Am Vormittag sind im Sundhäuser See drei Frauen, vier Männer und ein Hund versenkt worden. Und nein, dabei handelt es sich nicht um ein Verbrechen...
Junge Frau wird samt Smartphone versenkt (Foto: nnz)
Neben Schiffen und einer Stadt samt geweihter Kirche sollen nun Menschen, geschaffen vom Betonkünstler Arnold Meister, die Taucher unter Wasser begeistern. Damit werde die Attraktivität des Tauchsportangebotes am See weiter erhöht, sagte Charlotte Tröger vom Tauchsportzentrum "actionsport".
Die sieben Figuren
Junger Mann mit Rucksack und Uhr
Angestellter mit Aktentasche und Brille
Junge Frau mit Handtasche und Kette
Olaf mit Fotoapparat
Junges Mädchen mit Handy
Alte Frau mit Rollator und Brille sowie
Mann mit Hund
wurden zunächst auf eine 25 Quadratmeter große Plattform gestellt und befestigt, die kurz nach 10 Uhr langsam in den See gelassen wurde. Unter Wasser wird diese auf einer auf einem Kiesbett gelagerten Plattform mit Stangen befestigt.
In den kommenden Tagen werden die Figuren in die Mitte des See transportiert und auf einem Kamm, der am Grund errichtet wurde, ihre letzte "Ruhestätte" finden. Dort können sie entsprechend des Titels der Installation "Menschen unter-wegs" von den Tauchern erkundet werden.
Der Künstler will damit auch vor dem Klimawandel warnen, der ganze meernahe Landstriche zum Verschwinden bringen könnte. Dieser Eindruck wird noch vertieft werden durch den späteren Bewuchs mit Muscheln und Süßwasserschwämmen. Peter-Stefan Greiner
PS: Bei nnz-tv gibt es zum Versenkung einen Videoclip