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Handball-Nachlese

Heimsaison beendet

Sonntag, 04. Mai 2025, 19:06 Uhr
Mit einem „Kracher“ beendeten die Männer die Saison auf heimischen Parkett, bevor es nächsten Samstag nach Apolda zum eigentlichen Saisonabschluss geht. Über 400 Handballbegeisterte wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen und kamen dabei voll auf ihre Kosten...

Landesliga Männer / Nordhäuser SV -BW Goldbach/Hochheim II 52:30
Große Katerstimmung bei den Gästen und anhaltender Jubel bei den Einheimischen nach dem Abpfiff. Was war da auf dem Parkett der Ballspielhalle am Samstag geschehen?

Nordhausen hatte die stärkste Partie der letzten Jahre gespielt und dabei hoch gepokert. Gleichzeitig ging der Blick nach Erfurt zum Fernduell HSC Erfurt gegen Schnellmannshausen. Diese Partie wurde 30 Minuten vorher angepfiffen. Zu Spielbeginn in Nordhausen führte Erfurt mit 11:8.

Der NSV nun selbst am Zug, öffnete mit Anpfiff der Partie seinen Lockschuppen und ließen den „Südharzexpress 2.0“ auf die Strecke. Scheinbar wurden im Vorfeld die unteren Gänge ausgebaut. Der erste Treffer fiel bereits nach 14 Sekunden durch Thomas Riemekasten, der am Ende sich auch die Torschützenkrone holte. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auch sich warten. 16 Sekunden später schlug es bei den Südharzern ein (1:1).

Nordhausen begann die Partie mit einer offenen Manndeckung. Eine taktische Maßnahme, von Beginn an, die nicht unbedingt zum Standardprogramm zu einer Spieleröffnung gehört. Es entwickelte sich eine äußerst schnelle und torreiche Partie. Abwarten Fehlanzeige. Nordhausen mit einem enormen Kraftaufwand drückte und die Nessetaler hielten anfänglich dagegen. Die Treffer fielen schneller als der Sekundenzeiger eine Runde drehen konnte.

Eine Zeitstrafe der Gäste, beim Stand von 4:3 (5.Spielminute), nutzten die Gastgeber zum Zwischenspurt. Nach 10 Minuten leuchte ein 10:5 an der Anzeigetafel auf. Die Gäste angeschlagen? Angeschlagen vielleicht, aufgegeben kam für sie dennoch nicht in Frage. Bis zur Halbzeit vergrößerte sich der Vorsprung nur minimal auf 23:17. Die Akteure hatten sich ihren Pausentee redlich verdient. Die Fans sahen 40 Treffer in 30 Minuten und zwei Mannschaften die sich nichts schenkten. 14 Zeitstrafen (28 Spielminuten) nach Abpfiff der Partie sprechen für sich.

Die zweite Halbzeit fing zunächst verhaltener an. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Die Hausherren legten sich die Nessetaler regelrecht zurecht. Ab der 37. Minute war es dann so weit. Die erste Schwächephase der Gäste. Jetzt schaltete der „Südharzexpress 2.0“ noch einmal 2 Gänge nach oben. Wo die Nordhäuser die Kraft hernahmen war erstaunlich. Es klappe alles, der Wechselrhythmus, die Abwehr vor allem die schnellen Angriffe stachen.

Trotz der Nordhäuser Überlegenheit kämpften die Gäste weiter und erzielten bis zum Abpfiff 30 Treffer. Weitere 26 Würfe wurden von Keeper Christoph Keil eliminiert. Die beiden Youngster-Keeper an seiner Seite, Konrad Spaar und Paul Siebold, hielten nicht nur Strafwürfe sie glänzten ebenfalls mit mehreren Paraden.

Am Ende stehende Ovation für eine Partie die die Ballspielhalle so noch nicht erlebt hat. Endstand 52:30. Die vom Trainergespann Pascal Eichentopf und Heiko Alert ausgegebene Taktik -höchst riskant- wurde auf dem Parkett ausgezeichnet umgesetzt. Auch in scheinbar brenzlichen Situation hielten die Akteure an ihrer Linie fest. Das Vertrauen von der Bank in die Mannschaft beantwortete diese mit einem Torspektakel und einer Werbung für den (NSV) Handballsport.

Obwohl die Südharzer als Mannschaft, als Team auftraten, drückten einige Akteure der Partie ihren Stempel auf. Neben den bereits erwähnten dem Keeper Christoph Keil war Thomas Riemekasten Torschütze vom Dienst. Er wurde gesucht, er wurde freigespielt und er wurde angespielt. Bedankt hat er sich mit 22 Treffern!!!

Unermüdlich in der Abwehr und selbst mit 8 Treffern am Sieg beteiligt Marcel Effenberger-Kiel. Ihm gelang auch das Tor des Tages aus 30 Meter Entfernung. Er und Moritz Chowanietz waren die Lokführer und gaben das Tempo vor.

Dennoch war es ein Mannschaftserfolg. Nordhausen hatte Spaß an der Volldampffahrt. Bleibt zu hoffen, dass der runderneuerte „Südharzexpress 2.0“ weiterhin so erfolgreich unterwegs ist.

Christoph Keil, Lukas Fehling 2, Nils Warschkow 2, Philipp Keil 2, Tim Boikat 5, Paul Siebolt, Tim Freitag 2, Thomas Riemekasten 22, Moritz Chowanietz 4, Lukas Stolze 4, Tymofii Holodniuk 1, Tyler Pährisch, Marcel Effenberger-Kiel 8, Konrad Spaar, Auf der Bank: Pascal Eichentopf, Heiko Alert, Maximilian Hund

Strafwürfe: NSV 3/2 Goldbach/Hochheim 4/1
Zeitstrafen: NSV 8 Goldbach/Hochheim 6
Autor: red

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