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Inzidenz gestiegen, Notbremse greift voll

Ab Donnerstag ist wieder dicht

Dienstag, 04. Mai 2021, 12:00 Uhr
Nun ist es offiziell, nachdem der Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen deutlich über den vorgegebenen Grenzwerten der „Bundesnotbremse“ gelegen hat, werden ab Donnerstag neue Einschränkungen für Handel, Kindergärten und Schulen greifenů

SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut) SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut)


Im Landratsamt wartet man noch auf die neue Thüringer Landesverordnung, welche die Regeln der „Bundesnotbremse“ im Freistaat rechtlich verankern wird und die heute endlich veröffentlicht werden soll. Doch was kommen wird, das weiß man schon. Nachdem gestern von 80 ausstehenden PCR-Tests insgesamt 21 positiv ausfielen, wurden im Kreis die beiden verbliebenen Grenzmarken, die Inzidenzwerte von 150 und 165, in den letzten drei Tagen gerissen. Konkret bedeutet das: die Kindergärten und Schulen machen ab Donnerstag wieder zu. Ausgenommen ist die Notbetreuung und der Unterricht für Abschlussklassen.

Änderungen gibt es auch für den Einzelhandel. Statt „Click and Meet“, also dem Einkauf nach Terminvereinbarung und negativem Schnelltest, heißt es jetzt „Click and Collect“, also Abholung statt Einkaufsbummel. Ausgenommen ist hier der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Zeitungsverkäufer, Buchhandlungen, Blumenläden, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel.

Um die Regelungen der Notbremse wieder aufheben zu können muss der Kreis an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 165, respektive 150, liegen. Am übernächsten Tag könnten dann wieder Öffnungsschritte erfolgen. Sonn- und Feiertage zählen hier nicht. Da kommende Woche Himmelfahrt gefeiert wird, werden die Maßnahmen der Notbremse demnach mindestens zwei Wochen greifen, selbst wenn die Zahlen rapide sinken sollten.
Angelo Glashagel

Korrektur: Sonn- und Feiertage unterbrechen die Zählung zwar, heben sie aber nicht auf. Theoretisch könnten die Regelungen also kommende Woche ein Ende finden, wenn die Inzidenzwerte bis Mittwoch unter 165 bleiben
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