Kein Interesse am Frieden?
Donnerstag, 01. September 2005, 10:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Vielleicht wäre es besser, das alljährliche Gedenken an der Stele vor dem Nordhäuser Rathaus auf eine andere Uhrzeit zu verlegen. Dann hätte auch der Otto-Normal-Bürger die Möglichkeit, der Opfer zweier Weltkriege zu gedenken.
Kein Interesse am Frieden? (Foto: nnz)
So waren es heute wieder nur eine Handvoll von Nordhäuser Bürgern, die nicht von Berufswegen um 10 Uhr an der Stele standen und Blumen oder Gebinde in den Händen hielten. Zu sehen waren jede Menge Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Mitglieder von Parteien, Stadtratsfraktionen oder vom DGB.
Die Rede redete heute Dietrich Beyse (CDU), der zuständige Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadtverwaltung. Klar, da waren die Worte zu hören, die eigentlich immer wieder gesagt werden. Doch Beyse hatte – zur Überraschung einiger Zuhörender – auch einen aktuellen Zungenschlag parat. Es sei eine zunehmende Militarisierung des Wortschatzes zu spüren, vor allem in den Jetztzeiten des Wahlkampfes: Materialschlachten, Rededuelle, Wortgefechte – die Politiker in den Parteizentralen sollten vielleicht mal nachdenken, bevor sie reden. Gleiches gelte für Journalisten.
Zum Schluß seiner Rede verwies der Dezernent noch auf die Eröffnung der Ausstellung mit Feldpostbriefen aus zwei Weltkriegen in der Nordhäuser Flohburg. Um 16 Uhr ist die angesetzt und da haben auch die Otto-Normal-Bürger dieser Stadt vielleicht Zeit zur (An)Teilnahme.
Autor: nnz
Kein Interesse am Frieden? (Foto: nnz)
So waren es heute wieder nur eine Handvoll von Nordhäuser Bürgern, die nicht von Berufswegen um 10 Uhr an der Stele standen und Blumen oder Gebinde in den Händen hielten. Zu sehen waren jede Menge Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Mitglieder von Parteien, Stadtratsfraktionen oder vom DGB.
Die Rede redete heute Dietrich Beyse (CDU), der zuständige Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadtverwaltung. Klar, da waren die Worte zu hören, die eigentlich immer wieder gesagt werden. Doch Beyse hatte – zur Überraschung einiger Zuhörender – auch einen aktuellen Zungenschlag parat. Es sei eine zunehmende Militarisierung des Wortschatzes zu spüren, vor allem in den Jetztzeiten des Wahlkampfes: Materialschlachten, Rededuelle, Wortgefechte – die Politiker in den Parteizentralen sollten vielleicht mal nachdenken, bevor sie reden. Gleiches gelte für Journalisten.
Zum Schluß seiner Rede verwies der Dezernent noch auf die Eröffnung der Ausstellung mit Feldpostbriefen aus zwei Weltkriegen in der Nordhäuser Flohburg. Um 16 Uhr ist die angesetzt und da haben auch die Otto-Normal-Bürger dieser Stadt vielleicht Zeit zur (An)Teilnahme.
