nnz-online
Horizont Verein muss Preise erhöhen

Preisanstieg beim Schulessen "unumgänglich"

Dienstag, 21. Juni 2022, 16:51 Uhr
Ein Anstieg der Preise für Schulessen wird unumgänglich sein, das teilte jetzt die neu gegründeten "Interessengemeinschaft Nordhäuser Caterer" mit. Nach zwei mageren Corona-Jahren haben die Unternehmen nun am allgemeinen Preisdruck zu knabbern...

„Die Nordhäuser Caterer werden auch weiterhin dafür garantieren, dass ein hochqualitatives Essen für die Kindergärten und Schulen unserer Region zu angemessenen Preisen angeboten werden kann”, sagt der verantwortliche Leiter der Wirtschaftsbetriebe des Horizont-Vereins, Jörg Wolf, der zugleich Sprecher der neu gegründeten „Interessengemeinschaft Nordhäuser Caterer“ bestehend aus DAS KOCHHAUS, Küche Gottert, K12 Service GmbH und MENÜMANUFAKTUR, im Landkreis Nordhausen ist.

Nach zwei wirtschaftlich äußerst schwierigen Jahren mit der Corona-Pandemie und ihren negativen Folgen für die Catering-Unternehmen, so zum Beispiel einem Umsatzeinbruch von bis zu 85 Prozent, macht aktuell den Verantwortlichen die allgemeine Entwicklung der Einkaufspreise sehr zu schaffen. “So haben sich die Kosten für Lebensmittel gegenüber dem Vorjahr um 41%, für Betriebskosten (Strom und Gas) um 39 Prozent oder Erhöhung der Kraftstoffkosten um fast 27 Prozent unmittelbar auf die sich verschärfende gesamtwirtschaftliche Situation bei den Caterern im Landkreis Nordhausen ausgewirkt”, muss Wolf konstatieren. Hinzu kommen die Auswirkungen der Anhebung des Mindestlohnes auf 12 Euro je Stunde sowie die damit verbundene Anhebung der verschiedenen anderen Lohngruppen.

Deshalb ist es aus Sicht der Anbieter nun unausweichlich, dass die Preise für das Schulessen erhöht werden müssen, denn letztlich wollen sich die Caterer als regionale Anbieter auch weiterhin zur Herstellung eines qualitativ hochwertigen Essens für die Schülerinnen und Schüler bekennen. Die Nordhäuser Caterer verweisen an dieser Stelle auf die Vorteile der Regionalität. “Wir sind vor Ort, haben die kurzen Lieferwege und Zeiten, wir verarbeiten wenn irgend möglich Produkte von regionalen Anbietern und erhalten damit letztendlich auch die Arbeitsplätze in unserer Region”, argumentiert Jörg Wolf. Es gilt zu bedenken, dass nur durch einen regionalen Standort der direkte Kontakt zwischen Hersteller und den Kunden möglich ist.
“Wenn nichtregionale Anbieter in einer Entfernung von 200 Kilometer das Essen herstellen, dann tiefgefroren oder runtergekühlt in den Landkreis Nordhausen bringen und vor Ort wieder aufwärmen, kann das weder wirtschaftlich noch ökologisch vernünftig sein”.

Grundsätzlich wollen die Caterer natürlich auch in Zukunft den Kunden ein qualitativ hochwertiges Essen anbieten. Wir orientieren uns da auch an den wissenschaftlichen Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eines muss jedoch klar sein, hochwertige Ernährung basiert auf hochwertigen Lebensmitteln und Rohstoffen,
sagt Jörg Wolf abschließend.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2021 nnz-online.de