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Befreiung von Buchenwald und Mittelbau-Dora

Erinnern heißt Verantwortung übernehmen

Samstag, 05. April 2025, 13:05 Uhr
Zum 80. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora ruft der DGB Hessen-Thüringen dazu auf, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und als Mahnung für die Gegenwart zu begreifen...

„Wer die Vergangenheit vergisst, öffnet der Menschenverachtung von heute Tür und Tor. Das Gedenken an Buchenwald und Mittelbau-Dora ist uns Mahnung und Auftrag zugleich: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“, betont Renate Sternatz, stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen.

Seit einiger Zeit agitieren zunehmend extrem rechte Parteien wie die AfD gegen Vertreter der Gedenkstätten. Insbesondere die Thüringer AfD, deren Sprecher Björn Höcke schon 2017 mit der Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ einen Schlussstrich unter die Erinnerungskultur an die Verbrechen des Nationalsozialismus ziehen wollte, diskreditierte wiederkehrend den Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner. „Diesen Angriffen müssen alle demokratischen Parteien und Organisationen gemeinsam entgegentreten und engagierten Demokraten wie Jens-Christian Wagner den Rücken stärken.“

Sternatz weiter: „Das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus ist kein Ritual, sondern ein aktiver Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie. Gerade in Zeiten, in denen rechte Ideologien wieder erstarken, Hetze zunimmt und demokratische Grundwerte unter Druck geraten, ist das aktive Erinnern wichtiger denn je.“ Der DGB steht für eine offene, solidarische Gesellschaft – gegen Hass, Ausgrenzung und das Vergessen.
Autor: red

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