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D-Jugend des NSV gewinnt Kolding-Cup in Dänemark

Samstag, 26. April 2025, 12:30 Uhr
Über das Osterwochenende reisten drei Nachwuchs-Handballteams des Nordhäuser SV ins dänische Handballmekka und sammelten beim international besetzten Turnier reichlich Spielerfahrung. Die D-Jugend krönte die Teilnahme mit dem Cup-Sieg...

Das Siegerteam der Nordhäuser D-Jugend  (Foto: NSV) Das Siegerteam der Nordhäuser D-Jugend (Foto: NSV)


Mit den Plätzen vier und fünf ergänzten die männliche wie weibliche E-Jugend das gute Abschneiden. Den positiven Schwung wollen die D- und E-Jugend an diesem Sonntag in ihre Landesmeisterschaften mitnehmen.

Grenzenloser Jubel nach dem Abpfiff: Kaum einen hielt es noch auf seinem Platz. Kinder, Eltern und die Trainer lagen sich jubelnd in den Armen. Den D-Jugend-Handballern des NSV gelang beim international besetzten Turnier in Kolding etwas großartiges. Sie gewannen in ihrer Altersklasse den Cup. Und das in einem packenden Finale gegen den TSV Blaustein mit 25:24. Selbst für Jugendkoordinator Veit Meier waren es nervenaufreibende Minuten. „Das war ein extrem spannenden Spiel, es ging hin und her. Mal spielten wir in doppelter Unterzahl, da lag der Gegner drei Tore vorn, dann kämpften sich unsere wieder heran. Unsere Mannschaft kam über den Kampf ins Spiel“, analysierte Veit Meier den Finalkrimi. Für die Spieler war es ebenso ein denkwürdiges Turnier. „Es hat Spaß gemacht, das zweite Mal dabei gewesen zu sein und diesmal die Goldmedaille mit nach Hause gebracht zu haben“, freute sich Paul Buchardt.

Richtig gut eingestellt wurde es in diesen Tagen von Pascal Eichentop und Moritz Chowanitz, die den Haupttrainer Maik Schulze vertraten. Einen Platz für den Cup-Pokal gibt es ebenfalls schon. „Der kommt nach Leimbach zu Trainer Maik Schulze. Das haben die Kinder entschieden“, sagte Veit Meier. Nach diesem grandiosen Erfolg in Kolding geht die Reise der jungen Handballer bereits an diesem Sonntag weiter. Nämlich bei den Landesmeisterschaften in Eisenach. „Der Pokal hat für uns schon einen großen Wert im Hinblick auf die Landesmeisterschaften und der Ostdeutschen Bestenermittlung in Dessau“, erklärte Veit Meier.

In diesen Tagen waren Mannschaften aus sechs Ländern – Frankreich, Polen, Niederlande, Schweden, Deutschland, Dänemark – mit 3.500 Spielern am Start. „Es war geil und hat mir super gefallen, an so einem Turnier teilzunehmen“, sagte Malte Buchardt aus der männlichen E-Jugend, die sich im Kampf um Platz drei dem Gastgeber Kolding IF knapp mit 11:12 geschlagen geben musste. Betreut wurde das Team von Marlene Gräser. „Es waren bei ihnen zwei Spiele dabei, die mit einem Treffer verloren wurden. Aber genau solche Spiele wollen wir haben, um unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Kinder spielen auf einem ganz anderen Niveau“, berichtete Veit Meier.

Derweil hatte die weibliche E-Jugend um Trainerin Katja Vopel mit einigen „Stolpersteinen“ zu kämpfen. Das trübte ein wenig das gute Abschneiden des jungen Teams, das Rang fünf belegte. In Spielen gegen den späteren Turniersieger PSG Peine 04 wurden unerlaubt ältere Spielerinnen eingesetzt. „Im Nachgang haben wir erfahren, dass einige Spielerinnen 13 Jahre alt waren. Wir spielen in der U11. Es gibt Regelungen, dass ein Jahr Ältere mitspielen können, aber nur mit einer Sondergenehmigung, wenn man keine spielfähige Mannschaft stellen kann“, sagte Katja Vopel. Sie hätte sich von der Turnierleitung ein härteres Vorgehen gewünscht. „Ich habe wie auch andere Mannschaften Protest eingelegt, der Veranstalter winkte nur ab.“

Auch im Spiel um Platz fünf verlief nicht alles reibungslos, es gab einige Unterbrechungen durch Lichtausfall, Feueralarm und extremes Rauschen vom Mikrofon. Dennoch wurde die Partie gegen den Görlitzer Handballclub deutlich mit 16:6 gewonnen. „Ich fand cool, dass wir neue Freunde kennengelernt haben und zeigen konnten, was wir besonders gut können. Wir haben gut als Mannschaft zusammengearbeitet“, zeigte sich Spielerin Greta Dobeneck sehr angetan. Trotz der Schwierigkeiten konnte Katja Vopel dem Cup auch einige positive Faktoren abgewinnen. „Es war für uns ein sehr ereignisreiches Turnier. Wir haben viel Spielpraxis gesammelt, sind als Team weiter zusammengewachsen, es waren viele Spiele auf Augenhöhe und es entstand eine Kooperation mit einer polnischen Mannschaft. Wir haben uns gegenseitig super unterstützt und es sind sogar Freundschaften entstanden.“

Ein besonderer Dank galt dem Team hinter dem Team: den Eltern. „Wir sind einfach nur super dankbar über diese tolle Unterstützung“, sagte Katja Vopel. Veit Meier ergänzte: „Sie sind der ausschlaggebende Grund, warum wir so erfolgreich sind.“ Der weiblichen E-Jugend war nach ihrer Rückkehr nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt, denn bereits an diesem Sonntag (27. April) geht es ab 10 Uhr bei den Landesmeisterschaften in der Ballspielhalle weiter im Programm.

Katharina Domann


Autor: red

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