nnz-online

Vier Tore

Samstag, 03. September 2005, 18:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker Nordhausen hatte heute das zweite Heimspiel der Thüringen-Liga-Saison zu absolvieren. Gegner war der FC Thüringen Weida. Und die Ostthüringer waren auf jeden Fall stärker einzuordnen wie Erfurt Nord beim Liga-Auftakt. Trotzdem sahen die Zuschauer vier Tore.

Vier Tore (Foto: nnz) Vier Tore (Foto: nnz)

Mit zwanzig Minuten Verspätung war das Spiel im Albert-Kuntz-Sportpark angepfiffen worden. Der Schiedsrichter hatte sich verspätet. Vermutlich hatten sich auch die Wackeren in ihrer Einstellung zum Gegner verspätet, denn so richtig gefiel ihnen die enge Deckung, das aggressive Vorchecking der Ostthüringer nicht. Und in der Abwehr sah es in den ersten zehn Minuten eher wie in einem ungeordneten Hühnerhaufen, denn nach einer wohl sortierten Abwehr aus.

Folgerichtig brannte es in der Wacker-Hälfte denn auch in der 2., 4. und 7. Minute lichterloh, doch Klasse-Schlußmann Raphael Baumann konnte den Rückstand verhindern. Das erste Achtungszeichen setzten die Nordhäuser in 23 Minute, Lars Pohl war rechts durch, hievte das Leder über den Weidaer Schlussmann, doch dessen Kapitän kratzte den Ball von der Torlinie.

Jetzt kam Wacker besser ins Spiel, einen Freistoß von Marco Weißhaupt in der 35. Minute ließen Freund und Feind passieren und Christoph Hartmann ballerte übers Gehäuse. Auch Daniel Braun reihte sich in die „Schussversager“ ein, da waren 39 Minuten gespielt. Und noch einmal musste Baumann im Wacker-Tor Schlimmes verhindern (42.).

Zur Halbzeit also null Tore, vier sollten folgen in Abschnitt zwei. Ganze zwei Minuten waren gespielt, da haute Daniel Braun das Leder aufs Weidaer Tor, der Ball prallte am Torhüter ab, Lars Pohl war zur Stelle und der Ball im Tor. Jetzt musste Weida die Spielweise ändern. Aufmachen war angesagt, plötzlich war Wacker mit dem Vorchecking befasst. Die Gäste aus Ostthüringen wurden aggressiver, sie hatten es augenscheinlich auf Marco Weißhaupt abgesehen. Vier Fouls in nur zehn Minuten sind dafür ein deutlicher Beleg.

Doch dann ging es Schlag auf Schlag. In der 68. Minute geht Pistorius rechts durch, flankt flach nach innen, dort steht Weißhaupt und kickt das Leder gekonnt und unhaltbar ins Tor. Nur fünf Minuten später wird Daniel Braun im Strafraum von den Beinen geholt, den Elfer schießt Pistorius zum 3:0 rein. In der 79. Minute dann das 4:0. Es war Daniel Braun vergönnt, auch die Krönung einer starken spielerischen Leistung.

Schade, dass nur 429 Zuschauer das Spiel sich reingezogen hatten. Diese Wacker-Mannschaft hätte mehr Zuschauer verdient. Sie hatte gekämpft, sich nicht aufgegeben und sie hat einige Leistungsposten in ihren Reihen. Dazu gehören neben Weißhaupt oder Ludwig (mit kleinen Abstrichen) auch solche Talente wie der junge Braun. Aber vielleicht sind es beim nächsten Heimspiel ja mehr Fans des runden Leders, die den Weg in den Albert-Kuntz-Sportpark finden werden. Dann kommen die Sondershäuser in die Rolandstadt.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de