nicht nur die Auszubildenden aus Thüringen, sondern seit 2001 auch Auszubildende aus Hessen. Allein in diesem Jahr erhalten ca. 650 hessische Auszubildende die überbetriebliche Ausbildung in Erfurt, einschließlich der Ausbildung auf der Landesgartenschau.
Autor: nnzDie Einrichtung einer Lehrbaustelle der Auszubildenden des Berufes Gärtner bzw. Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, anlässlich der Landesgartenschauen hat sich zu einer guten Tradition entwickelt. Sie hat das Ziel, den Besuchern an einem konkreten Projekt Einblicke in die Berufsausbildung und in den Stand der beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Auszubildenden zu geben, erklärte heute der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, anlässlich der Einweihung der Lehrbaustelle in dieser Woche auf der Landesgartenschau in Nordhausen.
Wurden auf der Lehrbaustelle in Pößneck ein Themengarten und in Hanau ein Wasserspielplatz gestaltet so ist es diesmal ein Erholungsbereich mit verschiedenen Grünelementen. Jeweils 100 Auszubildende aus Hessen und Thüringen sind an der Lehrbaustelle beteiligt. Zur Realisierung des Projektes wurden die Kurse Naturstein und Pflanzenverwendung sowie Vermessung und Baustellenabwicklung, die sonst in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt durchgeführt werden, nach Nordhausen verlegt.
Im Ausbildungsjahr 2003/2004 wurden 201 Auszubildende des Berufs Gärtner/Gärtnerin eingestellt, davon 115 in die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Dies waren 57 % der Neueinstellungen. Der Anteil der außerbetrieblichen Ausbildung lag bei 36 %. Die Einstellungen in diesem Jahr sind noch nicht abgeschlossen. Mit Stichtag vom 10. September 2004 liegen bei der zuständigen Stelle 97 Ausbildungsverträge für den Beruf Gärtner/Gärtnerin vor, davon 58 für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, das sind knapp 60 %.
Ich möchte die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus bitten, die Chance der noch vorhandenen zahlreichen Schulabgänger zu nutzen und auszubilden. Die zurück gehende Anzahl der Schulabgänger und neue Ausbildungsberufe werden in den nächsten Jahren die Einstellung von Schulabgängern in alle Berufe der Landwirtschaft und des Gartenbaus erschweren. Für Betriebe ist die Ausbildung des eigenen Nachwuchses von Vorteil. Wenn die Betriebe ihre eigenen Fachkräfte nicht selbst ausbilden, wer soll es für sie machen? Bei der Beantwortung dieser Frage geht es um die Zukunft der Betriebe und unserer jungen Menschen, so Sklenar.
Die personellen und materiellen Bedingungen für eine moderne Berufsausbildung im Garten- und Landschaftsbau sind in der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt vorhanden und werden dem hohen Anspruch an Qualität gerecht. Überzeugen können sich davon nicht nur die Auszubildenden aus Thüringen, sondern seit 2001 auch Auszubildende aus Hessen. Allein in diesem Jahr erhalten ca. 650 hessische Auszubildende die überbetriebliche Ausbildung in Erfurt, einschließlich der Ausbildung auf der Landesgartenschau.
