nnz-online
Nachgefragt

Müllproblem nicht beherrschbar

Donnerstag, 05. März 2020, 12:19 Uhr
Immer mal wieder wurde in der nnz über die Zustände entlang der Halleschen Straße berichtet. An und in den Plattenbauten aus DDR-Zeit herrscht immer noch der Ausnahme-Müll-Zustand und er scheint nicht beherrschbar...

Die etwas andere Entsorgung von Hausmüll (Foto: privat) Die etwas andere Entsorgung von Hausmüll (Foto: privat)
Eigentlich kann so viel Abfall doch überhaupt nicht produziert werden, denkt sich der "normale" Bürger, der seinen Pflichten jeden Tag nachgeht. Zu denen auch die Sortierung und der ordnungsgemäße Umgang mit dem im Haushalt anfallenden Müll, fachgerecht Abfall genannt, gehört.

Doch hier, zwischen Hallescher Straße und Zorge herrschen andere Gepflogenheiten, hier wird der Abfall aus dem Wohngeschehen dorthin geworfen, wo gerade noch Platz ist. Besonders betroffen sind momentan die Blöcke, die der SWG gehören. Dort haben wir am Dienstag nachgefragt, wie denn auf diese Zustände reagiert wird?

Der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen sei der aktuelle Zustand in der Halleschen Straße bekannt. "Und wir haben den Sperrmüll bereits am Mittwochmorgen abholen lassen", teilt das kommunale Unternehmen mit, obwohl die Abfuhr nicht zu den Aufgabengebieten des Vermieters gehört, sondern jeder Mieter, auch die in der Halleschen Straße, für ihre Sperrmüllabfuhr selbst zuständig sein müssten. Doch die hier aufgezeigten Probleme scheint es nicht nicht in diesem Stadtbereich zu geben.

"Grundsätzlich stellen wir als Wohnungsunternehmen fest, dass wir immer und im gesamten Stadtgebiet das Problem haben, dass, wenn Mieter ausziehen, auch Sperrmüll abgelegt wird. Dabei spielt die Nationalität der Mieter keine Rolle. Uns als Vermieter stellt die Sperrmüllproblematik vor eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam mit der Mieterschaft bewältigen können. Wir können nur an unsere Mieter appellieren, rechtzeitig vor Umzug den Sperrmüll anzumelden. Jeder unserer Mieter erhält mit der Kündigungsbestätigung auch eine Checkliste, was er bis zum Auszug aus der Wohnung noch zu tun hat. Unter anderem weisen wir darauf hin, dass der Mieter mindestens sechs Wochen vor Auszug Sperrmüll bei den Stadtwerken anmelden muss, damit dieser rechtzeitig, und vor dem Auszug, abgeholt werden kann. Leider halten sich nicht alle Mieter daran", schreibt die SWG-Geschäftsleitung der nnz.

In anderen Bereichen der Stadt habe man diese Problematik bereits in den Griff bekommen, indem man gezielt in die Hausgemeinschaften gegangen sei und den direkten Kontakt zur Mieterschaft gesucht habe. Durch die Unterstützung des Landratsamtes und der Stadtwerke sei zum Beispiel eine „Müllaktionswoche“ durchgeführt worden. Schwerpunktthema war die ordnungsgemäße Trennung des Hausmülls, aber auch die richtige Verfahrensweise im Umgang mit Sperrmüll. Bereits nach wenigen Tagen sei laut SWG ein positives Ergebnis sichtbar gewesen.

"Genau diese Vorgehensweise ist für andere Objekte, unter anderem auch für die Hallesche Straße geplant. Die 'Müllaktionswoche' dort ist für Ende März geplant. Uns ist bewusst, dass eine einzelne Aktion nicht ausreicht, sondern wir als Vermieter bei diesem Thema ständig am Ball bleiben müssen", so das kommunale Wohnungsunternehmen Auch die nnz wird das tun.
Peter-Stefan Greiner

Und so sah es entlang der Halleschen Straße Anfang dieser Woche aus:
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de