ifo Institut
Lagerbildung schadet Integration
Freitag, 11. April 2025, 09:03 Uhr
Stehen sich in Schulklassen zwei gleich große Gruppen von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund gegenüber, leidet der soziale Zusammenhalt. Das zeigt ein groß angelegtes Feldexperiment an deutschen Schulen, dessen Ergebnisse nun im ifo Schnelldienst veröffentlicht wurden...
Ob kulturelle Vielfalt in Schulklassen den sozialen Zusammenhalt stärkt, hängt entscheidend von der Form der Diversität ab, sagt ifo-Forscher Helmut Rainer.
Die Studie untersucht, wie die Zusammensetzung der Klasse die Bereitschaft zur Kooperation zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beeinflusst.
Das Ergebnis: Vertrauen und Kooperationsbereitschaft sind besonders hoch, wenn es in einer Klasse viele kleinere Herkunftsgruppen gibt, oder wenn die klare Mehrheit keinen Migrationshintergrund hat. Für den sozialen Zusammenhalt ist entscheidend, dass in Klassenzimmern keine zwei kulturellen Fronten entstehen, sagt Rainer.
Die Studienautoren empfehlen, in kulturell polarisierten Schulklassen gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um Vertrauen und Kooperation zu stärken. Eine Möglichkeit wäre es, Lehrpläne stärker auf Inklusion auszurichten und interkulturelle Kompetenzen stärker zu fördern, sagt Rainer. Auch organisatorische Maßnahmen wie eine zufällige Sitzplatzvergabe könnten helfen, Gruppenstrukturen innerhalb der Klasse aufzubrechen und interkulturelle Freundschaften zu erleichtern.
Die Ergebnisse beruhen auf einem Experiment mit 4.214 Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe in insgesamt 222 Klassen. Dabei investierten die Jugendlichen reale Geldbeträge in anonyme Jugendliche entweder aus der eigenen oder einer anderen Herkunftsgruppe – ein bewährter Test zur Messung von Vertrauen und Kooperation.
Autor: redOb kulturelle Vielfalt in Schulklassen den sozialen Zusammenhalt stärkt, hängt entscheidend von der Form der Diversität ab, sagt ifo-Forscher Helmut Rainer.
Die Studie untersucht, wie die Zusammensetzung der Klasse die Bereitschaft zur Kooperation zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beeinflusst.
Das Ergebnis: Vertrauen und Kooperationsbereitschaft sind besonders hoch, wenn es in einer Klasse viele kleinere Herkunftsgruppen gibt, oder wenn die klare Mehrheit keinen Migrationshintergrund hat. Für den sozialen Zusammenhalt ist entscheidend, dass in Klassenzimmern keine zwei kulturellen Fronten entstehen, sagt Rainer.
Die Studienautoren empfehlen, in kulturell polarisierten Schulklassen gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um Vertrauen und Kooperation zu stärken. Eine Möglichkeit wäre es, Lehrpläne stärker auf Inklusion auszurichten und interkulturelle Kompetenzen stärker zu fördern, sagt Rainer. Auch organisatorische Maßnahmen wie eine zufällige Sitzplatzvergabe könnten helfen, Gruppenstrukturen innerhalb der Klasse aufzubrechen und interkulturelle Freundschaften zu erleichtern.
Die Ergebnisse beruhen auf einem Experiment mit 4.214 Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe in insgesamt 222 Klassen. Dabei investierten die Jugendlichen reale Geldbeträge in anonyme Jugendliche entweder aus der eigenen oder einer anderen Herkunftsgruppe – ein bewährter Test zur Messung von Vertrauen und Kooperation.
