Richter Kropp: Merkwürdigkeiten
Montag, 21. August 2006, 11:23 Uhr
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Vor Gericht kann man so Einiges erleben. Geschichten aus dem Leben, bei denen die Leser nur mit dem Kopf schütteln, so unwahrscheinlich sie auch klingen mögen. Richter Christian Kropp mit weiteren Vorkommnissen.
So ist immer öfters festzustellen, dass manche Zeitgenossen ihre Emotionen im Verhandlungssaal nicht in den Griff bekommen. So haben die Privatsender mit ihren Gerichtsshows die Benimmkultur vor Gericht ziemlich kaputt gemacht. Anschreien und das Androhen von Handgreiflichkeiten kommen immer häufiger auch in deutschen Gerichtssälen vor. Öfters rufen auch Zeugen beim Richter an und berichten, dass sie von Angeklagten bedroht werden - im deutschen Strafrecht immerhin Grund für einen Haftbefehl.
In einem Bußgeldverfahren vor dem Amtsgericht Sondershausen war die Betroffene jetzt so erregt über eine für sie ungünstige Zeugenaussage, dass sie dem Zeugen mehrmals den Vogel zeigte. Mit 150 € Ordnungsgeld ist ihr dieser Spaß dann ziemlich schnell vergangen. Dabei betrug das Bußgeld nur 35 €.
Vor Gericht kann man aber auch recht eklige Sachen erleben, wie zum Beispiel den Fall des Mike M. (Name geändert). Dieser hatte an seinem Scheidungstermin leicht alkoholisiert teilgenommen und sich zum Entsetzen der Gerichtsbeteiligten im Sitzungssaal dann eingekotet. Konsequenzen hatte dies für den Mann nicht, das Gericht hatte angesichts dieses Unglücks Mitleid und von Ordnungsmitteln abgesehen.
Bei Gericht kann man aber auch Unverständliches erleben. So wollte eine Zeugin jetzt nicht vor Gericht erscheinen, immerhin sei dies etwas Ehrenrühriges. Ein freundliches Telefonat mit der Dame, die selbst im öffentlichen Dienst arbeitet, und die Bemerkung des Richters, er würde auch jeden Tag zu Gericht gehen und empfände nichts Unanständiges dabei, führten zu einem Einlenken der Zeugin.
Autor: nnzSo ist immer öfters festzustellen, dass manche Zeitgenossen ihre Emotionen im Verhandlungssaal nicht in den Griff bekommen. So haben die Privatsender mit ihren Gerichtsshows die Benimmkultur vor Gericht ziemlich kaputt gemacht. Anschreien und das Androhen von Handgreiflichkeiten kommen immer häufiger auch in deutschen Gerichtssälen vor. Öfters rufen auch Zeugen beim Richter an und berichten, dass sie von Angeklagten bedroht werden - im deutschen Strafrecht immerhin Grund für einen Haftbefehl.
In einem Bußgeldverfahren vor dem Amtsgericht Sondershausen war die Betroffene jetzt so erregt über eine für sie ungünstige Zeugenaussage, dass sie dem Zeugen mehrmals den Vogel zeigte. Mit 150 € Ordnungsgeld ist ihr dieser Spaß dann ziemlich schnell vergangen. Dabei betrug das Bußgeld nur 35 €.
Vor Gericht kann man aber auch recht eklige Sachen erleben, wie zum Beispiel den Fall des Mike M. (Name geändert). Dieser hatte an seinem Scheidungstermin leicht alkoholisiert teilgenommen und sich zum Entsetzen der Gerichtsbeteiligten im Sitzungssaal dann eingekotet. Konsequenzen hatte dies für den Mann nicht, das Gericht hatte angesichts dieses Unglücks Mitleid und von Ordnungsmitteln abgesehen.
Bei Gericht kann man aber auch Unverständliches erleben. So wollte eine Zeugin jetzt nicht vor Gericht erscheinen, immerhin sei dies etwas Ehrenrühriges. Ein freundliches Telefonat mit der Dame, die selbst im öffentlichen Dienst arbeitet, und die Bemerkung des Richters, er würde auch jeden Tag zu Gericht gehen und empfände nichts Unanständiges dabei, führten zu einem Einlenken der Zeugin.
