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53. Südharz-Hunderter

100 Kilometer auf neuer Route

Montag, 24. März 2025, 12:57 Uhr
Die Planung für seinen 53. Südharz-Hunderter hat Wanderleiter und Bodo Schwarzberg abgeschlossen. Am 5.4. geht es auf einer neuen Route 100 Kilometer entlang des Südharzes und diesmal auch in den Südharz hinein...

Fast alles ist bei der April-Ausgabe des Südharz-Hunderters in diesem Jahr anders als bisher: eine andere Route, eine andere Startzeit, andere Gaststätten. Aber der Südharz und dessen Randgebiete sind zu vielfältig, als dass man nicht auch mal etwas Neues ausprobieren kann.

Statt der bisher meist üblichen Strecke von Startort A zu Zielort B, gibt es im April eine 100 Kilometer-Runde, bei der Startort und Zielort identisch sind.

Der Start erfolgt am 5. April um 9:30 am Bahnhof Berga-Kelbra. Dann geht es durch das wunderschöne Thyratal über die Heimkehle und durch den Alten Stolberg in den Fachwerkort Stolberg. Nach einer Gaststätteneinkehr geht es steil hinauf zum Josephskreuz mit dem größten Doppelkreuz der Welt, welches wir nach 25 Kilometern erreichen.

Auf einer teils anderen Strecke geht es wieder hinab nach Stolberg und über das Hainfeld, den Alten Nordhäuser Weg, Herrmannsacker, Neustadt (dort zweite Einkehr) und Niedersachswerfen nach Nordhausen, wo nach 57 Kilometern bei Nacht eine Imbissversorgung aus dem PKW bzw. an einer Tankstelle vorgesehen ist.

Vom Hainfeld kommend, passieren wir nach knapp 40 Kilometern Herrmannsacker und erreichen über den Rosenteich Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg) Vom Hainfeld kommend, passieren wir nach knapp 40 Kilometern Herrmannsacker und erreichen über den Rosenteich Neustadt. (Foto: Bodo Schwarzberg)


Die verbleibenden rund 43 Kilometer legen wir konsequent und ohne längere Pause zunächst entlang von Zorge und Helme zurück und passieren dabei im Laufe der Nacht die Bielener Kiesteiche, Görsbach, Aumühle und den Helme-Stausee. Zuletzt geht es noch hinauf zum Kyffhäuserdenkmal, bevor wir über Sittendorf und nach 100 Kilometern am 6.4. um 9:30 den Ausgangspunkt Berga-Kelbra erreichen.

Die Wanderung hat mehr als 1.500 Meter Anstiege und sie ist hinsichtlich des Höhenprofils, der Landschaft und der genutzten Wege besonders abwechslungsreich.

Es sind eine ganze Reihe von Teilstrecken möglich, so zum Beispiel 21 Kilometer von Berga nach Stolberg, 53 oder 57 km Berga-Nordhausen, oder 43 Kilometer Nachtroute (Verpflegung ausschließlich aus dem Rucksack) von Nordhausen über das Kyffhäuserdenkmal nach Berga-Kelbra.

Der Südharz-Hunderter, der üblicherweise in einer kleinen Gruppe stattfindet, ist eine geführte und keine individuelle Wanderung.

Bei ihrer Planung fielen mir übrigens eine ganze Reihe von Problemen auf, die ich so aus anderen mitteldeutschen Wandergebieten nicht kenne: Allein drei Aufstiegswege von Kelbra in Richtung Rothenburg bzw. Kyffhäuserdenkmal sind im Kyffhäuserkreis durch in großer Zahl querliegende Bäume noch immer nicht passierbar und die Qualität der Wegemarkierung im Südharz insbesondere zwischen Herrmannsacker und dem Hainfeld sowie der Wegezustand können teilweise nicht befriedigen. Hier könnte sich der Landkreis Nordhausen zum Vergleich durchaus mal in anderen mitteldeutschen Wandergebieten umsehen, z.B. in der Dübener Heide, dem Thüringer und dem Sächsischen Vogtland oder erst recht im Elbsandsteingebirge und dem Hochharz. Zudem wurden im Südharz wettergeschützte Wanderhütten zugunsten windzugiger Sitzgelegenheiten vielfach abgebaut, so zwischen Rüdigsdorf und Neustadt. Auch das ist in bei Wandertouristen beliebten Gebieten oft besser.

Zu DDR-Zeiten waren solche "Finnhütten" Standard.

Vielleicht schafft ja das Merz'sche Milliardenpaket Abhilfe für das gebeutelte Nord-Thüringen?

Wer am 53. Südharz-Hunderter teilnehmen möchte, den bitte ich um Nachricht unter bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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