nnz-online
Jugendwettkampf im dänischen Esbjerg

Nordhäuser Schwimmer in internationalen Gewässern

Dienstag, 21. Juni 2022, 10:49 Uhr
Die Nachwuchsathleten des Nordhäuser Schwimmvereins durften jüngst internationale Wettkampfluft in Dänemark schnuppern. Erfahrungen konnten die Nordhäuser dabei aber nicht nur im Becken sammeln…

Im dänischen Esbjerg fand Ende Mai der 23. „Danish international Swim Cup“ statt, der größte Schwimmwettkampf für Kinder- und Jugendliche in Europa. Unter den 66 Vereinen aus acht Ländern fanden sich auch die Schwimmerinnen und Schwimmer des SV Nordhausen 90.

Der Startschuss für das Abenteuer in „internationalen Gewässern“ war allerdings kein leichter, berichtet Trainerin Katrin Berndt. „Wir mussten bei der Anreise einen Staumarathon von guten achteinhalb Stunden hinter uns bringen und hätten es fast nicht zum ersten Einschwimmen im Stadion geschafft. Ein kurzes Probetraining konnten wir dann aber doch noch absolvieren. In den kommenden drei Tagen hatten unsere Jungs und Mädchen sechs bis sieben Starts bei ungewöhnlicher hoher Konkurrenz. Und natürlich ist das Leistungsniveau bei so einem Wettkampf ein anderes.“

Die Nordhäuser Delegation des Schwimmvereins SVN '90 reiste Ende Mai ins dänische Esbjerg (Foto: SVN 90) Die Nordhäuser Delegation des Schwimmvereins SVN '90 reiste Ende Mai ins dänische Esbjerg (Foto: SVN 90)


Für den Nordhäuser Verein war die Teilnahme keine Premiere, wohl aber für sechs der jungen Starter: Tom Hirschelmann, Karl Knauer, Gustav Hagedorn, Lenya Kurtz (alle Jahrgang 2007), Phillip Dreher (2008) und jüngste Starterin, Wlada Orekhow JG 2009, gingen zum ersten mal im hochkompetetiven Umfeld in den Wettkampf. „Nur Phillip und Wlada konnten die Jahrgangswertung genießen bei etwa 50 bis 60 Startern, der Jahrgang 2007 wurde mit 2006 zusammen gewertet und erhöhte gleich die Teilnehmerzahl bis auf teilweise 100 in den einzelnen Disziplinen“, berichtet die Trainerin. Noch schwieriger zeigten sich Platzierungen in der offenen Klasse für Veronique König und Erik Dallmann, ab Jahrgang 2005 und älter.

Beim größten Jugendwettkampf in Europa konnten die Nordhäuser internationale Wettkampfluft schnuppern (Foto: SVN 90) Beim größten Jugendwettkampf in Europa konnten die Nordhäuser internationale Wettkampfluft schnuppern (Foto: SVN 90)


Trotz aller Schwierigkeiten, die ungewöhnlichen Umstände spornten die Nordhäuser zu Bestleistungen an:

Wlada Orekow erzielte ihre beste Leistung auf der 25 Meter Sprintdistanz in Rückenlage und schwamm auf Platz 4. Eine persönliche Bestzeit und damit ein Start im Endlauf gelang ihr über 25 Meter Rücken, die 50 Meter Strecke Rücken, diesmal ohne Endlauf, beendete sie als Fünftplatzierte. Über die 100 Meter Langstrecken in Rückenlage und Freistil schwamm Wlada im ersten Drittel mit.

Lenya Marie Kurtz brachte gleich drei Bestzeiten nach Hause: über 25 Meter Freistil, 25 Meter Rücken und 25 Meter Delphin, wobei Lenya jeweils auf Platz 38 schwamm.

Lenka Krist gelang es ebenfalls drei Bestzeiten zu schwimmen. Ihre Stärken lagen in Ihrer Hauptstrecke über 25, 50 und 100 Meter Brust mit den Platzierungen 35, 43 und 47.

Veronique König konnte Ihre Stärken im Freistil, Rücken und über 25 Meter Delphin ausspielen. Sie erkämpfte sich im Teilnehmerstarken Starterfeld über 50 Meter Freistil Platz 25 mit einer persönlichen Bestzeit von 29,09 Sekunden. Veronique konnte außerdem zwei mal auf Platz 27 sowie auf die Platzierungen 30, 38 und 39 schwimmen. Außerdem erschwamm die junge Nordhäuserin die beste DSV Punktleistung der Mannschaft mit 489 Punkten in 50 Meter Freistil.

Phillip Dreher konnte zu alter Stärke zurückkehren und seine vorherigen Zeiten auf 100 Meter Freistil um satte acht Sekunden verbessern. Persönliche Bestleistungen gelangen ihm auch auf Rücken und Freistil-Strecken mit den Platzierungen 25, 29, 34, und 37.

Gustav Hagedorn verbuchte vier Bestzeiten in Freistil und Brust und überraschte besonders über 100 Meter Freistil mit einer Zeit von beachtlichen 1:07,1 und auf der 50 Meter Strecke mit 28,23. Damit waren ihm die Plätze 20, 23, 25, 26 und 30 sicher. Die Plätze 30, 33 und 36 erschwamm Tom Hirschelmann und legte dabei drei Bestzeiten auf den Sprintstrecken zurück.

Karl Knauer, ebenfalls mit drei Bestzeiten, legte einen besonderen Leistungssprung im Rückenschwimmen auf 25 Meter hin mit einer Zeit von 16,19, was ihn auf Platz 16 brachte.

Erik Dallmann schließlich zeigte seine Stärken im Sprint. Im Freistil, Brust und Delphin kämpfte er sich auf die Positionen 18, 22, 23, 24 und 25

„Es war wieder ein toller Wettkampf und ein echtes Erlebnis für unsere Sportlerinnen und Sportler, auch außerhalb des Beckens. Wir konnten zum Beispiel dem Meeresmuseum in Esbjerg einen ausgiebigen Besuch abstatten. Ohne die Unterstützung des Ziegelwerks Sorell und des Seniorenwerks Nordhausen wäre das alles so nicht möglich gewesen und dafür müssen und wollen wir uns ganz herzlich bedanken.“, sagt Trainerin Katrin Berndt.

Und nicht nur die Sportlerinnen und Sportler sind für den Wettkampf in internationalen Gewässer entbrannt, auch für die Trainer Hoffmann und Kurtz war es eine Premiere und man ist heiß auf mehr. Die Frage sei nun nicht so sehr ob man wieder nach Dänemark fahren wolle, sondern viel mehr wann, meint Berndt und das sei ein guter Ansporn im Training.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2021 nnz-online.de