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Grundschule „Am Lohholz“ in Sollsted

Festwoche zum 70-jährigen Schuljubiläum gefeiert

Freitag, 27. Juni 2025, 13:04 Uhr
In dieser Woche hat die Grundschule „Am Lohholz“ in Sollstedt das 70-jährige Jubiläum des Schulstandorts im frisch sanierten Gebäude gefeiert. Los ging es am Montag mit einem Kinderfest...

Grundschuljubiläum in Sollstedt (Foto: J.Piper) Grundschuljubiläum in Sollstedt (Foto: J.Piper)


Dem folgten das Festprogramm mit zahlreichen Gästen, ein Tag der offenen Tür, eine Aufführung der Kinderoper Papageno aus Wien mit dem Stück „Hänsel und Gretel“, eine spannende Schnipseljagd und nicht zuletzt die Verabschiedung der Viertklässler. „70 Jahre voller Geschichten, Herausforderungen und Errungenschaften, die diese Schule zu dem gemacht haben, was sie heute ist: ein Ort der Inspiration, des Zusammenhalts und der Bildung“, sagte Schulleiterin Kerstin Chrystall in ihrer Festrede. „Dieser Ort beherbergt tagtäglich 170 Kinder, die unsere „Jubilarin“ mit Leben füllen. Die Schule hat über die Jahre unzählige junge Menschen begleitet, sie angespornt, ihre Talente zu entdecken, und sie ermutigt, ihre Ziele zu erreichen. Es entstehen nicht nur Wissen und Können, sondern Werte, Freundschaften und Lebenswege. Wir feiern eine Einrichtung, die das Leben so vieler maßgeblich geprägt hat.“ Auch Landrat Matthias Jendricke, der für Schulen zuständige 1. Beigeordnete Stefan Nüßle und der Sollstedter Bürgermeister Tobias Tressel gratulierten dem Kollegium und den Schülern zum runden Jubiläum. Die Erst- bis Viertklässler hatten ein vielseitiges Festprogramm einstudiert, das sie den vielen Gästen auf der Bühne in der Aula der Grundschule zeigten - mit Liedern, Gedichten, Sketschen und Tänzen. Sehr zufrieden blickt die Schulgemeinschaft auf die Jubiläumswoche zurück.

Die Geschichte der Schule in Sollstedt reicht 235 Jahre zurück: 1790 gab es die erste urkundlich belegte Schule auf dem Gelände des heutigen Pfarrhauses. Ca. 150 Jahre später kam es zur ersten Zusammenlegung der Schulen von Sollstedt und Wülfingerode. Zu dieser Zeit lernten 370 Schüler in 14 Räumen, verteilt auf acht Gebäude. So wurden Pläne für einen Schulneubau geschmiedet – die Grundsteinlegung war dann 1954, die Geburtsstunde der heutigen Schule.

1955 wurde der Einzug gefeiert. Das anfangs so geräumige Schulhaus platzte bald aus allen Nähten. So mussten schon ab den 60er Jahren auch wieder Klassen der Unterstufe in anderen Schulteilen unterrichtet werden. Das änderte sich erst in den 1970er Jahre mit dem Bau des neuen Grundschulteils. 1991 wurde die POS „Clara Zetkin“ in eine Grund- und eine Regelschule geteilt. Letztere musste 2005 schließen, 2009 wurde der Anbau abgerissen und es begann die Phase der baulichen Veränderungen, Erneuerungen und Modernisierungen.

Heute ist das Gebäude rundum saniert und sichert den Schulstandort für die nächsten Generationen. Der Landkreis Nordhausen hat als Schulträger in den vergangenen Jahren das Gebäude komplett „entkernt“ und innen saniert. Die Gesamtinvestition lag bei rund 9,5 Millionen Euro, gefördert vom Land Thüringen mit gut 4,3 Millionen Euro. Damit bietet die Schule nun optimale Lernbedingungen, ist barrierefrei und energieeffizient ausgebaut. Zurzeit laufen noch Arbeiten im Außenbereich, am Spielplatz, dem Schulgarten, dem grünen Klassenzimmer sowie den Außensportanlagen. Bis zum neuen Schuljahr soll alles fertig.

Jessica Piper


Autor: red

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