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51. Südharz-Hunderter

26 Stunden bis zum Glühwein

Donnerstag, 12. Dezember 2024, 16:17 Uhr
Nach 26 Wanderstunden waren es vier von 13 Starterinnen und Startern, die am vergangenen Sonntag nach fast 107 Wanderkilometern vor der halleschen Marktkirche mit Glühwein anstießen...

Regen und 15 Stunden Dunkelheit hatten ihnen den Appetit auf das belebende Getränk nicht verleiden können. Damit ging die 51. Ausgabe des Südharz-Hunderters Nordhausen-Halle zu Ende.

Von den insgesamt 13 Teilnehmenden hatten sich am Sonnabend 12 am Nordhäuser Bahnhof eingefunden, um in die Saalestadt zu wandern. Zwei beendeten die Wanderung in Questenberg nach 30 bzw. in Grillenberg nach 48 Kilometern, zwei weitere Wanderinnen wollten ab Grillenberg individuell weiter gehen und verließen auf eigenen Wunsch die Wandergruppe.

Start bei Regen am Nordhäuser Bahnhof (Foto: Bodo Schwarzberg) Start bei Regen am Nordhäuser Bahnhof (Foto: Bodo Schwarzberg)


Ein Eisleber Wanderfreund hingegen stieß am zeitigen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr zu den Nordhäuser Startern und begleitete sie auf den verbleibenden 37 Kilometern bis zum halleschen Hauptbahnhof.

Petra Flöck und Heiko Schilling aus Koblenz, Stammteilnehmer Dr. Christian Richter aus Jena sowie Hartmut Schmidt aus Prestewitz bei Elsterwerda nahmen ihre Urkunden über 100 Kilometer am S-Bahnhof Halle-Nietleben in Empfang, während sich neben dem Wanderleiter Kristofer Korbjuhn aus Hameln, Nina Suckale aus Leipzig und zwei weitere Wanderfreunde auf die Schlussetappe durch Halle-Neustadt und über die Saale in Richtung hallescher Weihnachtsmarkt bzw. Hauptbahnhof (107 km) begaben.

Die Finisher am S-Bahnhof Halle-Nietleben nach 100 Kilometern und 25 Wanderstunden. (Foto: Bodo Schwarzberg) Die Finisher am S-Bahnhof Halle-Nietleben nach 100 Kilometern und 25 Wanderstunden. (Foto: Bodo Schwarzberg)


Trotz Regens auf den ersten 30 Kilometern und trotz des fast unvermeidlichen Schlamms im Alten Stolberg hatten damit alle Gestarteten ihr persönliches Streckenziel erreicht.

Wenngleich die Langstreckentour überwiegend bei Dunkelheit stattfand, so sorgten doch gerade deshalb die zahlreichen weihnachtlichen Lichterketten in Fenstern, an Zäunen und vor allem in Tannenbäumen ebenso für eine anheimelnde Stimmung, wie der Eisleber Weihnachtsmarkt nach 69 Kilometern, der jedoch am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr leider noch geschlossen hatte.

Wer beim 51. Südharz-Hunderter gestartet war, um abzunehmen, hatte bei dieser Veranstaltung durch Einkehren nach 16 Kilometern in der Gaststätte zur Heimkehle, nach 30 Kilometern in der "Queste" in Questenberg, nach 48 Kilometern im Harzer Erlebnishof Grillenberg und nach 80 im Strandhotel Aseleben am Süßen See übrigens eher schlechte Karten. Hinzu kamen ein privates Frühstück in Eisleben, das uns ein dortiger Wanderfreund und dessen Ehefrau seit mehreren Jahren am Sonntagmorgen um 4 Uhr bereitet, und eine kurze Getränkepause in Langenbogen nach 88 Kilometern.

Drei der vier Nordhäuser Starter, die sich vor der halleschen Marktkirche nach 107 Kilometern den Glühwein schmecken ließen. (Foto: Bodo Schwarzberg) Drei der vier Nordhäuser Starter, die sich vor der halleschen Marktkirche nach 107 Kilometern den Glühwein schmecken ließen. (Foto: Bodo Schwarzberg)


Ältester Teilnehmer war mit 67 Jahren Hartmut Schmidt aus Prestewitz bei Elsterwerda, der bereits 2007 beim Südharz-Hunderter gestartet war. Eine besondere Urkunde durfte übrigens der Wanderleiter selbst in Empfang nehmen: Sie stammt vom Sächsischen Wander- und Bergsportverband und verzeichnet 200 Wanderungen mit 100 und mehr nonstop absolvierten Kilometern.

Auch im kommenden Jahr wird es den Südharz-Hunderter geben: Die 52. Tour der seit 2005 veranstalteten Langstreckenwanderung ist für den 08. und 09.02.2025 geplant. Der 53. Südharz-Hunderter findet auf der neuen Route Berga Kelbra-Josefskreuz-Nordhausen-Kyffhäuserdenkmal-Berga Kelbra statt (bodo_schwarzberg@yahoo.de).
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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