Gewerkschaftsbund fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit
76 Tage umsonst gearbeitet
Samstag, 18. Oktober 2025, 08:30 Uhr
Die Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bleiben gravierend: Vollzeitbeschäftigte im Osten verdienen im Schnitt 13.374 Euro brutto weniger im Jahr als ihre Kollegen im Westen...
Das entspricht einer Entgeltlücke von fast 21 Prozent. Symbolisch heißt das: Ab dem 16. Oktober bis zum Jahresende arbeiten Beschäftigte im Osten rechnerisch umsonst.
DGB-Bezirksvorsitzender Michael Rudolph: Die Lohnlücke zwischen Ost und West zu schließen, hat die Politik bisher nicht geleistet. Mit einem Bundestariftreuegesetz kann die Bundesregierung endlich zeigen, dass sie es ernst meint mit gleichem Geld für gleiche Arbeit.
Der Ost-West-Unterschied liegt vor allem an der Tarifbindung: Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Ostdeutschland arbeiten in tarifgebundenen Betrieben, im Westen sind es 50 Prozent. Ein Tarifvertrag bringt spürbare Vorteile: In Thüringen verdienen Beschäftigte mit Tarifvertrag im Schnitt 740 Euro mehr im Monat als ohne Tarifvertrag.
Die geringere Tarifbindung im Osten wirkt sich auch auf mögliche Sonderzahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aus, die meist tariflich vereinbart sind und somit den ostdeutschen Beschäftigten seltener oder im geringeren Umfang ausgezahlt werden.
Öffentliche Aufträge dürfen künftig nur noch an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen. Um das durchzusetzen, brauchen wir starke Tariftreuegesetze des Bundes und der Länder. Sie sind der entscheidende Hebel, um Lohndumping zu stoppen, die Tarifbindung zu stärken und die Lücke endlich zu schließen, so Rudolph.
Autor: redDas entspricht einer Entgeltlücke von fast 21 Prozent. Symbolisch heißt das: Ab dem 16. Oktober bis zum Jahresende arbeiten Beschäftigte im Osten rechnerisch umsonst.
DGB-Bezirksvorsitzender Michael Rudolph: Die Lohnlücke zwischen Ost und West zu schließen, hat die Politik bisher nicht geleistet. Mit einem Bundestariftreuegesetz kann die Bundesregierung endlich zeigen, dass sie es ernst meint mit gleichem Geld für gleiche Arbeit.
Der Ost-West-Unterschied liegt vor allem an der Tarifbindung: Nur 42 Prozent der Beschäftigten in Ostdeutschland arbeiten in tarifgebundenen Betrieben, im Westen sind es 50 Prozent. Ein Tarifvertrag bringt spürbare Vorteile: In Thüringen verdienen Beschäftigte mit Tarifvertrag im Schnitt 740 Euro mehr im Monat als ohne Tarifvertrag.
Die geringere Tarifbindung im Osten wirkt sich auch auf mögliche Sonderzahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aus, die meist tariflich vereinbart sind und somit den ostdeutschen Beschäftigten seltener oder im geringeren Umfang ausgezahlt werden.
Öffentliche Aufträge dürfen künftig nur noch an Unternehmen vergeben werden, die Tariflöhne zahlen. Um das durchzusetzen, brauchen wir starke Tariftreuegesetze des Bundes und der Länder. Sie sind der entscheidende Hebel, um Lohndumping zu stoppen, die Tarifbindung zu stärken und die Lücke endlich zu schließen, so Rudolph.
