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Prüfung erfolgreich bestanden

Verstärkung für die Gilde

Dienstag, 21. Oktober 2025, 12:40 Uhr
Am letzten Sonntag im September schlug die Stunde für Annerose Scholz: nach rund einem Jahr abtauchen in die Nordhäuser Geschichte stellte sich die neueste Stadtführerin der Gilde-Prüfung. Mit Erfolg…

„Ich war ganz schön aufgeregt“, erzählt die frisch gekürte Stadtführerin. Am letzten Septembersonntag führte sie die Kollegen der Nordhäuser Gästeführergilde durch die Altstadt und wusste manch Interessantes zu Roland, Rathaus, Dom und Co. zu berichten. „Ich habe vorher ein paar Führungen im Splittergraben gemacht, da muss man nur das wissen, was für diesen Ort von Bedeutung ist. Die Stadtführung ist da schon eine andere Nummer, aber es macht sehr viel Spaß, trotz aller Aufregung“, freut sich Scholz.

Ihren Weg zur Gilde fand sie eher über den Zufall. „Ich musste vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden und habe etwas gesucht, was meinen Geist wach hält, eine sinnvolle Beschäftigung. Bei einer Geburtstagsfeier lief ich dann Annette Grohmann über den Weg und eins führte zum anderen“, so Scholz. Der Prüfung vorangegangen war ein Jahr, in dem die angehende Stadtführerin einen tiefen Blick in die Nordhäuser Geschichte warf und Führungen als aufmerksame Schülerin begleitete. Ein Weg, den schon viele gegangen sind.

Die Prüfungsführung für Annerose Scholz, hier die Dritte Dame von links in vollem Dress, begann die Führung am Nordhäuser Roland. Und weil Anette Grohmann etwas eingeschränkt war, erprobte man auch gleich, ob eine Stadtführung in Nordhausen auch "barrierearm" zu machen ist. (Foto: agl) Die Prüfungsführung für Annerose Scholz, hier die Dritte Dame von links in vollem Dress, begann die Führung am Nordhäuser Roland. Und weil Anette Grohmann etwas eingeschränkt war, erprobte man auch gleich, ob eine Stadtführung in Nordhausen auch "barrierearm" zu machen ist. (Foto: agl)

„Es gibt unsere Gilde nun schon seit 30 Jahren und wir freuen uns über jeden, der unsere Liebe zur Stadt und ihrer Geschichte teilt und sie auch mit anderen teilen will. Verstärkung können wir immer gebrauchen“, sagt die Gilde-Vorsitzende, Anette Grohmann. Nicht immer ist man mit Gästen im Schlepptau unterwegs, häufig gibt es Gelegenheiten, bei man in den eigenen Reihen allein der Wissbegierde zu Liebe durch die Stadt spaziert. Anfang November etwa wird sich die Gilde an der Justus-Jonas Kirche treffen. „Nordhausen hat die letzte noch vorhandene „Notkirche“ in Thüringen, die nach dem Krieg buchstäblich aus der Not heraus und mit der Hilfe amerikanischer Spendengelder gebaut wurden. Eine faszinierende Geschichte, die auch Verbindungen zum Petersberg hat, den von dort kam der Taufstein der Kirche.“, erzählt Grohmann. Zusammen mit dem Salzaer Pfarrer David Israel wird man das Überbleibsel am Kreisel Hesseröder-Straße/Straße der Genossenschaften am 06. November um 17 Uhr in Augenschein nehmen. Wer Interesse hat, darf sich gerne anschließen, teilt Grohmann mit.

Wer die Gildemitglieder und ihre Arbeit abseits dieser Gelegenheit einmal in Fleisch und Blut kennen lernen möchte, der hat dazu am 14. November die Möglichkeit, wenn im Jugendclubhaus von 12 bis 18 Uhr zur „Ehrenamtsmesse“ geladen wird.
Autor: red

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