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Anmerkungen eines Lesers zu den derzeitigen Umleitungen

Straßen-verkehrt

Montag, 29. Juni 2020, 08:16 Uhr
In dieser Woche müssen Autofahrer große Umleitungen fahren, um von Nordhausen nach Niedersachswerfen und umgekehrt zu kommen. Unser Leser Klaus Rödiger hat dazu in seinem Forum-Beitrag einige Anmerkungen zu machen...

Vom 29.06. bis zum 03.07. wird die B4 zwischen Krimderode und dem Bahnübergang der Harzer Schmalspurbahn ausgebessert.
Die Umleitung in einer Richtung erfolgt von Niedersachswerfen aus über Woffleben, Gudersleben, Obersachswerfen und Liebenrode auf die B243. Das sind von Niedersachswerfen bis nach Nordhausen ca. 27,8 km.

Warum erfolgt die Umleitung nicht über Woffleben, Mauderode, Günzerode auf die B243 (ca. 22 km)? Weil die Straßen und Brücken auf diesen kürzeren Strecken in einem schlechten Zustand sind. Die L1039 zwischen Gudersleben und Günzerode soll in den nächsten Jahren von einer Landesstraße in ein Kreis- bzw. Gemeindestraße umgewandelt werden. Vorher erfolgt eine Instandsetzung bzw. Sanierung. Ist die Straße dann für den Schwerlastverkehr in beide Richtungen befahrbar?
Man konzentriert sich bei der Verkehrsführung auf einige wenige Strecken und vernachlässigt andere Routen. Die Folge ist das die Belastung durch den Verkehr einerseits zunimmt und die Infrastruktur in den anderen Gebieten vernachlässigt wird.
Der weitere Ausbau der B243n wird endlich die Ortschaften Holbach und Günzerode vom Durchgangsverkehr entlasten. Aber für die Ortschaften Holbach und Klettenberg ist keine direkte Auffahrt auf die B243n vorgesehen. Aus Richtung Mackenrode gibt es eine Auffahrt und auch eine Brücke. Die alte B243 zwischen dem Abzweig Klettenberg und der B243n wird auf einer Länge von ca.1,7 km zurück gebaut. Will man von Holbach oder Klettenberg nach Nordhausen muss man über Neuhof, Tettenborn und Mackenrode auf die B243n fahren (10 km) oder über Schiedungen und Pützlingen (ca. 7,1 km).

Der Rückbau wird als prioritäre Ausgleichsmaßnahme im Planfeststellungsbeschluss bezeichnet. Die auf Dauer längeren Wege für die Einwohner von Holbach und Klettenberg sind in diesem Verfahren nicht berücksichtigt worden. Ähnlich ist es, wenn die Bürger von Mackenrode und Limlingerode nach Klettenberg auf das Gemeindebüro der Gemeinde Hohenstein wollen oder in die Grundschule oder das Bad. Die Stützpunktfeuerwehr in Klettenberg muss für einen Einsatz in Mackenrode oder Limlingerode den Umweg über Niedersachsen nehmen.

Im Planfeststellungsverfahren sind alle die Aspekte gegenüber dem Straßenbauamt in Leinefelde Worbis von der Gemeindeverwaltung und Bürgern aus Hohenstein angesprochen worden, wurden jedoch abgelehnt.
Klaus Rödiger
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: red

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