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Gesundheitsamt weist Vorwürfe zu mangelnder Kontaktaufnahmen zurück

Corona-Fall im Kindergarten sorgte für Unruhe

Dienstag, 21. September 2021, 17:33 Uhr
Aufregung am Wochenende im und um den Kindergarten Lohmarkt in Nordhausen Hier hatte es einen Corona-Fall unter den Mitarbeitern gegeben. Von Seiten der Kindergartenangestellten wurde dem Gesundheitsamt vorgeworfen, es schöbe die Verantwortung für zu tätigende Anrufe an den Kindergarten ab, so dass die Erzieher am Wochenende die Eltern kontaktieren mussten…

Das Landratsamt reagierte auf nnz-Anfrage prompt und teilte uns mit: „Nach der Lageeinschätzung am Freitag und den positiven Befunden aus der angesprochenen Einrichtung hat das Gesundheitsamt entschieden, dass die Quarantäne auf die gesamte Einrichtung ausgedehnt werden muss. Vor diesem Hintergrund hätte die Befragung einzelner Betroffener zu keiner anderen Einschätzung geführt. Zudem spielt bei Kindergartenkindern auch die Abfrage des Impfstatus im Hinblick auf Quarantänemaßnahmen keine Rolle.“
 
Auch die Vermutung der Kindergärtner, das Gesundheitsamt sei nicht auf einen solchen Fall vorbereitet gewesen, weisen die Landratsmitarbeiter zurück. Sie argumentieren, dass Einrichtungen wie Kitas und Schulen gemäß Infektionsschutzgesetz zur Mitwirkung verpflichtet sind. Hier kam es nur noch darauf an, den bestehenden engen Kontakt mit einer COVID-erkrankten Person an die Eltern weiterzugeben.

„Für diese Mitteilung“, so das Gesundheitsamt weiter, „bedarf es keines behördlichen Anrufs, vielmehr ist die zuständige Gesundheitsbehörde gemäß Landesverordnung verpflichtet, einen Bescheid zu erstellen. Für den Bescheid wurden die notwenigen Kontaktdaten von der Einrichtung abgefordert.“
 
Außerdem war das Landratsamt seit Freitag von Serverproblemen betroffen, was auch die Telefonanlage beeinträchtigt hat, sagte uns Pressesprecherin Jessica Piper.
Autor: red

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