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Entscheidungshilfen zur Bundestagswahl 2021

Wen soll ich wählen?

Montag, 20. September 2021, 08:04 Uhr
Diese Frage stellen sich viele Wahlberechtigte auch bei der anstehenden Bundestagswahl bis zu dem Augenblick, in dem Sie am Sonntag mit zwei simplen Kreuzen auf dem Wahlzettel über ihre Zukunft und die ihrer Mitmenschen entscheiden. Doch es gibt brauchbare Hilfen im Internet

Schwierige Entscheidungen am Sonntag? (Foto: planet_fox auf pixabay) Schwierige Entscheidungen am Sonntag? (Foto: planet_fox auf pixabay)

Mancher Wähler glaubt, genau zu wissen, welche Parteien und Personen die eigenen Interessen am besten vertreten oder unerwünschte Positionen der Konkurrenz verhindern. Andere wiederum fühlen sich über Jahre einer Partei verbunden oder sind sogar Mitglied. Nicht wenige hadern aber bis zur letzten Minute und ärgern sich im Nachhinein doch über ihre spontane Wahlentscheidung.

Sowohl Stammwähler, als auch Unentschlossene, sind jedoch gut beraten, noch einmal zu prüfen, ob die eigenen Ideen und Vorstellungen überhaupt noch mit denen, der favorisierten Parteien vereinbar sind, ob das Bild aus den Medien mit den Inhalten übereinstimmt und ob neben dem allenthalben drohenden Weltuntergang noch andere Themen relevant sind.

Wie aber soll man das anstellen?

Das Internet bietet hierfür durchaus hilfreiche Werkzeuge, wie den Wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung und ähnliche ebenso funktionierende Alternativen. Damit ist es möglich, die eigene Einstellung zu einer Reihe von Themen mit den Standpunkten der Parteien zu vergleichen. Am Ende erhält man eine Liste der Parteien mit dem Grad der Übereinstimmung. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Wahlhilfen einmal auszuprobieren:

Wahl-o-mat: https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2021
WahlSwiper: https://www.voteswiper.org/de/deutschland/bundestagswahl-2021

Das Ergebnis kann durchaus überraschen. Selbst wenn man nur die etablierten Parteien in die Auswahl aufnimmt, tun sich mitunter Abgründe auf. Ganz Mutige wagen es sogar alle Parteien bei der Auswertung einzubeziehen, also auch solche, die aufgrund der noch vorhandenen Dominanz der Altparteien und der Fünfprozenthürde kaum eine Chance haben, in den Bundestag einzuziehen.

Natürlich gibt es immer Kritikpunkte an solchen Tools, wie etwa die Reihenfolge der Parteienauswahl, die Zusammenstellung der Thesen oder die farbliche Gestaltung. Dennoch leisten diese neuen Instrumente sicher einen sinnvolleren Beitrag zu einer qualifizierten Wahlentscheidung, als der Wahlkampf-Zirkus im Fernsehen oder die endlosen Kolonnen von Wahlplakaten an den Straßenrändern.

Deckt sich am Ende die Wahlempfehlung mit der ursprünglichen Absicht, dürfte das beruhigen. Wenn das Ergebnis aber anders ausfällt, stellt sich die Frage:
Sollte ich meine Ansichten ändern, um mit dem Kurs der bevorzugten Partei übereinzustimmen oder wähle ich eine Partei, die meine Interessen besser vertritt (oder dies zumindest vorgibt)?
Nicolas Berg
Autor: red

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