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Sonderausstellung in der Flohburg

In den Wohnzimmern der Ostdeutschen

Donnerstag, 05. September 2019, 11:01 Uhr
Heute Abend wird in der Flohburg die neue Sonderausstellung anlässlich des Jubiläums 30 Jahre „Friedliche Revolution“ eröffnet. Diese Sonderausstellung zeigt eine Auswahl der berühmten Familienporträts von Christian Borchert aus den Jahren 1974 – 1994...

Christian Borchert fotografierte seine ersten „Familienbilder“ in den 70er Jahren. 1982 bis 1985 entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er als gewissenhafter Chronist mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte.

Mimik, Gestik, Habitus, Kleidung, Ambiente sowie ergänzende Angaben zu den ausgeübten Berufen charakterisieren Familien unterschiedlichster sozialer Milieus und laden zu Vergleichen ein. 1993 besuchte er viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR – erneut. So eröffnet sich die Gesamtschau von Borcherts legendären Familienporträts das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte und zugleich einzigartige Zeugnisse der Geschichte.

In den Wohnzimmern Ostdeutschlands - Fotoausstellung in der Flohburg (Foto: Deutsche Fotothek, Christian Borchert) In den Wohnzimmern Ostdeutschlands - Fotoausstellung in der Flohburg (Foto: Deutsche Fotothek, Christian Borchert)

Eine Ausstellung ist eine Kooperation mit meinhardt medien Berlin, der Deutschen Fotothek Dresden und dem Lehmstedt Verlag Leipzig. Dr. Christina Meinhardt aus Berlin hat die Fotografien der Ausstellung zusammengestellt und wird in die Einführung übernehmen.

Die Sonderausstellung wird heute um 19 Uhr eröffnet und ist vom 6. September bis zum 30. November zu sehen.
Autor: red

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