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CDU beklagt TZHüringer Sonderweg bei Tests an Schulen

„Holter muss gefährlichen Irrtum endlich einsehen“

Dienstag, 12. Oktober 2021, 13:51 Uhr
„Wir laufen auf eine katastrophale Situation zu. Wenn 15 Bundesländer testen, und nur Thüringen sich wieder einen Sonderweg leistet, muss sich niemand wundern, wenn Thüringen wieder die höchsten Inzidenzwerte hat.“

Mit diesen Worten hat der CDU-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Mario Voigt, das „sture Festhalten“ Holters an der bisherigen Thüringer Regelung kritisiert, wonach Schüler und Schülerinnen in Thüringen nicht verpflichtend getestet werden. Voigt erklärte, Holter dürfe nicht „am falschen Ende sparen“.

Christian Tischner, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion, verwies in diesem Zusammenhang auf die beschwichtigenden Aussagen Holters aus dem Sommer. „Der Bildungsminister hat sein Versprechen aus dem Sommer gebrochen, Thüringens Schulen und Kindergärten sicher zu machen. Das explodierende Infektionsgeschehen zeigt, dass der mutwillige Verzicht auf Tests ein fataler Irrweg war, sagte Tischner. „Die thüringenweite Inzidenz von 290 bei 5- bis 14-Jährigen zeigt, dass die Landesregierung die Kontrolle über das Infektionsgeschehen an unseren Schulen und Kindergärten verloren hat. Der Bildungsminister muss seinen gefährlichen Irrtum endlich einsehen“, erneuerte Tischner die Forderung der CDU-Fraktion, mit Hilfe von PCR-Pooltests endlich ein klares Lagebild zu bekommen und gleichzeitig ein Frühwarnsystem zu etablieren.

Für die Thüringer Kindergärten, in denen ebenfalls ein deutlich steigendes Infektionsgeschehen zu verzeichnen ist, fordert der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Bühl, ein flächendeckendes Test-Angebot für Kinder, Erzieher und abholende Eltern. „Auch ein freiwilliges Testangebot kann mehr Sicherheit schaffen und die Sensibilität für das steigende Infektionsgeschehen in unseren Kindergärten erhöhen. Ziel muss es sein, dass die Kindergärten dauerhaft und sicher offen gehalten werden können. Dort ist das Land gefragt, die Träger zu unterstützen“, so der Ilmenauer Unionsabgeordnete.
Autor: red

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